Rückenstacheln (Fig. 659) vorhanden (wenigstens bei der Gattung
Sphenacanthus finden sich zwei Rückenflossen, jede mit einem Stachel);
Zähne (Fig. 661 F) mehrspitzig, die Spitzen der Länge nach gestreift
oder gefältelt, die Mittelspitze ist am höchsten. Zähne aus Vasodentin
mit anastomosirenden Canälen (Fig. 656) gebildet. Carbon (Devon) bis
Kreide.
Diese Familie ist nicht scharf von der folgenden, den
Cestraciontidae, zu trennen; auch die Notidanidae und Lamnidae dürften
auf sie zurückgeführt werden.
Cladodus Ag. Zähne mit verbreiterter halbkreisförmiger Basis, mit
mehreren langen, scharfen Spitzen, unter denen die seitlichen
grösser sind als die der Mittelspitze benachbarten. (Devon) und
Steinkohlenformation.
C. striatus Ag. Kohlenkalk von Irland.
Cladodus ist vielleicht besser zu den Proselachii zu stellen, da wie
bei diesen die Brustflosse eine vielgliederige Hauptachse besitzt im
Gegensatze zu allen anderen Selachii. Auch die plattenförmige Zahnbasis
und die getrennt bleibenden Hälften des Schultergürtels weisen dahin.
[Illustration: Fig. 659. Hybodus reticulatus Ag. Rückenflossenstachel
(Ichthyodorulit). Oberer Lias (ε). Ohmden in Württemberg.]
Hybodus Ag. (Fig. 659, 661 F). Zähne mit hoher Mittelspitze und nach
aussen kleiner werdenden Nebenspitzen; Wurzel comprimirt. Die grossen
gefurchten Rückenstacheln tragen am Hinterrande zwei Reihen von Dornen.
Zwei grosse hakenförmige Stacheln hinter der Orbita. Chordascheide
ungegliedert. Trias (Carbon?) bis Kreide.
H. plicatilis Ag. Häufig im deutschen Muschelkalk.
H. reticulatus Ag. (Fig. 659 u. 661 F). Lias von Württemberg und
England.