3. Fam. Bellerophontidae.

Schale dick, symmetrisch, selten schwach unsymmetrisch eingerollt.

Mitte des Aussenrandes der Mündung mit Einschnitt, der sich nach

hinten in ein Schlitzband fortsetzt. Die Familie ist ausgestorben und,

von wenigen triadischen Nachzüglern abgesehen, auf das Paläozoicum

(Cambrium -- Perm) beschränkt. Angeblich noch in der Kreide. Mehrere

Gattungen.

Die z. Th. ganz ähnlich gestalteten Schalen der Heteropoda

unterscheiden sich durch ihre Zartheit und das Fehlen von

Farbenzeichnungen, wie man solche bei den Bellerophontidae beobachtet

hat.

Bellerophon Montf. (Fig. 335). Schale scheibenförmig bis fast kugelig,

involut. Gewinde oft unsichtbar. Nabel vorhanden oder fehlend, häufig

durch eine Schwiele verdeckt. Innenlippe (A i) schwielig verdickt.

Aussenrand mit Schlitz (s) und daran sich schliessendem, oft jederseits

von einem Kiele (k) eingefasstem oder erhabenem, breitem Schlitzbande

(s’). Oberfläche mit fiederstelligen Anwachsrippen (B), zuweilen auch

mit Spiralstreifen, oder -furchen. Vom Cambrium bis ins Perm reichend,

am häufigsten in der Steinkohlenformation und im Perm (über die ganze

Erde verbreitet). »Bellerophonkalk« der Alpen (Perm).

B. trilobatus Sow. Obersilur und Devon. England. Unterdevon.

Rheinisches Schiefergebirge, Harz.

B. striatus de Fér. & d’Orb. Mitteldevon. Eifel.

B. costatus Sow. } Subcarbon und Carbon.

B. Urei Flem. (Leth. pal., t. 45, Fig. 2) } Europa.

B. bicarenus Lév. (Fig. 335) }

} Subcarbon. Europa.

B. hiulcus Sow. }

B. peregrinus Siche. »Bellerophonkalk« (Oberes Perm) der Südalpen.

[Illustration: Fig. 335. A, B Bellerophon bicarenus Lév. Subcarbon.

Tournay, Belgien. s = Afterschlitz; s’ = Schlitzband, beiderseits von

einem Kiele (k) eingefasst; i = schwielig verdickte Innenlippe.]

Elemente der Paläontologie · 第 160 / 606 题