(Nr. 4727.)
=Nürnberg.= +Ottenberger+: Lebküchner. Grabzettel, ausgestellt von
Leonhard Grundherr für den Bierbrauer Heinrich Bergner, auf St.
Rochuskirchhof zu Nürnberg. 1611. Perg.
Schriften der Akademieen, Museen und historischen Vereine.
+Correspondenzblatt des Gesammtvereins der deutschen Geschichts- und
Alterthumsvereine.+ Herausgegeben von dem Verwaltungsauschusse dess. in
Darmstadt. Achtundzwanzigster Jahrgang. Nr. 5. Mai 1880. 4.
Angelegenheiten des Gesammtvereins. -- Ueber mittelaltrige
Ortsbefestigungen, Landwehren, Warten und Paßsperren mit besonderer
Berücksichtigung auf die hessischen und angrenzenden Territorien. Von
E. Wörner und Max Heckmann. Forts. (Mit Abbild.) -- Wirksamkeit der
einzelnen Vereine etc.
+Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Alterthumskunde.+
N. F. Achter Band. 3. u. 4. Heft. Kassel, 1880. 8.
Einige Bemerkungen zur Beleuchtung der Frage: Ob Papin 1707 bei seiner
Schifffahrt von Kassel nach Münden die Kraft des Wasserdampfes
als Motor gebraucht... habe. Von Dr. B. Stilling. -- Das sogen.
Dampfschiff Papins. Entgegnung auf die Abhandlung Stillings...: Einige
Bemerkungen etc. Von E. Gerland. -- Ein Schreiben des Landgrafen
Wilhelm IV. an den Magistrat von Straßburg. Mitgeth. durch von Apell.
-- Gottfried Ernst von Wutginau. Von v. Stamford. Schloß Boyneburg.
Von Jul. L. Chr. Schmincke... Mit einem Grundriß. -- Geschichte der
ursprünglich französisch-reformierten Waldenser Gemeinde Waldensberg im
Ysenburg-Wächtersbachischen. Von Aug. Wilh. Bayer.
+Mittheilungen+ an die Mitglieder +dess. Vereins+. Jahrgang 1879,
II. III. und IV. Vierteljahrsheft, und Jahrgang 1880, I. und II.
Vierteljahrsheft.
+Schlesiens Vorzeit in Bild und Schrift.+ 44. Bericht des ... +Vereines
für das Museum schlesischer Alterthümer+. Breslau, ausgegeben im Juni
1880.
Ueber die Sammlung von Stammbüchern (77 Stück) in der Stadtbibliothek
zu Breslau. Von Dr. E. Volger. -- Veit Stoß, der Jüngere, † 1569. Von
Dr. H. Luchs. Mit 1 Tafel. -- Vereinsnachrichten.
+Korrespondenzblatt des Vereins für siebenbürgische Landeskunde.+
Redigiert von Joh. Wolff. III. Jahrg., Nr. 8. Hermannstadt, 15. Aug.
1880. 8.
Anregungen und Aufgaben. Zum Wörterbuch. Von J. Wolff. -- Honterus
und Luthers Testament. Von Fr. Teutsch. -- Sprache, Brauch und Sitte.
Der Schaaser Bauer in der Feldarbeit. Von Mart. Müller. -- Kleine
Mittheilungen. -- Literatur. -- Miscellen.
+Blätter des Vereins für Landeskunde von Niederösterreich.+ N. F. XIII.
Jhg., Nr. 1-12. Wien, 1879. 8.
Die Eroberung Niederösterreichs durch Mathias Corvinus in den Jahren
1482-1490. Von Dr. K. Schober. -- Die Grafen von Plaien-Hardegg.
Von Joh. Wendrinsky. -- Das Project einer höheren Töchterschule
unter Kaiser Josef II. und das k. k. Civil-Mädchenpensionat in
Wien. Von G. Wolf. -- Welches Haselbach ist als Thomas Ebendorfer’s
Geburtsort anzusehen? Von Ed. Haas. -- Oesterreichische (Wiener-)
Dialect-Ausdrücke. Von D. V. Göhlert. -- Nachträge zu Meillers
Regesten der Babenberger. Von Joh. Wendrinsky. -- Die Grafen Raabs.
(Schl. Regesten.) Von dems. -- Der Maler Martin Joh. Schmidt, gen.
der „Kremser Schmidt.“ Sein Leben und seine Werke. (Schl.) Von Dr.
Anton Mayer. -- Die n. ö. Landprofosen. Von Alois König. -- Aus einem
alten Rapular der Schützen und Schützenfreunde Stockerau’s. Von C. M.
Blaas. -- Die Hauslöcher in Niederösterreich. Von Dr. G. Riehl. --
Vereinsangelegenheiten. -- Literatur.
+Topographie von Niederösterreich+.... hrsg. von +dems. Vereine+.
Zweiter Band. Sechstes Heft (Bogen 50-57).
Der alphabetischen Reihenfolge der Ortschaften, bearbeitet von M. A.
Becker, drittes Heft (Bogen 16-23). Wien, 1879. 4.
+Mittheilungen des k. k. österreich. Museums für Kunst u. Industrie.+
(Monatsschrift für Kunst und Kunstgewerbe.) XV. Jhg. Nr. 179. Wien, 1.
Aug. 1880. 8.
Die niederösterreichische Gewerbe-Ausstellung 1880. -- Die Restauration
der Kanzel des St. Stefans-Domes. Von K. Weiß. -- Literatur. -- Kleine
Mittheilungen.
+Der Kirchenschmuck.+ Blätter des +christlichen Kunstvereines der
Diöcese Seckau+. XI. Jahrgang, 1880. Nr. 8. Graz, 1880. 8.
Die Kirche des ehemaligen Chorherrenstiftes Eberndorf in Kärnten.
-- Das bischöfliche Schloß Seggau bei Leibnitz. -- Das St.
Walburgis-Kirchlein bei St. Michael. -- Allerlei über die Uebung
christlicher Kunst in der Gegenwart in Tirol. -- Notizen.
+Sitzungsberichte der mathemat.-physikalischen Classe der k. b.
Akademie der Wissenschaften zu München.+ 1880. Heft. I-III. München,
1880. 8.
+Sitzungsberichte der philosophisch-philologischen u. historischen
Classe ders. Akademie.+ 1880. Heft I. München 1880. 8.
+Die Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis ins 16. Jahrhundert.+
Sechzehnter Band. Die Chroniken der niedersächsischen Städte:
Braunschweig. Zweiter Band. Herausgegeben durch die +historische
Commission bei ders. Akademie+. Leipzig, 1880. 8. LXIX. u. 672 Seiten.
+Forschungen zur deutschen Geschichte.+ Herausgegeben von +ders.
Commission+. Zwanzigsten Bandes drittes Heft. Göttingen, 1880. 8.
Das an die Stadt Mainz von Erzbischof Adelbert I. ertheilte
Privilegium. Von C. Hegel. -- Die Wahl Kaiser Friedrichs I. Von Dr. C.
Peters. -- Der Architrenius des Joh. von Anville. Von Dr. K. Francke.
-- Zur Geschichte Innerösterreichs im Jahre 1600. Von Dr. F. M. Mayer.
-- Kleinere Mittheilungen: Die continuatio Bedae, ihre vermuthlichen
Verfasser und die Einsiedler Balthere und Echa. Von Dr. H. Hahn. -- Ein
Aktenstück zur Geschichte der römischen Kirche unter Kaiser Heinrich
III. Von K. Beyer. -- Zur Lebensbeschreibung des Erzbischofs Norbert
von Magdeburg. Von Dr. G. Hertel. -- Zur Translatio S. Annonis. Von B.
Simson. -- Sigmar und Bernhard von Kremsmünster. Von G. Waitz. -- Zu
den Verträgen von Blois vom 22. Septbr. 1504. Von Dr. G. Heidenheimer.
+Kunst und Gewerbe.+ Wochenschrift zur Förderung deutscher
Kunst-Industrie. Herausgegeben vom +Bayrischen Gewerbemuseum zu
Nürnberg+. Redigirt von Dr. O. v. Schorn. Vierzehnter Jahrgang; 1880.
Nr. 31-36. Nürnberg, 1880. 8.
Die allgemeine italienische Kunstausstellung in Turin. II. Die
kunstgewerblichen Alterthümer. Von Herm. Billung. Kleine Nachrichten.
-- Literatur etc. -- Abbildungen: Abgewickeltes Ornament des
Säulenschaftes vom Brunnen im Schloßpark zu Buchwalde (Schlesien.) --
Vom Portal am Schlosse zu Fischbach (Schles.) -- Pokal und Kanne von
Gg. Wechter. -- Grotesken nach einem Stich von Dan. Hopfer. -- Entwurf
eines Glases von della Bella. -- Krystallgefäß vom 16. Jahrh. --
Grotesken von Pocetti. Aus den Hallen der Uffizien in Florenz.
+Mittheilungen des Bayrischen Gewerbemuseums zu Nürnberg.+ Beiblatt
zur Wochenschrift: +Kunst u. Gewerbe+. Redigiert von Dr. O. v. Schorn.
Siebenter Jahrgang. 1880. Nr. 16-18.
Bekanntmachungen. -- Anzeigen. -- Notizen.
+Blätter für Münzfreunde.+ Numismatische Zeitung. Organ des
+Münzforscher-Vereins+. Herausgegeben von H. Grote. Sechzehnter
Jahrgang. Nr. 87. 15. August 1880. 4. Mit 1 lithogr. Tafel.
Münzzeichen der Stadt Chorbach (?). Von H. G. -- 22 Kupfer-Jetons der
Stadt Besançon. Von J. S. -- Regensburger Marken. Von Schratz. --
Rollbatzen (Anfrage). Von H. G. -- Literatur. -- Miscellen.
+Schriften des Vereins für die Geschichte Berlins.+ Berliner Urkunden.
Bogen 104 bis 129. nebst Titel und Register zum ersten... Bande des
Urkundenbuchs. S. 413-514. 2.
Vermischte Nachrichten.
114) Bei +Auvernier+ ist, wie wir in der „N. Z. Z.“ lesen, eine +neue
Pfahlbautenstation+ entdeckt worden. Die Funde stammen größtentheils
aus der Steinzeit, und Bronze hat sich bis jetzt verhältnissmäßig
wenig gezeigt. Dagegen glaubt der Entdecker, auf die Ueberreste einer
Gießerei gestoßen zu sein, indem er bereits verschiedene Gießformen zu
Tage gefördert hat.
(Deutscher Reichsanzgr., Nr. 213.)
115) Bei Gelegenheit der Ausgrabungen auf der Stelle des alten Domes
zu Berlin hat man unterhalb der Fundamente der Grüfte eine Sandschicht
und in derselben einen schön bearbeiteten, an einer Seite durchbohrten
Feuerstein gefunden, der bezeugt, daß der Platz des alten Domes bereits
in prähistorischer Zeit als menschliche Wohnstätte gedient hat. (Nordd.
Allg. Ztg., Nr. 402.)
116) +Kassel+, 27. August. Unsere Gegend scheint eine Fundgrube
für +prähistorische Gegenstände+ werden zu wollen, indem durch die
Bemühungen kundiger Herren manche Alterthümer an das Tageslicht
gebracht werden, welche wohl 2000 Jahre oder gar noch länger unter
der Erde geruht haben. So hat in den letzten Tagen Herr Dr. med.
Schwarzkopf zu Wolfsanger im sogenannten Hardtwalde bei Spiekershausen,
am rechten Ufer der Fulda (zur Provinz Hannover gehörig), einen
Grabhügel entdeckt, der gestern geöffnet wurde und eine reiche
Ausbeute geliefert hat. Es fanden sich dort Pfeile aus Knochen,
Bronzegegenstände, Ringe etc., sowie Knochenreste. Das Grab dürfte
sich wol schon lange vor Beginn der christlichen Zeitrechnung über den
Leichnamen geschlossen haben, die es deckte. Die gefundenen Gegenstände
werden jedenfalls dem hiesigen Museum überwiesen werden, das seit
mehreren Jahren einen bedeutenden Zuwachs solcher Antiquitäten aus
unserem Regierungsbezirke und dessen nächster Umgebung erhalten hat.
(Nordd. Allg. Ztg., Nr. 403.)
117) Verschiedene Zeitungen bringen Nachrichten über einen Fund von
Goldgegenständen, der auf 50,000 fl. an Gold geschätzt wird und in
+Schmiegen+ bei +Elisabethstadt+ (Siebenbürgen) gemacht wurde. Die
Nachrichten sind, wie leider so häufig, nicht ganz klar. Es sollen
Goldbarren, massive Kettenglieder, Stäbe zur Herstellung solcher
und rohe Schüsseln sein, die aus der Erde kamen und von ungemein
hohem Alter sein sollen, -- wenn nicht irgend welche Gegenstände
eingeschmolzen worden und in diese einfachste Form gebracht worden
sind, um das Material bequemer zu vergraben.
118) Nach einer ausführlichen Notiz in den Mittheilungen der k. k.
Cent. Com. f. K. u. hist. Denkmale wurde im vergangenen Frühjahre
wieder eine Grabstelle der bekannten Nekropole bei Zlonic eröffnet,
in welcher sich ein Skelett in halbsitzender Stellung befand. Eine
kleinere Urne aus grobem, grauem Thon, ein 6 cm. langer, dreiflächiger
Polierstein, eine Bronzenadel und ein Armband aus 12 Bernsteinperlen,
(zwei längere Perlen aus kalkartiger Masse), an dem 2 goldene,
spiralförmige Ringe hiengen, bildeten die Beigabe. Das Grab selbst war
aus Steinen zusammengesetzt.
119) Conservator Dungl hat an die Centralkommission berichtet, daß
er 76 Hügelgräber bei Bischofstetten und S. Leonhard gefunden habe.
52 Tumuli liegen auf vor einigen Jahren gerodeter Waldstelle, die
übrigen im Walde. Sieben Hügel wurden untersucht, zwei waren schon alt
durchsucht und wieder zugeworfen; in zweien waren die Beigaben durch
Ausgrabung darauf stehender Bäume zerstört, drei erwiesen sich intakt.
Sämmtliche untersuchte Hügel sind Brandgräber aus der römischen Zeit.
(Mittheilungen d. k. k. Cent. Com. z. Erf. u. Erh. d. Kunst- u.
hist. Denkmale, VI. Bd. 3. Heft.)
120) +Ravensburg+, 29. Aug. Am letzten Freitag war die Römerstation
„Herrgottsfeld“ von hier aus sehr zahlreich besucht. Dr. Miller
erläuterte die Lokalitäten und die Fundgegenstände, bestehend in
Mosaikstücken, Gefäßstücken, Ziegelplatten, einer beinernen Haarnadel,
Pfannen, Küchenresten u. dgl. Auch eine Silbermünze aus der Zeit des
Kaisers Hadrian wurde noch gefunden. Das in seiner Grundrichtung an
verschiedenen Punkten aufgedeckte Gebäude, an seinen vier Flanken einst
mit Thürmen versehen, mißt eine Breite von 50 und eine Länge von 90
Metern. In den nächsten Tagen werden die aufgedeckten Mauerreste u.
dgl. jedenfalls noch zu sehen sein.
(Staats-Anzeiger f. Württemberg, Nr. 203.)
121) +Wiesbaden+, 26. August. Hier wurde, wie man der „A. Z.“ meldet,
am Anfang dieses Monats bei dem Kanalbau in der Friedrichsstraße ein
für die Geschichte der Stadt sehr +interessanter Fund+ gemacht, nämlich
derjenige eines +altchristlichen Grabsteines+ mit der Inschrift: „Hic
iacet in pace Votrilo an. L.“ zu Deutsch: „Hier liegt in Frieden
Votrilo, 50 Jahre (alt)“; darunter befindet sich das Monogramm
Christi mit Alpha und Omega. Es ist dies die siebente altchristliche
Inschrift, welche man in Wiesbaden gefunden. Nach dem Inhalte der
Inschrift, sowie der Technik derselben zu urtheilen, stammt der
Stein etwa aus der ersten Hälfte des sechsten Jahrhunderts, indem
Votrilo, dessen Name ohne Zweifel ein germanischer ist, zwischen
530 und 550 gestorben sein mag. Die Fundstätte befindet sich in der
Gegend der Stadt, durch welche einst die altrömische Straße von dem
Kastell auf dem Heidenberg nach Mainz führte. Da man in derselben
Nähe schon vor einigen Jahren ebenfalls altchristliche Grabsteine
gefunden hat, scheint es festzustehen, daß hier nach dem Aufhören der
Römerherrschaft ein fränkischer Begräbnißplatz lag. Der neue Fund ist
der Alterthümersammlung zu Wiesbaden einverleibt worden.
(Nordd. Allg. Ztg., Nr. 405.)
122) Nächst Petronell wurden wieder mehrere interessante Funde aus
der Römerzeit gemacht. Unter Anderem hat der Bäckermeister Gruber in
Petronell selbst einen Grabstein gefunden, dessen Inschrift auf einen
römischen Centurio Bezug nimmt und seine militärische Laufbahn genau
erzählt. Auf dem Sockel sind militärische Embleme, ein Panzer, ein Helm
und ein Relief angebracht, welches einen Mann darstellt, der ein Pferd
führt.
(Das Vaterland, Nr. 242.)
Verantwortliche Redaction: Dr. +A. Essenwein+. Dr. +G. K. Frommann+.
Verlag der literarisch-artistischen Anstalt des germanischen Museums in
Nürnberg.
Gedruckt bei +U. E. Sebald+ in Nürnberg.