L. Hisingeri Schm. (Fig. 604). Obersilur. Gotland, Esthland.

Beyrichia M’Coy. (Fig. 605). Schale wahrscheinlich gleichklappig

(C). Oberfläche mit einer wechselnden Anzahl von Wülsten verziert,

die sich in vordere (Kopfwulst -- k), mittlere (Mittelwulst -- m)

und hintere (Schwanzwulst -- s) vertheilen. Der untere Schwanzwulst

beim Weibchen stärker angeschwollen (B s) als beim Männchen. Cambrium

-- Devon in Europa und Nordamerika, sehr häufig im obersten Silur

(»Beyrichienkalk«) Nordeuropas (als Geschiebe im norddeutschen

Flachlande).

B. tuberculata Kloed. sp. (Fig. 605). Oberstes Silur

(Beyrichienkalk). Nordeuropa; nebst zahlreichen anderen Arten in

Geschieben der norddeutschen Tiefebene.

[Illustration: Fig. 604. Leperditia Hisingeri Schm. Obersilur. Gotland.

A Schale gegen die linke Klappe gesehen. B dieselbe von unten, C von

oben. s = linke, s’ = rechte Klappe; a = Augenhöcker; m = Muskelansatz.]

[Illustration: Fig. 605. A, B, D Beyrichia tuberculata Kloed. sp.

Obersilurisches Geschiebe (Beyrichienkalk). Norddeutschland. A linke

Klappe des Männchens, B rechte Klappe des Weibchens. C B. Bronni Reut.

Zweiklappige Schale gegen die Bauchseite gesehen. k = Kopfwülste; m

= Mittelwülste; s = Schwanzwülste. l = Vereinigungslinie der beiden

Klappen auf der Bauchseite.]

Fam. Cypridinidae.

Vorderrand der Schale mit Ausschnitt (Fig. 606 e, f) zum Hervorstrecken

der Antennen. Cambrium -- Gegenwart, hauptsächlich im Devon und in der

Steinkohlenformation.

[Illustration: Fig. 606. A, B Cypridina Phillipsi Jon. Subcarbon.

Irland. A rechte Klappe von der Seite, B von vorn gesehen. C

Entomis serratostriata Sdb. Oberdevon (Cypridinenschiefer). Nassau.

Rechte Klappe von der Seite. v = Vorder-, h = Hinter-, b = Bauch-,

r = Rückenrand der Schale; m = Ansatzstelle des Muskels; e =

Antennenausschnitt; f = Querfurche.]

[Illustration: Fig. 607. Cypridina mediterranea Cost. Q. Lebend.

Mittelmeer. Das Thier in der Schale, von der Seite gesehen. a₁ =

erster, a₂ = zweiter Fühler; pm = Unterkiefer; pf = Putzfuss.]

Cypridina M.-Edw. (Fig. 606 A, B; 607). Schale glatt, zuweilen die

Muskelansatzstelle zeigend (A m). Antennenausschnitt kurz und tief

(e). Steinkohlenformation, Kreide und Lebend in den wärmeren Meeren.

C. Phillipsi Jon. (Fig. 606 A, B). Subcarbon. Grossbritannien.

C. mediterranea Cost. (Fig. 607). Lebend. Mittelmeer.

Von den verwandten, zumeist paläozoischen Gattungen heben wir

hervor:

Entomis Jon. (Fig. 606 C). Schale jederseits mit einer tiefen,

gebogenen Querfurche (f), welche am Rückenrande beginnt. Oberfläche

gestreift (C) oder glatt. Cambrium -- Subcarbon, sehr häufig im sog.

»Cypridinenschiefer« des Oberdevons in Mitteleuropa und am Ural.

E. serratostriata Sdb. (Fig. 606 C).

Zahlreiche Vertreter der übrigen Familien, wie namentlich der

Cytherellidae, Cytheridae und Cypridae sind z. Th. aus paläozoischen,

namentlich aber aus mesozoischen und känozoischen Formationen

bekannt. Die kleinen Schälchen liegen in marinen, brackischen oder

Süsswasserablagerungen oft in Massen zusammengehäuft, wie z. B. Bairdia

in gewissen Schichten der Trias, Cypris in Süsswasserbildungen des

Miocäns.

Die Unterscheidung der verzierten, älteren Ostracoden-Schalen von den

zweiklappigen Schalen der gleichaltrigen Phyllocarida (p. 500) hält

oft schwer oder ist unmöglich, wenn keine weiteren Theile des Thieres

erhalten sind. Wir können uns die Muschelkrebse durch Einbeziehung des

Hinterleibes in die Schale unter theilweisem Verluste der Segmentirung

hervorgegangen denken.

Elemente der Paläontologie · 第 249 / 606 题