Knorpelskelet; die ungegliederte Chordascheide enthält verkalkte Ringe,
die viel zahlreicher sind als die Körpersegmente. Palatoquadratum
und Hyomandibulare mit dem Primordialcranium verschmolzen. Vier
Kiemenspalten von einer Hautfalte bedeckt. Gaumen jederseits mit zwei
(Fig. 668 a u. b), Unterkiefer mit einem (c) mächtigen schneidenden
Zahn versehen. Ein grosser Nackenstachel hinter dem Kopfe, gelenkig
verbunden mit einem breiten Flossenträger; dahinter eine lange bis
zum Schwanze verlaufende niedere Rückenflosse, von zahlreichen,
stabförmigen Flossenträgern gestützt. Die grossen paarigen Flossen
sind denen der Selachii ähnlich. Die Flossenstrahlen bestehen aus sehr
zahlreichen dicht stehenden Hornfäden. Die Haut ist nackt oder trägt
kleine Placoidschüppchen.
[Illustration: Fig. 668. Ischyodus avita H. v. Meyer. Oberer
Jura. Eichstätt. Gebiss. a = vorderer, b = hinterer Oberzahn; c =
Unterkieferzahn.]
Die in der Gegenwart noch spärlich vertretene Ordnung existirte
vielleicht schon im Devon. Unzweifelhafte Chimären finden sich aber
erst seit dem Jura; aus dem lithographischen Schiefer von Eichstätt
sind vollständige Skelete bekannt. Einzige
Fam. Chimaeridae.
Ischyodus Egerton. (Devon), Jura, Kreide und Tertiär.