II. Für die Bibliothek.

(Nr. 41,569-42,635.)

=Admont.= +P. Jacob Wichner+, Archivar u. Bibliothekar des Stifts A.:

Ders., Geschichte des Benediktiner-Stiftes Admont. -- =Amsterdam.=

+K. oudheidkundig Genootschap+: Dies., Jaarverslag etc. 1880. 8.

-- =Augsburg.= +Literar. Institut+ von Dr. M. Huttler: Peetz,

volkswissenschaftliche Studien. 1880. 4. -- =Bamberg.= +Historischer

Verein+: 42. Bericht etc. v. J. 1879. 1880. 8. -- =Basel.= Dr. +M.

Heyne+, Univers.-Professor: Führer durch die mittelalterliche Sammlung

zu Basel. 1880. 8. -- =Berlin.= +Kommission für die Ausstellung

prähistor. und anthropologischer Funde Deutschlands+: Katalog der

Ausstellung etc. 1880. 8. Nebst Supplement. +Franz Lipperheide+,

Verlagshndlg.: Muster altdeutscher Leinenstickerei; III. Sammlung:

Alphabete. 1880. 4. +G. Reimer+, Verlagshandlung: Riedel, novus

codex diplomaticus Brandenburgensis; chronolog. Register, Bd. II u.

Namensverzeichniß, Bd. III. 1868. 4. +Verein für die Geschichte der

Stadt Berlin+: Ders., Schriften etc.; Heft XVII. 1880. 8. -- =Bistritz=

(Siebenb.) +Gewerbeschule+: Dies., VI. Jahresbericht etc. 1880. 8. --

=Bonn.= +E. aus’m Weerth+, Professor: Ausstellung der kunstgewerblichen

Alterthümer in Düsseldorf 1880; 2. Aufl. 8. -- =Bremen.= +Freih. Dr.

Herm. v. Eelking+: v. Hellbach, Nachricht von der sehr alten Lieben

Frauen-Kirche und von dem dabei gestandenen Jungfrauen-Kloster zu

Arnstadt. 1821. 8. Nebst Nachtrag etc. 1828. 8. Müller, die Ruinen des

Klosters Hude im Großh. Oldenburg. 1867. 8. Schiller, Ueberblick der

mittelalterlichen Architektur Braunschweigs u. s. nächsten Umgebung.

1863. 4. Fickler, röm. Alterthümer aus d. Umgegend von Heidelberg u.

Mannheim. 1865. 8. Jahresberichte des Künstlervereines in Bremen, 1863.

8. Vierter und fünfter Bericht des Geschäftsausschusses der Abtheilung

des Künstlervereins für Bremische Geschichte und Alterthümer 1865-67 u.

1867-68. 8. Bericht der in der Generalversammlung des Künstlervereins

vom 2. Juni 1870 erwählten Commission. 1870. 8. Statuten des

Künstlervereins zu Bremen. 1871. 8. Nebst 2 Entwürfen. 1871. 8.

Entwurf revid. Statuten der histor. Gesellschaft des Künstlervereins

zu Bremen. 8. Fortegnelse over den k. Malerisamling paa Christiansborg

Slot. 1866. 8. Thorvaldsens Museum. 1861. 8. Smith, kort Veiledning i

Antikkabinettet i Kjöbenhavn: 2 Opl. 1864. 8. Catalog der Ausstellung

von histor. u. Kunstdenkmälern Bremens. 1861. 8. Nebst Nachträgen

etc. Verzeichniß der verkäufl. Gyps-Abgüsse von in Bremen befindl.

älteren Arbeiten des Kunstgewerbes. 1878. Nebst Fortsetzg. I u. II.

8. Katalog zu Gaßner’s Folter-Requisiten etc. 1869. 8. v. Thünen,

Graphein. 1865. 8. -- =Cleve.= +Dr. Jul. Hildebrand+, Gymnasiallehrer:

Bolsecus, kurtze u. warhaffte History v. Leben vnd Wandel, Lehr

vnd Thaten, Todt vnnd Vntergangk, Joannis Caluini Ertzketzers zu

Geneff. 1631. 8. -- =Darmstadt.= +Ernst Wörner+, Rechtsanwalt:

Ders., zur topogr. Entwicklung von Darmstadt i. d. Vergangenheit.

1880. 8. Sonderabdruck. -- =Dresden.= +K. Sammlungen für Kunst u.

Wissenschaft+: Bericht etc, über die Verwaltung etc, in d. J. 1878 und

1879. 1880. 4. -- =Dubrovnik.= +Gymnasium+: Zglav, teatralne starine

u grčkoj tragedij. 1880. 8. Pr. -- =Düsseldorf.= Dr. +J. Schneider+,

Professor: Ders., neue Beiträge zur alten Geschichte u. Geographie der

Rheinlande; 13. Folge. 1880. 8. -- =Frankfurt a. M.= +Musterschule+:

Eiselen, Geschichte des deutschen Schulwesens in Frankfurt a. M. --

=Frauenfeld.= +Histor. Verein des Kantons Thurgau+: Ders., Thurgauische

Beiträge etc.; 20. Heft. 1880. 8. -- =Freiburg i. Br.= +Ludw.

Schmidt+, Buchhandlung: Kißling, polit.-statist. topogr. Ortslexikon

des Großh. Baden. 8. Sing, über die katholischen Zustände in Baden

etc. 1876. 8. -- =Halle.= Dr. +O. Hartwig+, Univers.-Bibliothekar:

Biblia, verdeutscht Dr. M. Luther. 1692. gr, 2. (Kurfürstenbibel.) --

=Hamburg.= +Herm. Grüning+, Verlagsbuchhandlung: Kämmereirechnungen

der Stadt Hamburg; Bd. I. II. 1869 u. 73. 8. +Verein für hamburgische

Geschichte+: Gädechens, histor. Topographie der freien und Hansestadt

Hamburg. 1880. 8. +Dr. jur. Friedr. Voigt+: Den Theilnehmern an der

Generalversammlung des Gesammt-Vereins der deutschen Geschichts- u.

Alterthumsvereine zu Hamburg. 1880. 8. Das letzte mittelalterliche

Haus in Hamburg. 1880. 8. Sonderabdruck. -- =Kahla= u. =Roda=.

+Verein für Geschichts- u. Alterthumskunde+: Mittheilungen etc.; II.

Bd. 2. Heft. 1880. 8. -- =Leipzig.= +Georg Hirth+, Verlagshandlung:

Ders., das deutsche Zimmer der Renaissance; IV. Liefg. 4. Amman,

Kartenspielbuch. 1880. 8. +O. Spamer+, Verlagshandlung: Schmidt,

illustr. Geschichte von Preußen; 22.-24. Heft. 8. -- =Lipto Hradek=

(Ungarn). +Jul. Neudeck+: Ders., Münzen der Quaden. 8. Sonderabdr. --

=Mainz.= +F. Schneider+, Dompräbendat: Bogler u. Schneider, Bodenbeleg

für den Dom zu Köln. 1880. 4. -- =Minden.= +Körber+ und +Freytag+,

Verlagshandlung: Stoy, kurzer Abriß der Geschichte Mindens. 8. --

=Mitau.= +Kurländische Gesellschaft für Literatur u. Kunst+: Dies.,

Sitzungs-Berichte etc.; aus d. J. 1879. 1880. 8. -- =Naumburg.= +Dr.

Paul Mitzschke+, Gymnasiallehrer: Ders., Naumburger Inschriften; 5.

Liefg. 1880. 12. -- =Nürnberg.= +Fleischmann+, Kunstanstaltbesitzer:

Kochbuch. 18. Jahrh. Hs. 4. +Gebert+, Numismatiker: Kurtze Abfertigung

der Fuldaischen ungegründeten Anmerckungen über die vorläufige

ohnumstösliche Gegenbeweisgründe, das uralte Erbhenneb. Amt Fischberg

ursprünglich zu der gef. Grafschafft Henneberg... gehöret. 1749. 2.

Actenmäßige Proceß-Geschichte in Sachen der Freyherrn von Dürckheim

wider die gemeinschaftl. Sponheimische Regierung zu Trarbach etc.

1778. 2. Kurze Geschichte und Actenmäßige Anzeige, was dem hohen

Erzstifft Salzburg auf erfolgten Todfall Kurfürst Maximilian des III.

in Baiern bei dessen Verlassenschaft für Ansprüche und Forderungen

ausstehen. 1779. 2. Memoriale an die hochlöbl. Reichs-Versammlung

zu Regenspurg in Betreff... der zwischen Brandenburg-Onolzbach

und Bayreuth und einem Edlen Rath der freien Reichsstadt Nürnberg

obwaltenden Chaussee-Bau-Differenzien. 1779. 2. 23.-27. Verzeichniß,

was des H. R. Reichs Churfürsten, Fürsten und Stände an des Kais. u.

Reichs Kammer-Gerichts Unterhaltung... bezahlet haben etc. 1798-1802.

2. Fränkischer Kreisschluß vom 16. Okt. 1799, die Abstellung der

Handwerks-Mißbräuche... betreffend. 2. Verhandlungen der auf

churf. höchsten Befehl einberufenen Versammlung ritterschaftl.

Glieder. 1803. 2. Fränkischer Kreisschluß die Vorsorge gegen den

Mißbrauch der Gifte... betreffend. 1804. 2. Beurkundete Nachricht

über den gewaltsamen Einfall einer Abtheilung des Chur-Würtemb.

Militairs... in dem Ort Unter-Hambach. 1804. 8. Aktenmäßige Geschichte

der austregalrichterlichen Entscheidung der von dem reg. Herrn

Reichs-Fürsten zu Babenhausen wider den Herrn Reichs-Grafen von

Sikingen angestellten Vindications- u. Revokatorien-Klage. 1805. 2.

Examen litis inter Baronem de Weichs ab una et Barones de Collenbach ab

altera parte etc. 1780. 2. Genuina ex actis desumpta species facti...

in causa, monasterii de Ebraco contra Lotharium Franciscum, Mogunt.

archiepiscopum etc. 2. Bürgermeister und Rath der Stadt Rostock an

des H. R. Reichs Churfürsten, Fürsten und Stände etc. 1779. 2. Kais.

allergnäd. Commissions-Decret etc. die Abtretung und Umtauschung

etwelcher Landesbezirke zwischen der Krone Frankreich und dem fürstl.

Hause Nassau-Weilburg betr. 1780. 2. Heger, Deduction über den...

Streit der Gemeinde zu Rattelsdorf gegen die Gemeindeglieder zu

Ebing... 1795. 2. Geschichtsmäsige und rechtliche Beleuchtung der...

Druckschrift, betitelt: Oeffentliche Darstellung der Staatsverhältnisse

der k. preuß. Fürstenthümer Anspach und Bayreuth gegen die Reichsstadt

Nürnberg... 1797. 2. Kurze Uebersicht der von dem Herrn Burggrafen

von Kirchberg... dem versammelten Reich vorgelegten Beschwerden etc.

1796. 2. Pro Memoria, die dem horchfrstl. Hauß Baden in Sachen... des

Klosters Schwarzach a. Rh. zugefügte Beschwerden etc. enth. 1781.2.

Unstatthaftigkeit des von dem hochfürstl. Hause Baden in Sachen ...

der Abtey Schwarzach a. Rh.... an die allgem. Reichs-Versammlung

genommenen Rekurses. 2. Aktenmäßige Vorlegung der Beschwerden, welche

dem fürstl. Hause Leiningen durch die ... abgeschlagene Restitution,

dann... durch die.. Verwerffung der.... ergriffenen Revision...

Constitutions-widrig zugefüget worden, und... gegenwärtigen Recursum

an das... Reich veranlasset haben. 1782. 2. Anmärkungen über das

erzbischöfliche Maynzische Rekurspromemoria, welches... 1782...

der allgem. Reichsversammlung mitgetheilt worden; in Sache Abtes,

Priors.. der Abtey Schwarzach a. Rh. eines... wider... Karl Friedrich

Markgr. zu Baden.... letztens.. Friedr. Karl Kurfürsten zu Maynz...

vierten Theils, mandati de restituendo Abbatem in administrationem

monasterii... 1782. 2. Geschichts-Erzählung, was es mit der von

dem kayserl. Reichshofrath nach Absterben des... Friedrich Carl

von Rehboom zu Wien... angemaßten unbefugten Sperre... für eine

Beschaffenheit habe nebst deren rechtlichen Ausführung. Weimar, 1777.

2. Standhafter Beweis, daß die... 1782 von kaiserl. Reichshofrath

in Sachen Frauen Gräfinn von Sternberg... wider Ihre kurfürstl.

Gnaden zu Köln... Hofrath dann Grafen von Beldenbusch und Grafen von

Salm... pto der kölnischen Unterherrschaft Erp und des Zehnten zu

Trevelsdorff erlassene Mandate zu allgemeinem Reichs-... Beschwer

gereichen... Privilegia und Sanctiones .... und Landesverfassung

verletzen und... alle lehenherrliche Befugniß, eröfnete Mannlehen...

in... Besitz zu nehmen, vereiteln würden... Regensburg. 2, Vertheidigte

Eheverbindung des Kathol... Grafen Joh. v. Spanr... mit der Reformirten

Gräfin Karoline Leopoldine zu Sayn-Wittgenstein, nebst rechtlicher

Ausführung, daß...... der Pabst diese vermischte... ganz giltige

Ehe... nicht aufheben -- weder... davon dispensieren könne... 1783.

2. Kurtze Abfertigung der Fuldaischen ungegründeten Anmerckungen

über die... Gegen-Beweis-Gründe, daß das... Erbhennebergische Amt

Fischberg ursprünglich zu der gefürsteten Grafschafft Henneberg

und dem Fränckischen Creyse gehört, und zu demselbigen... seine

Reichs-... Prastande jederzeit entrichtet habe... 1749. 2. Kurtze

Theses und Auszüge, aus denen... Gegen-Beweiß-Gründen und der...

Abfertigung, welche dem... kurtzen Begriff entgegen gesetzet worden

nebst ... Widerlegung der Fuldaischen Schein-Gründe, wodurch...

dargethan wird, daß so wohl der Fränkische Creyß, als das... Hauß

Sachsen... behaupten, das... Amt Fischberg zu der ... Grafschafft

Henneberg und dem Fränckischen Creyse gehöret ... 1751. 2. Schreiben

an des... Fürsten und Bischoffen zu Bamberg... Gnaden, und des...

Marggraffen zu Brandenburg Anspach... von der Fürstl. Regierung zu

Eisenach in der Fischbergischen Sache. Eisenach, 1749. 2. In facto

et jure gegründete considerationes über den von des.. Bischofs und

Fürsten zu Fulda.. Gnaden... in der Fischbergischen Reichs- und

Crayß-Differenz ... gethanen... Antrag. 2. Kurtzer Status caussae die

von dem... Reichs-Cammer-Gericht zu Wetzlar, in der Fischbergischen

Sache auf den... Ober-Rheinischen Creyß incompetenter erkannte

execution betreffend... 2. Pro Memoria in derselben Sache, ohne Titel.

2. Gründliche Belehrung des Publici ab der Ohnerheblichkeit des von

Sachsen-Weimar-Eisenach in der Fischbergischen Amts-Executions-Sach

gegen das Hochstift Fulda ... distribuirten Pro Memoria. 1763. 2.

Kurze Beleuchtung deren... ohngegründeten Considerationen über den

von des.. Bischoff... zu Fulda.. Gnaden... in der Fischbergischen

Executions-Sache.... 1763. 2. und 1 weitere Schrift in der bereits

obenerwähnten gräfl. Spaur’schen Heirathssache, jedoch ohne Titel.

1782. 2. +Sigm. Merkel+, Apotheker: Nova Pratika sa prestopno

léto 1832. 12. +Th. Freih. v. Tucher+: Fest-Schrift für die

Theilnehmer an d. IV. deutschen Brauertag in München, Juli 1880. 8.

Theilnehmer-Karte etc. 1880. 8. Katalog zur Spezialausstellung der

gesammten Brauindustrie. 8. Schmädel, die Vermählung des Gambrinus.

1880. 8. -- =Paris.= +Ministère de l’instruction publique+: Revue

des sociétés savantes des départements; VII. ser., t. II, livr.

2. 3. 1880. 8. -- =Raigern.= +P. Maurus Kinter+, Stiftsarchivar:

Wissenschaftliche Studien und Mittheilungen aus dem Benedictiner-Orden

etc. 1.-3. Hft. 1880. -- =Regensburg.= +Histor. Verein von Oberpfalz

u. Regensburg+: Will, Konrad von Wittelsbach, Cardinal, Erzbischof v.

Mainz u. v. Salzburg, deutscher Reichserzkanzler. 1880. 8. Dr. +C.

Will+, fürstl. wirkl. Rath u. Archivar: Ders., Konrad von Wittelsbach,

Cardinal etc. (w. v.) .... 1880. B. -- =Stuttgart.= +J. Engelhorn+,

Verlagshandlung: Muster-Ornamente etc.; Liefg. 10, 15 u. 16. 4. --

=Ulm.= +Münster-Komité+: Pressel, Münster-Blätter: 2. Heft. 1880. 8.

+Verein für Kunst u. Alterthum in Ulm u. Oberschwaben+: Pressel etc.

(wie vor.) 2. Hft. -- =Wien.= +Alb. Cámesina, Ritter von S. Vittore+:

Flexel, das große Herrenschießen mit der Püchsen in Wien i. J. 1563,

hsg. v. A. Cámesina. 8. +Akadem. Lesehalle:+ Dies., Jahresbericht

etc. üb. d. Vereinsjahr 1879-80. 8. -- =Würzburg.= +Histor. Verein von

Unterfranken u. Aschaffenburg+: Ders., Jahres-Bericht etc. für 1879.

1880. Fries, die Geschichte des Bauernkrieges in Ostfranken; Bnd. II,

1. Lieferg. 1879. 8. -- =Zwickau.= +Verein für Naturkunde+: Ders.,

Jahresbericht etc. 1879. 1880. 8.

Schriften der Akademieen, Museen und historischen Vereine.

+Schriften der physikalisch-ökonomischen Gesellschaft zu Königsberg.+

Einundzwanzigster Jahrgang, 1880. Erste Abtheilung. Königsberg, 1880. 4.

Ueber den Zuwachs der anthropologisch-prähistorischen Abtheilung des

Provinzial-Museums in den letzten beiden Jahren. Von O. Tischler. --

Ueber die Herstellung der alten Steingeräthe. Von dems. -- Ueber Otto

von Guerike. Von Dr. Voigt. --

+Monatsbericht der Königl. Preußischen Akademie der Wissenschaften zu

Berlin.+ Juni 1880. Berlin, 1880. 8. Mit 2 Tafeln.

+Schriften des Vereins für die Geschichte der Stadt Berlin.+ Heft XVII.

Vorgeschichtliche Funde aus Berlin und Umgegend. Festschrift für die

XI. allgem. Versammlung der Deutschen Gesellschaft für Anthropologie

etc. zu Berlin 1880. Im Auftrage der städtischen Behörden verfaßt von

Ernst Friedel... Zweite Auflage. Berlin, 1880. 8.

+Der deutsche Herold.+ Zeitschrift für Heraldik, Sphragistik und

Genealogie. Organ des Vereins „+Herold+“ in Berlin. XI. Jahrg. 1880.

Nr. 7 u. 8. Berlin, 1880. 4. Mit dem Beiblatte Nr. 7 u. 8.

Die adelige Familie von Sundhausen (Sunthausen) in Schwaben. Von

Hübner. -- Wappen und Inschriften von alten Grabsteinen. Von Dr.

G. Schmidt. -- Russische historische Wappen. (Mit Abbild.) --

Staats-Siegel des Walachischen Woewoden Joan Stefan Kantakusino.

(Mit Abbild.) -- Das Wappen derer von Hakenberg II. Von L. Clericus

u. F. Budczies. -- Ein verschollenes Meisterwerk heraldischer

Steinmetzenkunst. Von L. Clericus. -- Beiträge zur altpreußischen

Adelsgeschichte. -- Liste der Offiziere, welche am 13. Aug. 1704 bei

Höchstädt verwundet und bis zum 26. Dez. 1704 in Nördlingen behandelt

worden sind. Mitgetheilt von C. v. B. -- Miscellen. -- Literatur. --

+Monatshefte für Musik-Geschichte+, herausgegeben von der +Gesellschaft

für Musikforschung+. XII. Jahrg. 1880. Nr. 8. Berlin, 1880. 8. Mit 1

Beil. „Das deutsche Lied.“ 2. Bd. S. 53-60. Jakob Regnart. Von Rob.

Eitner. -- Literatur. -- Mittheilungen.

+Jahrbücher der kgl. Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.+

Neue Folge. -- Heft X.

Die Wohnsitze der Cherusken und die Herkunft der Thüringer. Von A.

Werneburg. -- Gesellschaftsangelegenheiten.

+Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte+, herausgegeben

von G. Bruns, P. von Roth, H. Böhlau, A. Pernice. Erster Band. Erstes

u. zweites Heft... XIV. Band der Zeitschrift für Rechtsgeschichte.

Erstes und zweites Heft. Weimar, 1880. 8.

Die Savigny-Stiftung. Von Bruns. -- Kleine Mittheilungen aus

Handschriften. Von Prof. Behrend. -- Ueber den Ersatz verlorener

Urkunden im fränkischen Reiche. Von Dr. Zeumer. -- Zur Geschichte

der Miethe und Pacht in den deutschen und germanischen Rechten des

Mittelalters. Von Dr. v. Brünneck.

+Mittheilungen des Vereins für Anhaltische Geschichte und

Alterthumskunde.+ Zweiter Band. 8. Heft. Dessau, 1880. 8.

Geschichte des zumeist auf dem Anhaltischen Harze gelegenen Amtes

Bärenrode. Von E. Jacobs. -- In terra Kotenensi. Zins- und Lehnregister

der Dompropstei zu Magdeburg vom Banne Köthen, um 1362. Von

Eckstein-Ilberstedt. -- Fürst Leopolds von Anhalt-Dessau Reise nach

Italien, 1693-1695. Von F. Siebigk. -- Annette von Glafey 1778-1858.

Von W. Hosäus. -- Ein Bericht über die Schlacht bei Striegau. Von G.

Krause. -- Eine Gernroder Kaufurkunde. Von H. Wäschke. -- Fragment

eines hochdeutschen Rechtsbuches. Von dems. -- Fragment einer

Handschrift der Alexandreis des Walther von Castelliam. Von dems.

-- Das adelige Fräuleinstift Mosigtau bei Dessau. Von W. Hosäus. --

Vermischtes etc.

+Mittheilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte.+ 3. Jahrg.

1880. Nr. 7-9., Juli-September. Hamburg, 1880. 8.

Vereinsangelegenheiten. -- Die Hansestädte auf dem Rastadter Congreß.

Von Ad. Wohlwill. -- Die Meßgewänder der lutherischen Geistlichen. Von

C. F. Gädechens. -- Glockeninschrift. Von K. Koppmann. -- Das Haus der

Hölle. Von dems. -- Das letzte mittelalterliche Haus in Hamburg. Von J.

F. Voigt. (Mit Abbild.)

+Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtsforschung

zur Beförderung einer Gesammtausgabe der Quellenschriften deutscher

Geschichten des Mittelalters.+ Fünfter Band. Drittes Heft. Hannover,

1880. 8.

Zur Geschichtschreibung der Karolingischen Zeit. Von G. Waitz. --

Die Papstbriefe der Brittischen Sammlung. Von P. Ewald. (Schl.) --

Lateinische Handschriften in St. Petersburg. Von Dr. K. Gillert.

(Forts.) -- Miscellen. -- Nachrichten etc.

+Zeitschrift des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Hannover.+

Herausgegeben von dem Vorstande des Vereins. Redigirt von Keck. -- Band

XXVI. Heft 3. (Jahrg. 1880.) Hannover, 1880. 2.

+Thurgauische Beiträge zur vaterländischen Geschichte.+ Herausgegeben

vom +histor. Vereine des Kantons Thurgau+. Zwanzigstes Heft.

Frauenfeld, 1880. 8.

Vereinsangelegenheiten. -- Die Landsgemeinde des 1. Hornung 1798 in

Weinfelden und die thurgauische Volksregierung der ersten Monate des

Jahres 1798 oder Akten, betreffend die Freilassung der Landvogtei

Thurgau. --

+Koninklijk oudheidkundig genootschap te Amsterdam+, onder bescherming

van Z. M. Koning Willem III.

+Jaarsverslag+ in te twee en twintigste algemeene vergadering op

Maandag 24 Mei 1880, uitgebracht door den voorzitter. 8. Mit 6

autograph. Tafeln.

Vermischte Nachrichten.

123) Nachdem eine Reihe von Jahren hindurch auf der Insel Sylt

Ausgrabungen veranstaltet, die jedoch 1878 und 1879 ausgesetzt worden

waren, hat Professor Hantelmann aus Kiel dieselben im abgelaufenen

Sommer wieder aufgenommen und manche interessante Funde gemacht.

124) +Passau+, 1. Oktober. In Jochenstein bei Oberzell wurde ein

werthvoller Fund gemacht. Das „Augsb. Anzbl.“ schreibt darüber: Einem

Bauern von Jochenstein fiel, so oft er seine Waldung begieng, eine

Steintafel auf, welche mitten im Holze lag, 1,30 Quadratmeter groß; er

beschloß diesen Stein zu heben, hob ihn wirklich dieser Tage und war

sehr erstaunt über den Fund, den er machte, für ihn zwar werthlos, für

Historiker aber von unendlichem Werth. Es waren unter dem Stein sechs

kupferne Kopfringe, vier Armbandspiralen mit je neun Gängen und zwei

Streitäxte, alles reines, hartes Kupfer. Sämmtliche Gegenstände sind

gut erhalten; dieselben hat Herr Säcklermeister Nolde in Obernzell in

Verwahr.

(Südd. Presse, Nr. 235.)

125) Einen seltenen Fund machten in diesen Tagen Steinsprenger auf dem

benachbarten Gute +Weidenau+. Ein großer Stein, welcher einen Hügel

deckte und durch Sprengung beseitigt wurde, legte ein sechseckiges

+Hünengrab+ offen. Dasselbe war 2,30 Meter lang, unten ein Meter breit,

am Kopfende 30 Centimeter weit, und enthielt sechs Urnen, anscheinend

aus blauem Thon, worin Knochenreste und Asche befindlich. Das Grab war

nicht vollständig gefüllt. Herr Gymnasiallehrer Dr. Tappe hat sich

der Mühe unterzogen, die Urnen sorgfältig herauszuheben, um weitere

Untersuchungen anzustellen. Da in unmittelbarer Nähe dieser Grabstelle

ein zweiter, größerer Hügel vorhanden ist, wird beabsichtigt, auch

diesen offen zu legen, weil man darunter ein größeres Grab vermuthet.

(Nordd. Allgem. Ztg., Nr. 428.)

126) In der Umgegend von +Harpstedt+ und +Wildeshausen+ wurden in

der ersten Hälfte des vorigen Monats durch Dr. Hostmann in Celle

und Studienrath Müller in Hannover zunächst in der Gemeinde Wohlde

14 Grabhügel, die rings um einen kleinen, jetzt ausgetrockneten See

gruppiert waren und sich als bis dahin unberührt erwiesen, sorgfältig

nach allen Regeln der Kunst durchgegraben und untersucht. Es fanden

sich jedoch in denselben theils gar keine kenntlichen Reste, theils

kleine Knochenhaufen ohne Urnen, nur in einem eine gewöhnliche Urne

ohne Inhalt. Sodann wurden auf der Ochsenbergsheide, anderthalb

Stunden westlich vor Harpstedt, auf einem Platze, wo sich sechzig

altgermanische Erddenkmäler auch um einen kleinen See gruppieren,

einige derselben mit ähnlichem Resultate wie in Wohlde umgegraben,

hierauf eine andere, etwa eine Viertelstunde östlicher gelegene

Gruppe von 50 Hügeln untersucht, in deren einem allein 60 Gefäße, das

kleinste 10 cm. hoch, 18 weit, das größte 31 cm. hoch und 41 weit,

von den verschiedensten Formen, theilweise mit Henkeln, Deckeln,

Linienverzierungen u. s. w. gefunden wurden, während ein anderer deren

50 enthielt, wieder andere nur wenige Urnen umschlossen; aber auch an

die Hügel anstoßende „Beete“ fanden sich vor, deren eines, 30 Met.

lang, gleichfalls untersucht und auch als Grabstelle durch eine Anzahl

Urnen bezeichnet wurde. Sodann zog sich die Expedition in die Gegend

von Beckum und Büdebusch mit ihren imponierenden Steindenkmälern und

zahlreichen Grabhügeln, wo südlich von letzterem Orte eine Gruppe

von 16, theilweise vorher schon geöffneten Hügeln die Thätigkeit der

Forscher in Anspruch nahm. Ein Hügel ergab 16 Gefäße, darunter ein

verziertes, mehrere mit Deckeln oder Henkeln, meist ansehnlich groß,

eines 40 cm. hoch; andere zeigten solche in geringer Zahl.

Die sämmtlichen an den verschiedenen Orten untersuchten Hügel waren von

reinem Sande aufgeschüttet; Gestein zeigte sich verhältnißmäßig sehr

selten; doch schienen ein paarmal kleinere Haufen von Geröllsteinen

absichtlich angeordnet zu sein. Ein einziges Mal befand sich ein Stein

von ziemlicher Größe in einem Gefäß selbst, ein Vorkommen, das in den

dortigen Urnenfriedhöfen bekanntlich sehr häufig ist. Die Stellung der

Urnen selbst in dem Hügel war verschieden; meistens zeigten sie sich

isoliert, seltener nebeneinander, resp. aufeinander. Der Inhalt war

immer derselbe, Sand mit gebrannten Knochen vermengt; in manchen Fällen

waren kleine Beigefäße hinzugefügt; in zweien fanden sich spärliche,

formlose kleine Stückchen von Bronzebeigaben. Im Ganzen wurden 172

Urnen ausgegraben, so daß deren 10 Kisten voll an das Provinzialmuseum

in Hannover gesendet werden konnten.

(Auszug aus einem umfassenden Berichte in Nr. 10568 des

Hannoverschen Couriers.)

127) +Bonn+, 9. Oktober. Bei den Erdarbeiten zu den Kasernenbauten

vor dem Kölnthor hat man, wie fast bei allen tieferen Erdgrabungen,

die in jener Gegend stattfinden, vielfach +Gegenstände+ gefunden,

welche +aus der Römerzeit+ herrühren. Man stieß laut der „Bonner

Ztg.“ auf Mauerüberreste und Kanäle, die als Ergänzung der Resultate

der im verflossenen Jahre durch Professor aus’m Weerth veranlaßten

Ausgrabungen behufs Feststellung der Lage des ehemaligen römischen

Castrums nicht werthlos sind. Unter den gefundenen Sachen sind zu

erwähnen eine ca. zwei Fuß hohe Urne, in welcher sich Knochenreste

befanden, Säulenstücke, römische Lampen, verschiedene Thongefäße und

Thongefäßreste mit dem Legionenstempel, Platten mit Fußeindrücken von

Menschen und Thieren, Münzen, Schreibgriffel und dergl. An einer Stelle

fand man die Gerippe von ca. 30 Leichen neben einander liegend, dabei

einen Schädel, welcher eine Deckenstärke von 7 Millimeter besitzt; auch

Pferde- und Ochsengerippe wurden vielfach aufgefunden.

(Nordd. Allgem. Ztg., Nr. 477.)

128) +Alzei+, 10. Mai. An der Neumühle zwischen Weinheim und

Mauchenheim tritt die den Walchia-Sandstein bedeckende, der

Eruptionszeit des Melaphyrs angehörige Schicht von Schieferletten

zu Tage. Als nun Herr Neidlinger von hier behufs Erweiterung seines

dort gelegenen Steinbruchs die genannte Schicht abräumen ließ, fand

man in der Tiefe von 5 bis 6 Fuß ein Römergrab. Dasselbe enthielt

einen gewöhnlichen, schlecht gebrannten Krug, eine flache Schale von

(wol nicht echter) Siegelerde mit Töpferstempel von 16 Centimeter

Durchmesser und eine sehr gut erhaltene gläserne Urne von 13½ Centim.

Höhe und einem Oeffnungsdurchmesser von 10½ Centim. Das Glas ist

grünlich und irisiert etwas; eine große Zahl von Rippen läuft an dem

Gefäß als Verzierung herunter. Zwischen diesen Gegenständen lagen

Reste von Wirbeln und anderen Menschenknochen, freilich nur noch

aus phosphorsaurem Kalk bestehend, da die Leimsubstanz gänzlich

herausgebrannt ist.

(Correspondenzblatt des Ges.-Ver. d. d. Gesch.- u.

Alterthumsvereine, Nr. 6[270].)

129) Dieselbe Nummer des Correspondenzblattes, der wir die

vorhergehende Notiz entnommen, bringt auch einen längeren Aufsatz über

den Fund einiger merkwürdiger römischer Steine mit Skulpturen und

Inschriften, welche im Frühjahre in der Gemarkung Neckarau gemacht

wurde. Die Steine sind in die Sammlungen des Alterthumsvereins in

Mannheim gekommen, während die Nachgrabungen als Resultat erkennen

ließen, daß dort an einem alten Zusammenflusse von Neckar und Rhein, in

der Nähe Altripps, eine römische Niederlassung sich befand, daß aber

der Lauf des Rheins damals ein anderer war und Altripp auf dem rechten

Rheinufer lag.

130) Im vorigen Monat wurde in der Nähe +Aachens+ eine +römische Villa+

aufgedeckt. Die Aufgrabung wurde unter Leitung des Conservators des

Museums-Vereins in Aachen, Hauptmann a. D. Berndt, ausgeführt, nachdem

schon 1876 im Propstei-Walde, nahe der Station Stolberg der rheinischen

Eisenbahn, Stücke behauenen Sandsteines gefunden worden waren. Die

Grabungen legten Mauern eines römischen Baues in der Höhe von ½ bis 3

Meter bloß. Das Baumaterial, behauener Kohlensandstein, in der Nähe

des Platzes gebrochen, der Mörtel, die Form der im Schutt gefundenen

Ziegel, ein an mehreren Stellen aufgedeckter Estrich, Topfscherben mit

römischen Stempeln und viele andere kleine Funde lassen jeden Zweifel

schwinden, daß hier die Ueberbleibsel einer römischen Ansiedelung

vorhanden sind; auffallend stimmt auch die Größe der Anlage, welche 37

Meter lang und 21 Meter breit ist, mit den Maßen der Villa überein,

welche südlich des Römercastells, der Saalburg, bei Homburg gefunden

worden ist. Die Ergebnisse scheinen bedeutend genug, um die völlige

Bloßlegung der Villa zu unternehmen, da man aber, wird der „Köln. Ztg.“

geschrieben, zu der Ueberzeugung kommen mußte, daß vor Eintritt des

Winters die Arbeit nicht beendigt sein könnte, so ist die Aufgrabung

vorläufig bis zum nächsten Jahre eingestellt worden.

(Augsb. Postztg., Nr. 240.)

131) +Bingen+, 27. Mai. Hinter der Burg Klopp sind beträchtliche

+fränkische Grabfunde+ gemacht worden, namentlich ist ein Grab durch

eine reiche Schmuckkette aus länglichen gebohrten Amethist in größerer

Zahl nebst vielen Zierscheiben aus Gold mit Filigran, sowie zwei großen

goldtauschierten Fibeln, Schnallen etc. und prächtigen Perlenketten aus

farbigen Fritten und Bernsteinstücken ausgezeichnet. Die Fundstücke

befinden sich in Privatbesitz.

(Correspondenzblatt d. Ges.-Ver. d. d. Gesch.- u. Alterth.-Ver.

Nr. 7.)

132) +Aus der Pfalz.+ Die +Restaurationsarbeiten+ auf der +Limburg+

machten es nöthig, nicht nur den westlichen Pfeiler der großen

Kuppelung abzutragen und wieder aufzusetzen, sondern auch die

kleinere nordwestliche Kuppel mit Cement auszuwerfen und eine Reihe

von Fensterbögen zu renovieren. Nachdem nun zur Erleichterung der

beträchtlichen Kosten vom Herrn Regierungspräsidenten v. Braun der

Stadtverwaltung von Dürkheim ein Zuschuß von 300 m. bewilligt wurde,

ist es ermöglicht, den Pfeiler in seiner ganzen bisherigen Höhe

mitsammt dem Bogenaufsatz wiederherzustellen. Zugleich wird die arg

vernachlässigte Krypta in einen besseren Zustand versetzt, indem Schutt

und Unkraut aus derselben entfernt und die zahlreichen vorhandenen

Trümmer von Säulen, Inschriften, Ornamenten, Fensterbögen etc. in

geeigneter Weise aufgestellt werden. Die Schönheit der Krypta tritt

jetzt erst in ihrer wahren Gestalt hervor und die über 100 Stück

betragenden, theilweise höchst kunstreich ausgearbeiteten Gegenstände

werden einen wirkungsvollen malerischen Schmuck der alten Klosterruine

bilden.

(Nürnberger Presse, Nr. 278.)

133) Die Darmstädter Zeitung enthält in Nr. 285 einen Artikel über

die Agathakirche in Mainz, deren Restauration geringe Anerkennung des

Verfassers findet, jedoch das Verdienst hat, das bisher vermauerte

Durchgangsthor zwischen Thurmhalle und Kirche wieder geöffnet zu haben,

dessen derb gedrungene Gliederung auf das 12. Jahrh. hinweist, während

sich in der Wölbung skulpierte Bogensteine von höchst alterthümlicher

Erscheinung finden, deren Bloßlegung ein wirklicher Gewinn ist.

In den Altären fanden sich nebst Reliquien die Konsekrationsurkunden

von 1410 und 1448 vor, die letztere in einem gerippten grünen Glase

aufbewahrt. Da sich nur wenige Gläser aus dem Mittelalter erhalten

haben, mindestens wenige datierbare, so bietet auch dieser Fund großes

Interesse.

134) +Ballenstedt+, 11. Oktober. Das „B. Kr.-Bl.“ meldet: Die auf

höchsten Befehl Sr. Hoheit des Herzogs durch den Bauinspektor Mauer in

der hiesigen Schloßkirche am 7. d. M. eingeleiteten Nachforschungen

nach dem +Grabe des Markgrafen Albrecht des Bären+ haben insofern

bereits einen günstigen Erfolg gehabt, als am Abend des 10. d. M. und

heute früh durch den Obengenannten persönlich unter der, zwischen den

beiden westlichen Thürmen der alten romanischen Kirche befindlichen

Kapelle St. Nicolai (jetzt Speisekammer) das Vorhandensein zweier

Steingräber mit menschlichen Ueberresten festgestellt wurde. Ob man

wirklich das Grab Albrechts des Bären nebst Gemahlin vor sich hat, kann

-- wenn überhaupt möglich -- erst nach Aufdeckung der Gräber ermittelt

werden.

(Deutsch. Reichsanzgr., Nr. 242.)

135) Zu +Herlisberg+, ca. 6 Stunden von Luzern entfernt, bearbeiteten

im Mai d. J. zwei Brüder einen Kartoffelacker, auf welchem, wie

man erzählt, im vorigen Jahrhundert das Häuschen eines Waldbruders

gestanden habe. Die Sage berichtet ferner, daß der Bewohner dieses

Häuschens bedeutende Geldsummen besessen habe. Während der Arbeit

fand kurze Zeit nach einander jeder der Brüder ein Goldstück, welche

mir zur Bestimmung überbracht wurden. Das eine war ein Goldgulden des

Erzbisthums Trier von Werner v. Falkenstein (1388-1418), das andere

ein Goldgulden des Erzbisthums Cöln von Dietrich II. v. Mörs (1414-63)

geprägt.

+Luzern.+ +Ad. Inwyler.+

(Numism.-sphrag. Anzeiger, Nr. 7 u. 8.)

136) Zu +Döllen+ bei Groß-Welle im Regbez. Potsdam fand der Kossäth

Ludwig Schulz beim Abbruch seines Stalles eine Anzahl Münzen im

Gesammtgewicht von 5½ Pfund. Der Fund bestand zum großen Theil aus

Thalern und einigen kleinern Münzen aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

Näheres über den Inhalt hat sich leider nicht feststellen lassen. Der

kleine Schatz ist angeblich in „feste Hände“ übergegangen; vielleicht

aber begegnen wir ihm bald wieder bei einem der Berliner Münzhändler.

(Daselbst, Nr. 7 u. 8.)

137) Beim Ausschachten eines Grundstückes in +Görlitz+ wurde Mitte

September etwa 1½ Fuß tief in der Erde ein Topf mit über +600 Stück

alten Münzen+ gefunden. Einige derselben hatten die Größe der

früheren Zwei-Thalerstücke und trugen die Jahreszahlen von 1585 bis

1615; andere hatten Thalergröße und noch andere bezeichneten wieder

Drei-Groschenstücke aus der Zeit von 1543 bis 1545. Die meisten der

Geldstücke sind den früheren Acht-Groschenstücken sehr ähnlich und

ziemlich gut erhalten.

(Daselbst, Nr. 9.)

138) +Straubing+, 27. Aug. Im sog. städtischen Zeughause hatten

sich seit Jahrhunderten allerlei alte Waffen, Rüstungen, Bildwerke

angesammelt; unbeachtet und unverstanden lagen die Sachen in jenen

abgelegenen, dunklen und feuchten Räumlichkeiten, und in Straubing

selbst werden Wenige eine Ahnung davon gehabt haben, daß dort

hinten sonderliche Kostbarkeiten sich befänden. Wie das „Straub.

Tagbl.“ mittheilt, fand Herr Hauptmann Wimmer, ein unermüdeter und

erfolgreicher Forscher in historischen Dingen, daß hier äußerst

werthvolles Material für eine interessante und lehrreiche Sammlung

durcheinander liege, und war bereit, sich der vernachlässigten

Schätze anzunehmen. In dem hellen, trockenen und geräumigen Saale am

Stadtthurme ist nun eine Sammlung aufgestellt und in musterhafter

Weise geordnet. Ihrer Herkunft entsprechend bestehet der größte Theil

der Sammlung aus Waffen und Rüstungen. Außerdem sehen wir: Porträte

berühmter Straubinger, wie Simon Höller, Ulrich Schmidl; Bilder

bayerischer Fürsten und Fürstinnen; allerlei auf die Stadt bezügliches

Bildwerk in Zeichnung und Vervielfältigungsdruck; Statuen in Thon

und Stein; treffliche Werke alter Straubinger Meister, daneben auch

Ausbeute sachkundiger Nachgrabungen nach Ueberresten römischer und

altdeutscher Vorzeit.

(Südd. Presse u. Münchn. Nachr. Nr. 203.)

139) In +Stockholm+ ist ein +historisches Artillerie-Museum+ nach

dreijähriger Arbeit von dem Artillerie-Hauptmanne F. A. Spak vollendet

und dem Publikum geöffnet worden. Dasselbe enthält 12 Abtheilungen:

Kanonen und Fuhrwerke; Modelle; Geschoße zu Geschützen; Instrumente,

Ladewerkzeuge etc.; Kanonenmetalle und Modelle von gesprengten

Kanonen; Sattel- und Riemenzeug; Kleidungs- und Ausstattungsstücke;

Fahnen und Standarten; Handschußwaffen; scharfe Waffen; Geschosse zu

Handwaffen; Werkzeuge zur Gewehrfabrikation, zum Kugelgießen etc.

Dazu gehört auch ein Archiv mit etwa 1000 Zeichnungen vom Jahre 1500

bis zur Neuzeit, Abbildungen und einer Sammlung älterer und neuerer

artilleriewissenschaftlicher Werke. Etwa 200 Kanonen, deren Mehrzahl

Kriegsbeute ist, sind reihenweise im Hofe des Museums aufgestellt;

andere stehen im Erdgeschosse, darunter 8 französische, welche der

General Cardell von Leipzig heimgebracht hatte. Als Werthgegenstände

sind ein paar Falkonette und eine Feldschlange zu bezeichnen, die

als Kriegsbeute aus dem polnischen Kriege Karls X. herrühren. Die

reich mit Figuren und Wappen verzierten Falkonette sind 1557 in

Nürnberg gegossen. Die Reihe der Geschütze setzt sich fort bis zu den

neuesten. Die Wände und Pfeiler der Gallerie sind mit den Uniformen

des schwedischen Heeres vom Jahre 1600 bis heute geziert. Die Gewehre,

Pistolen, Hieb- und Stichwaffen gehen zurück bis zum Jahre 1500. Alle

Handwaffen, 800 an der Zahl, sind streng systematisch nach der Zeit und

nach den Ländern, denen sie zugehören, geordnet.

(Deutsch. Reichsanzgr., Nr. 193.)

140) In den Tagen vom 30. September bis 2. Oktober hielt die

historische Commission ihre diesjährige Plenarversammlung.

Nach dem Geschäftsbericht über das verflossene Jahr und den im

Laufe der Verhandlungen gemachten Mittheilungen sind alle Arbeiten

der Commission in erfreulichem Fortgang. Seit der vorjährigen

Plenarversammlung sind im Drucke fertig geworden:

1) Die Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis ins 16.

Jahrhundert. Bd. XVI. -- Die Chroniken der niedersächsischen

Städte. Braunschweig, zweiter Band.

2) Briefe und Akten zur Geschichte des sechzehnten Jahrhunderts

mit besonderer Rücksicht auf Bayerns Fürstenhaus. Zweiter Band.

-- Beiträge zur Reichsgeschichte 1552. Bearbeitet von +Aug. von

Druffel+.

3) Geschichte der Wissenschaften in Deutschland. Neuere Zeit.

Band. XVIII. Erste Abtheilung. Geschichte der deutschen

Rechtswissenschaft von +R. Stintzing+. Erste Abtheilung.

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit, 27. Band, 1880 Organ des Germanischen Museums · 第 113 / 173 题