Steinkohlenformation -- Gegenwart, vorwiegend in der Kreide verbreitet.
Actaeonella d’Orb. (Fig. 328). Schale conisch, oval oder kugelig,
mit zahlreichen Umgängen, nur mit queren Anwachsstreifen; Gewinde
mässig hoch oder niedergedrückt. Mundöffnung lang und schmal, ganz.
Die Spindel vorn verdickt, mit 3 starken Falten. Aussenlippe dünn
und deshalb meist zerbrochen. Z. Th. sehr grosse und dickschalige
Schnecken. Angeblich schon im Malm des Apennin, sehr häufig in der
oberen Kreide, namentlich in der südeuropäischen Hippuritenkreide.
Europa, Kleinasien, Indien, Nordamerika (»Actäonellenschichten«).
A. gigantea Sow. sp. (Fig. 328). Hippuritenkreide. Südfrankreich,
Salzkammergut, Kleinasien. Untersenon. Aachen.
A. laevis Sow. sp. Hippuritenkreide. Südfrankreich, Salzkammergut,
Böhmen.
Avellana d’Orb. (Fig. 329). Schale kugelig; Gewinde kurz. Oberfläche
mit zahlreichen, gleichen Spiralstreifen. Mündung schmal, nach unten
erweitert, halbmondförmig. Aussenlippe (a) verdickt und meist gekerbt.
Spindelrand mit 2 oder 3 Falten (f). Auf die Kreide beschränkt.
A. incrassata Mant. sp. (Fig. 329). Oberer Gault. England,
Frankreich, Schweiz.
A. cassis d’Orb. Cenoman. Frankreich.
[Illustration: Fig. 328. Actaeonella gigantea Sow. sp. Unteres Senon
(Hippuritenkreide). Gosau, Salzkammergut. a = Abbruchstelle des letzten
Umganges; f = Spindelfalten.]
[Illustration: Fig. 329. Avellana incrassata Mant. sp. Oberer Gault.
Frankreich. a = die gekerbte Aussenlippe; f = Falten des Spindelrandes.]
[Illustration: Fig. 330. Bulla ampulla Lin. Pliocän. Asti, Piemont.]