Chordascheide ungegliedert. Bei allen stabförmigen Skeletknochen ist
nur die äussere Schicht verknöchert, sie erscheinen daher fossil als
hohle Röhren. 2 kurze Rückenflossen und 1 Afterflosse (Fig. 684),
jede nur von einem gabelförmigen Flossenträger (ft) gestützt. Paarige
Flossen abgerundet, mit kurzer Achse. Schwanzflosse (c) diphycerk.
Schuppen dünn und rundlich, oft skulptirt. Zwei grosse Kehlplatten (j).
Schwimmblase (s) mit verknöcherter Wandung. Der Kiemendeckel zeigt nur
eine Knochenplatte. Carbon bis Kreide.
[Illustration: Fig. 684. Undina penicillata Mnstr. Oberer Jura von
Eichstätt. a = Afterflosse; c = Schwanzflosse mit pinselförmiger
Endflosse; d₁ u. d₂ = Rückenflossen; ft = gabelförmige Flossenträger;
= Jugular- oder Kehlplatten; p = Brustflosse; s = Schwimmblase; v =
Bauchflosse.]
Undina Mnstr. (Fig. 684). Die grosse diphycerke Schwanzflosse (c) setzt
sich in eine pinselförmige Endflosse fort. Freier Theil der Schuppen
mit dichtstehenden länglichen Körnern (Fliegeneierähnlich) oder Dornen
besetzt. Oberer Jura von Bayern und von Cirin bei Lyon.
U. penicillata Mnstr. (Fig. 684). Oberer Jura von Eichstätt.
Macropoma Ag. Pinselflosse fehlt oder rudimentär. Schuppen mit
dichtstehenden scharfen Spitzen bedeckt. Grosse bis 50 cm lange
Fische aus der mittleren und oberen Kreide von England, Frankreich,
Norddeutschland, Böhmen. Häufig finden sich die spiralig gedrehten 1-2
cm langen Excremente.
M. Mantelli Ag. Obere Kreide von England.
M. forte Fritsch. Obere Kreide von Böhmen.