III. Für das Archiv.

(Nr. 4726.)

=Hechingen.= +v. Sallwürk+, Rektor: Peinlicher Gerichtsprozeß gegen

Cleopha Beiterin, Theiß Riesters in Feldorf Eheweib, wegen Kindsmord.

1580. Akten.

Schriften der Akademieen, Museen und historischen Vereine.

+Monatshefte für Musik-Geschichte+, herausgeg. von der +Gesellschaft

für Musikforschung+. XII. Jahrg. 1880. Nr. 6 und 7. Berlin, 1880. 8.

Mit einer Beilage: „Das deutsche Lied“; 2. Band, S. 41-43.

Die Toten des Jahres 1879, die Musik betreffend. (Schl.) -- Jacob

Regnart. Von Rob. Eitner. -- Waren die „Spielleute“ des Mittelalters

von der Kirche exkommuniziert? Von W. Bäumker. -- Mittheilungen.

+Der deutsche Herold.+ Zeitschrift für Heraldik, Sphragistik und

Genealogie. Organ des Vereins „+Herold+“ in Berlin. XI. Jahrg. 1880.

Nr. 4-6. Berlin, 1880. 4. Mit dem Beiblatte Nr. 4-6.

Vereinsangelegenheiten. -- Heraldische Ausstellung im Haag. Von G.

-- Beitrag zur Geschichte des Ursprungs und der Entwicklung des

Wappenwesens. Von J. A. M. Mensinga. -- Zur Kunstbeilage. Von Ad. M.

H. (Mit 1 Tafel). -- Das Geschlecht von Iggenhausen. Von J. Grafen von

Oeynhausen. -- Das Wappen der ausgestorbenen Familie von Hakenberg

im Havellande. -- Gestreifte Wappen. Von F. K. -- Nochmals die Hoë

von Hoënegg. Von H. Gf. W. -- Die freiherrl. Familie von Ahlemann.

Von Weißbach. -- Die Familie Kint (Kind, puer). Von E. Grote. -- Eine

heraldische Seidenstickerei vom J. 1551. Von F. Warnecke. -- Alliancen

der Familie von Grumbkow. Von R. v. Grumbkow. -- Genealogische

Beiträge. III. -- Zur Kunstbeilage. -- Literatur. -- Miscellen.

+Vierteljahrsschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie.+

Herausgegeben vom +Verein+ „+Herold+“ zu Berlin, redigiert von Ludwig

A. Clericus. 1880. I. Heft. Berlin, 1880. 8.

Die russischen Grafen. -- Die de Chapeaurouge, de pilo rubeo. -- Das

älteste Wappengedicht Deutschlands. Von Dr. Th. von Liebenau. --

Quellen und Literatur zur Geschichte des Geschlechts von Bismarck. Von

Carl Kletke. -- Ueber die Familie der Reichsfreiherren von La Roche von

Starkenfels, nach Forschungen der Reichsfreiherren Gustav und Udo. Von

Udo... von La Roche-Starkenfels. -- Elsässische Studien. IV. Die von

Kunheim. Von Kindler von Knobloch.

+Monatsberichte der Königl. Preußischen Akademie der Wissenschaften zu

Berlin.+ April 1880. Berlin, 1880. 8. Mit 8 Tafeln.

Nitzsch. -- Ueber niederdeutsche Kaufgilden.

+Geschichts-Blätter für Stadt und Land Magdeburg.+ Mittheilungen

des +Vereins für Geschichte und Alterthumskunde des Herzogthums und

Erzstifts Magdeburg+. 15. Jahrg. 1880. 2. Heft. Herausgegeben vom

Vorstande des Magdeburger Geschichts-Vereins. Magdeburg, 1880. 8.

Dotierung eines schwedischen Obersten mit dem Amte Loburg im Jahre

1633. Von Wernicke. -- Magdeburg und die Eventualhuldigung des

Erzstifts 1650. Von Dr. G. Hertel. -- Beiträge zur Geschichte der

Buchdruckerkunst in Magdeburg. Von Friedr. Hülße. (Forts.) -- Acker-,

Feld- und Viehordnung der Stadt Loburg. Von Wernicke. -- Miscellen. --

Literatur.

+Jahrbücher des Vereins für meklenburgische Geschichte u.

Alterthumskunde+, aus den Arbeiten des Vereins herausgegeben von Dr.

G. C. Friedr. Lisch. Vierundvierzigster Jahrgang. Mit angehängten

Quartalberichten. Schwerin, 1879. 8.

A. Jahrbücher für Geschichte.

Ein Kalandsbuch der Stadt Güstrow. Von Dr. Lisch. -- Kleine

Güstrow’sche Chroniken. Von Schultz. -- Rethra. Von Willebrand. --

Umwallung von Rederank. Von Dr. Lisch. -- Ueber den Tempel zu Barchim.

Von Dr. Beyer. -- Verzeichniß der kaiserlichen Gesandten in Rostock

1564. Von Dr. Crull. -- Zur Geschichte der Judenverbrennung in

Sternberg. -- Rostocker Universitäts-Buchdrucker im XVI. Jahrhundert.

Von Dr. Crull. -- Beiträge zur Geschichte der Buchdruckerkunst in

Meklenburg. Von Dr. Hofmeister.

B. Jahrbücher für Alterthumskunde.

Alterthümer der Steinzeit von Ostorf bei Schwerin. Von Dr. Lisch. --

Ueber Schalensteine in Meklenburg. Von Dr. H. Petersen. -- Glasurte

Ofenkacheln von Güstrow und Wismar. Von Dr. Lisch. -- Zur Geschichte

der Glasmalerei in Rostock. Von dems.

+Mittheilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte.+ 3. Jahrg.,

1880. Nr. 4-6. April-Juni. Hamburg, 1880. 8.

Vereinsnachrichten. -- Ein Brief Lessings an Dr. Reimarus. Von

Redlich. -- Aus des Johann Friedrich Siemers Aufzeichnungen über

die Geschicke seiner Familie. Von J. F. Voigt. -- Die Lebensmittel

und ihre Preise im 16. Jahrhundert. Von C. F. Gädechens. -- Bericht

Sigmunds von Herberstein über Hamburg. Mitgetheilt von K. Koppmann.

-- Wetten und Kronenstechen. Von dems. -- Amtliches Grabgeläute in

Eppendorf. Von C. F. Gädechens. -- Pilatuspool. -- Die Niederlage der

Sachsen durch die Normannen im Jahre 880. Von O. von Heinemann. -- Die

Scharfrichterpfennige. Von K. Koppmann. -- Ein Silberpokal als Geschenk

des Amts der Maurer in Hamburg an das Amt der Maurer in Berlin. Von J.

F. Voigt. -- Pöseldorf. Von C. F. Gädechens. -- Davoust in Hamburg. Von

A. Wohlwill.

+Siegel des Mittelalters+ aus den Archiven der Stadt Lübeck.

Herausgegeben von dem +Vereine für Lübeckische Geschichte und

Alterthumskunde+. Zehntes Heft. Lübecker Bürgersiegel. Lübeck, 1879. 4.

S. 47-100. Taf. 7-15.

+Bremisches Jahrbuch.+ Herausg. von der +historischen Gesellschaft des

Künstlervereins+. Elfter Band. Bremen, 1880. 8.

Vereinsangelegenheiten. -- Die adelichen Höfe zu Walle und zu

Clüversborstel. Von Heinr. Smidt. -- Der Nicolaische Kirchenstreit, die

Rechte der Domgemeinde betreffend, zwischen dem Bremischen Rathe und

den Diakonen des Doms. Von Dr. Alfr. Kühtmann. -- Wilh. Hertzberg. Von

Dr. Constantin Bulle. -- Die Ausbildung der bürgerlichen Armenpflege

in Bremen. Von Dr. Wilh. von Bippen. -- Gerechtigkeiten der Kirche zu

Bederkesa. Von dems.

+Zeitschrift des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Hannover.+

Herausgegeben von dem Vorstande des Vereins. Redigiert von Keck....

Band XXVI. Heft 2. (Jahrgang 1880.) Hannover, 1880. 2.

+Historisches Jahrbuch.+ Herausgegeben von der historischen Section der

+Görres-Gesellschaft+. Redigiert von Dr. Gg. Hüffer. 1. Band. 3. Heft.

Münster, 1880. 8.

Die Correspondenz des Cardinals Contarini während seiner deutschen

Legation 1541. I. Von Pastor. -- Die Legationsreise des Cardinals

Nikolaus von Cusa durch Norddeutschland i. J. 1451. Von Grube. -- Die

literarische Thätigkeit des Abtes Andreas von St. Michael bei Bamberg.

Von Wittmann. -- Recensionen etc. -- Nachrichten.

+Anzeiger für Schweizerische Geschichte.+ Herausgegeben von der

+allgemeinen geschichtsforschenden Gesellschaft der Schweiz+. Elfter

Jahrgang. (Neue Folge.) 1880. Nr. 2 und 3. Solothurn, 1880. 8.

Zwei geschichtefälschende Urkunden und zwei falsche Sigille der Stadt

Solothurn. Von J. Amiet. -- Zur Geschichte der Grafen von Toggenburg.

Von Dr. F. L. Baumann. -- Lied von Hans von Anwil gegen die Schwitzer.

Von J. Schneuwly. -- Nachweise über historische Volkslieder. Von Dr.

Th. von Liebenau. -- Notizen über das Reliefbild Nr. 240 des Cataloges

S. 42 in der mittelalterlichen Sammlung im Basler Münster. Von M.

Estermann. -- Todtenschau 1879. Von F. Fiala. -- Zu der Abhandlung

über geschichtefälschende Urkunden und falsche Sigille. Von J.

Amiet. -- Ein neuer Propst von Zurzach. Von Th. von Liebenau. -- Die

St. Galler Ministerialen, Truchsesse von Singenberg. Von M. v. K.

-- Ludovic Sterner de Fribourg en Uechtland, secrétaire de ville et

champion du catholicisme à Bienne (1510-1540). Von A. Daguet. -- Lettre

de Ludovic Sterner à Hans Techtermann, ancien bourgmestre de Fribourg,

le jour de Pâques 1511. Von dems. -- Zum Livener Zug 1755. Drei Briefe

aus dem Familien-Archiv Wyrsch in Buochs. Von Dr. J. Wyrsch.

+Jahrbuch für Schweizerische Geschichte+ herausgegeben auf

Veranstaltung der +allgemeinen geschichtforschenden Gesellschaft der

Schweiz+. Fünfter Band. Neue Folge des Archivs für schweizerische

Geschichte. Zürich, 1880. 8.

Gesellschaftsangelegenheiten. -- Königshofen’s Bericht über die

Schlacht bei Sempach. Von Dr. A. Bernoulli. -- Esquisse d’histoire

suisse. Par P. Vaucher. -- Etude sur les relations de Charles VII et de

Louis XI, roi de France, avec les Cantons suisses: 1444-1483. Par B. de

Mandrot. -- Bausteine zur politischen Geschichte Hans Waldmann’s und

seiner Zeit. Von Dr. Karl Dändliker.

+Mittheilungen der antiquarischen Gesellschaft+ (der Gesellschaft für

vaterländische Alterthümer) in Zürich. Band XX, Abth. II, Heft 2.

(XLIIII.) Zürich, 1880. 4. Mit 2 Tafeln.

Das glückhafte Schiff von Zürich. Nach den Quellen des Jahres 1576 von

Dr. Jakob Bächtold.

+Anzeiger für Schweizerische Alterthumskunde.+ Indicateur d’antiquités

Suisses. Zürich, Juli 1880. Nr. 3. 8.

Les sepultures des Chamblandes. Par Morel Fatio. -- Antiquarische

Miscellaneen. Von Edm. von Fellenberg. -- Eine Karolingische

Evangelienhandschrift auf der Universitätsbibliothek zu Basel. Von Dr.

A. Burckhardt. -- Façadenmalerei in der Schweiz. Basel. Von S. Vögelin.

-- Der Verfertiger der Standesscheiben im Rathhause zu Luzern. -- Zur

Statistik schweizerischer Kunstdenkmäler. I. Canton Aargau. Forts. --

Miscellen. -- Kleinere Nachrichten. -- Literatur.

+Archiv des historischen Vereins des Kantons Bern.+ IX. Band. Viertes

Heft. Bern, 1879. 8.

Lokalbenennungen aus dem Berner Oberlande und dem Oberwallis.... Von A.

Gatschet. -- Ein Bruchstück der bernischen Geschichte aus den Jahren

1711 u. 1712. Niedergeschrieben von Isaac Geiger. -- Die schweizerische

Abordnung an den Friedenskongreß in Münster und Osnabrück. Von Dr. v.

Gonzenbach. -- Vereinsangelegenheiten.

+L’investigateur.+ Journal de la +société des études historiques+

(+ancien institut historique+.) Quarant-sixième année. Janvier-Février

1880. Paris, 1880. 8.

Monsieur, duc d’Orleans. Par M. Gg. Quesnel. -- Extraits des

procès-verbaux des séances de la société etc.

+Congrès archéologique de France.+ XLVe. session. Séances

générales tenues au Mans et à Laval en 1878 par la +société

française d’archéologie pour la conservation et la description des

monuments+..... Paris et Tours. 1879. 8. LII u. 647 Seiten.

+Bulletin archéologique et historique+ publié sous la direction de

la +société archéologique de Tarne et Garonne+. Tome VIII. Premier

trimestre 1880. Montauban, 1880. 8.

Corbarieu et ses seigneurs. Par M. François Moulenq. -- L’anneau

d’investiture du musée de Montauban. Par Barbier de Montault. (Mit

1 Tafel.) -- Lettres inédites sur les campagnes de 1637 et 1639 en

Roussillon. Communiquées par de Reyniès. -- État de la bourgeoisie de

Baumont vers la fin du XVII^e siècle. Par L. Taupiac. -- Chronique. --

Procès-verbaux etc.

+Verhandelingen der koninklijke Akademie van Wetenschappen.+ Afdeeling

letterkunde. Twaalfde deel. Amsterdam ... 1879. 4.

Het hoogadelijk, vrij wereldlijk stift te Bedbur bij Kleef en zijne

juffers. Von L. A. J. W. Sloet.

+Verslagen en mededeelingen der koninkl. Akademie+ etc. Afdeeling

letterkunde. Tweede reeks. Achtste deel. Amsterdam,... 1879. 8.

De Christen slavin in dienst bij heidensche meesters. Von Th. Borret.

-- Over den anslaag van Prins Maurits op Maastricht in 1594. Van W. J.

Knoop. -- Een Hollandsche luitenant onder koning Lodewijk. Van G. Mees.

-- Opmerkingen en gissingen op een der brieven van Georg Tanner.

+Archives Néerlandaises+ des sciences exactes et naturelles publiées

par +la société Hollandaise des sciences à Harlem+, et rédigées par

E. H. von Baumhauer. Tome XV. 1^re et 2^me livraison. Harlem, les

héritiers Loosjes. 1880.

+De vrije Fries.+ Mengelingen uitgegeven door het +Friesch genootschap

van geschied-, oudheid- en taalkunde+. Veertiende deel. Derde reeks.

Tweede deel. Aflevering drie. Leeuwarden, 1880. 8.

Bijdrage tot de burgerlijke en kerkelijke indeeling van Friesland

tuschen hed Flie en de Lauwers, van omstreeks de 8ste eeuw tot 1580,

door Mr. A. J. Andreae. Met eene karte. S. 195-334.

Register van den aanbreng van 1511 en verdere stukken tot te

floreenbelasting betrekkelijk. Uitgegeven door het +Friesch

genootschap+ etc. Deel I.-IV. Leeuwarden. H. Kuipers. 8.

+Oversigt over det Kongelige Danske Videnskabernes Selskabs

Forhandlinger+ og dets Medlemmers Arbejder i Aaret 1880. Nr. 1 u. 3.

Kjöbenhavn, 1880. 8.

Kritiske Bemaerkninger til antike Indskrifter. 2-3. Von I. L. Ussing.

-- Kirkens Paaskeregning. Von Osvald Mejer.

+Sitzungsberichte der gelehrten estnischen Gesellschaft zu Dorpat.+

1878 u. 79. Dorpat, 1879 u. 1880. 8.

Gesellschaftsangelegenheiten. -- Ueber die sog. estnischen Zeichentage.

Von Amelung. -- Ueber finnische und estnische Wortbildungen, in denen

der Nasal mit dem Zischlaut wechselt. Von N. Andersen. -- Ueber den

alten Kaufhof der Deutschen in Pskow. Von N. E. Boguschewski. -- Ueber

die Steinschiffe von Musching. Von C. Grewingk. -- Ein russisches

Urtheil über die baltischen Provinzen. -- Ueber den estnischen

Waldgott. Von Weske. -- Das Kartenspiel des estnischen Landvolkes in

Livland. Von Amelung. -- Archäologische Mittheilungen. Von Grewingk. --

Der angebliche Pfahlbau in Arrasch. Von demselben -- Ueber Lehnworte im

Finnischen. Von Leo Meyer.

+Verhandlungen derselben Gesellschaft.+ Neunter Bd und zehnter Bd.,

erstes und zweites Heft. (Mit litographischen Beilagen). Dorpat, 1880.

8.

Die Steinschiffe von Musching und die Wella-Laiwe oder Teufelsböte

Kurlands überhaupt. Von C. Grewingk. -- Studien zur Vergleichung

der indogermanischen und finnisch-ugrischen Sprachen. Von Nicolai

Andersen. I. -- Studien zur Geschichte des Königs Stephan von Polen.

Erster Theil. Von Richard Hausmann.

Osiliana III. Von J. B. Holzmayer. (Mit Abbild.) -- Gräberaufdeckungen

in Wolhynien. Von W. Rupniewski. (Mit Abbild.) Bericht über

antiquarische Forschungen im Jahre 1876. Von C. C. Graf Sievers.

+Archiv für die Geschichte Liv-, Est- und Curlands.+ Mit Unterstützung

der +estländischen literarischen.... Gesellschaft+ herausgegeben von C.

Schirren. Neue Folge. Band VII. Reval, 1880. 8.

Quellen zur Geschichte des Untergangs livländischer Selbständigkeit.

Aus dem schwedischen Reichsarchive zu Stockholm herausgegeben von C.

Schirren. Band VII. Reval. 1880. 360 Stn.

+Neue Beiträge zur deutschen Mundart in Estland+ von Dr. K. Sallmann.

(Gedr. mit Unterstützung +ders. Gesellschaft+.) Reval, 1880. 8. 160

Seiten.

+Compte-rendu de la commission impériale archéologique+ pour l’année

1877. Avec un atlas. St. Petersbourg, 1880. 4. u. Imp. 2.

Rapport sur l’activité de la commission pendant l’année 1877. --

Erklärung einiger im Jahre 1876 im südlichen Russland gefundener

Kunstwerke. Von L. Stephani.

+Archiv des Vereins für siebenbürgische Landeskunde.+ Neue Folge.

Fünfzehnter Band. 3. Heft. Herausgegeben von dem Vereins-Ausschuss.

Hermannstadt, 1880. 8.

Urkundenbuch zur Geschichte der Stadt und des Stuhles Broos bis zum

Uebergang Siebenbürgens unter Erbfürsten aus dem Hause Oesterreich

(1690). Schl... Von Dr. Albr. Amlacher. -- Drei sächsische Geographen

des sechzehnten Jahrhunderts. Von Dr. Friedr. Teutsch. -- Kurze

Nachrichten von demjenigen, was sich bei der Gegenwart Ihro Maj. des

Röm. Kaysers Joseph des IIten in Kronstadt etc. Merkwürdiges zugetragen

hat. Von Gustav Schiel. --

+Korrespondenzblatt dess. Vereines.+ Redigiert von Joh. Wolff. III.

Jhg. Nr. 5-7. Hermannstadt, 15. Mai-15. Juli 1880. 8.

Anregungen und Aufgaben. -- Siebenbürgische Flur-, Bach- und

Waldnamen. 2. Harbach, 3. Gral. Von J. Wolff. -- Heerfahrtsordnung

des Hermannstädter Stuhles 1564. Mitgeth. von Fr. Teutsch. --

Aufzeichnungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Mitgeth. von dems.

-- Volksthümliches: Volksglauben. Der schwere Wagen. Von Wolff. --

Aus dem Billaker Kirchenprotokoll, 1661-1720. Von Fr. T. -- Zum

Einfall des walachischen Woiwoden Michael in Siebenbürgen (1599).

Von F. Schuller. -- Die Bevölkerungszahl des Hermannstädter Stuhles

1468. Von Fr. Teutsch. -- Siebenbürger auf der Universität Erlangen

im 18. Jahrhundert. Von C. Schnizlein. -- Literatur. -- Kleinere

Mittheilungen. -- Miscellen.

+Mittheilungen des Vereins für Geschichte der Deutschen in Böhmen.+

XIX. Jahrg. Nr. I. Nebst der literarischen Beilage. Redigiert von Dr.

Ludwig Schlesinger. Prag, 1880. 8.

Beiträge zur Verfassungsgeschichte Böhmens am Beginne des 14.

Jahrhunderts. Von Dr. V. Prochaska. -- Künstler der Neuzeit Böhmens.

Von R. Müller -- Zur Geschichte der Stadt und Herrschaft Königswart.

Von Dr. M. Urban. -- Deutsche Correspondenz der Rosenberge. Von Th.

Wagner. -- Studien zur Geschichte von Ossegg. III. IV. (Forts.) Von B.

Scheinpflug. -- Miscellen. -- Vereinsangelegenheiten.

+Mittheilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung.+

Unter Mitwirkung von Th. Sickel, M. Thausing und H. R. von Zeißberg,

redigiert von E. Mühlbacher. I. Bd. 3. Heft. Innsbruck, 1880. 8.

Jakob Unrest’s Bruchstück einer deutschen Chronik von Ungarn. Von v.

Krones. -- Bemerkungen über die äußeren Merkmale der Papsturkunden des

XII. Jahrhunderts. Von Ferd. Kaltenbrunner. -- Dürer’s Studium nach der

Antike. Ein Beitrag zu seinem ersten venezianischen Aufenthalte. Von

Frz. Wickhoff. (Mit 1 artist. Beilage.) -- Kleine Mittheilungen. --

Literatur.

+Mittheilungen der k. k. Central-Commision zur Erforschung und

Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale+... Sechster Band.

Zweites Heft. Neue Folge der Mittheilungen.... Mit 2 Tafeln und 7 in

den Text gedruckten Illustrationen. Wien, 1880. 4.

Die Grabdenkmäler der Familie Thannhausen in der Dominicanerkirche zu

Friesach. Von L. von Beckh-Widmannstetter (Mit Abbild.). -- Etruskische

Reste in Steiermark und Kärnthen. Von Dr. Fr. Pichler. -- Die Gegend

von Kaumberg in Niederösterreich in kunsthistorischer Beziehung. Von

Dr. Alb. Ilg. -- Ein Reitersiegel des Ritters Friedrich Thumb von

Neuenberg bei Götzis in Vorarlberg. Von Jos. Zösmaier. (Mit Abbild.)

-- Zur Geschichte der Schatz-, Kunst- und Rüstkammer in der k. k. Burg

zu Grätz. Von Jos. Wastler. III. -- Archive in Ober-Oesterreich. Von

Albin Cerny. -- Portal am Hause Mannsfeldgasse Nr. 6 in Pilsen. Von C.

Lauzil. (Mit Abbild.) -- Altdeutsche Bilder aus der von Vintler’schen

Galerie in Brunneck. -- Archäologische Nachrichten aus Schlesien.

-- Holzkirchen in den Karpathen. Von V. Myskovsky. -- Münzen als

Glockenzierrat. Von A. Luschin von Ebengreuth. -- Reise-Notizen über

Denkmale in Steiermark und Kärnthen. Von Dr. K. Lind. III. (Mit

Abbild.) -- Notizen.

+Mittheilungen der kais. und kön. geographischen Gesellschaft in Wien.+

1879. XXII. Band (der neuen Folge XII.) Wien, 1879. 8. 600 Seiten.

+Mittheilungen des k. k. österreich. Museums für Kunst und Industrie.+

(Monatsschrift für Kunst und Kunstgewerbe.) XV. Jahrg. Nr. 176-178.

Wien, 1. Mai-1. Juli 1880. 8.

Ueber einige Benennungen mittelalterlicher Gewebe. Von Dr. Karabacek.

(Forts.) -- William Unger. -- Antiquar. Gläser aus Aquileja. --

Bucheinbände Von J. von Falke. -- Literatur. -- Kleinere Mittheilungen.

+Numismatische Zeitschrift+ herausgegeben von der +Numismatischen

Gesellschaft in Wien+ durch deren Redaktions-Comité. Zwölfter Jahrgang.

Erstes Halbjahr. Jänner-Juni 1880. Mit IV Tafeln und 8 Holzschnitten.

Wien, 1880. 8.

Gesellschaftsangelegenheiten. -- Die Kunst des Münzens von den ältesten

Zeiten bis auf die Gegenwart. Von Carl v. Ernst. -- Beiträge zur

brandenburgischen Münzkunde. Von E. Bahrfeldt. -- Die Goldgulden vom

Florentiner Gepräge. Von H. Dannenberg. -- Der Münzfuß der Wiener

Pfennige in den Jahren 1424 bis 1480.

+Urkundenbuch des Herzogthums Steiermark+, bearbeitet von I. v.

Zahn. Unter Förderung Seitens des k. k. Ministeriums für Cultus und

Unterricht..... hrsg. vom +histor. Vereine für Steiermark+. II. Bd.

1192-1246. Graz, 1879. 8. XXVIII u. 759 Seiten.

+Die Wartburg.+ Organ des +Münchener Alterthumsvereins+. Zeitschrift

für Kunst und Kunstgewerbe mit Berücksichtigung der Neuzeit. VII.

Jahrg., 1880. Nr. 7. München, 1880. 8.

Nürnberger Künstler des 16. und 17. Jahrhunderts. Von R. Bergau. -- Die

700jährige Jubiläumsfeier des Wittelsbacher Herrscherhauses, abgehalten

zu Landshut durch den obigen Verein am 16. Juni 1880. -- Literatur.

+Verhandlungen des historischen Vereins von Oberpfalz und

Regensburg.+ Vierunddreißigster Band der gesammten Verhandlungen und

sechsundzwanzigster Band der neuen Folge. Mit 8 Steindrucktafeln.

Stadtamhof, 1879. 8.

Nachlese zu Th. Ried’s Codex chronologico-diplomaticus Episcopatus

Ratisbonensis. 2. Regensburger Urkunden im Besitze des Grafen Hugo

von Walderdorff zu Hauzenstein. Mitgetheilt von demselben. -- Der

bayerische Krieg vom Jahr 1504. Reimchronik eines Zeitgenossen.

Mitgetheilt von H. Frhrn. von Gumppenberg. -- Die Conventionsmünzen der

Herzoge von Bayern und der Bischöfe von Regensburg. Von W. Schratz.

(Mit 2 Tafeln.) -- St. Mercherdach und St. Marian und die Anfänger

der Schottenklöster in Regensburg. Von H. Grf. von Walderdorff. --

Weihegedicht auf den Regierungsantritt des Bischofes Albert von

Regensburg, des Großen und Seligen, aus dem Jahre 1260. Uebersetzt und

erläutert von Georg Jakob. Thon-Reliefe (Fliese) aus der Stiftskirche

zu St. Emeran in Regensburg. Von H. Grf. v. Walderdorff. (Mit 6

Tafeln.) -- Miscellen.

+Collectaneen-Blatt für die Geschichte Bayerns+, insbesondere für

die Geschichte der Stadt Neuburg a/D. und des ehemaligen Herzogthums

Neuburg, bearbeitet von Mitgliedern des +historischen Filial-Vereins zu

Neuburg+. Dreiundvierzigster Jahrgang, 1880. Neuburg, 1880. 8.

Nachricht von dem Bauernaufruhr oder bäurischen Krieg des Georg

Schwarzerdt. Mitgetheilt von J. Würdinger. -- Ein kaiserlicher Besuch

in Neuburg a/D. im Jahre 1689. Von Dr. Häutle. -- Schicksale der jungen

Pfalz während des schmalkaldischen Donaukrieges. Von W. P. Nikl. --

Aufzeichnungen einer Nonne im ehemaligen Kloster der Dominikanerinnen

zu Obermedlingen aus den Jahren 1529-1546. -- Magdalena Scherer.

Eine Hexengeschichte aus dem Jahre 1617. Von Chr. Schnepf. -- Ein

Neuburger Falconet vom Jahr. 1534. Mitgetheilt von J. Würdinger. --

Vereinsangelegenheiten.

+Kunst und Gewerbe.+ Wochenschrift zur Förderung deutscher

Kunst-Industrie. Herausgegeben vom +Bayrischen Gewerbemuseum zu

Nürnberg+. Redigiert von Dr. Otto v. Schorn. Vierzehnter Jahrgang,

1880. Nr. 29 und 30. Nürnberg, 1880. 8.

Auf Streifzügen in Schlesien. Von F. O. Schulze. -- Kleinere

Nachrichten. -- Literatur etc. -- Abbildungen: Portal vom Schloß zu

Fischbach (Schlesien). Schmiedeisen-Gitter (16. Jahrhdt.). Bogen

am Schloßportal zu Fischbach (Schlesien). Brunnen im Schloßpark zu

Buchwalde (Schlesien).

+Mittheilungen des Bayerischen Gewerbemuseums zu Nürnberg.+ Beiblatt

zur Wochenschrift: +Kunst und Gewerbe+. Redigiert von Dr. Otto von

Schorn. Siebenter Jahrgang, 1880. Nr. 15.

Bekanntmachungen. -- Anzeigen. -- Notizen etc.

Vermischte Nachrichten.

103) Nach Nr. 137 des oberschwäbischen Anzeigers wurde in Hochsträß bei

Friedrichshafen-Hofen ein Gräberfeld entdeckt, welches in einem uns von

unbekannter Hand zugeschickten Separatabdruck eines Zeitungsartikels

mit den in der Nähe gefundenen Pfahlbauten des Bodensees in Verbindung

gebracht wird. Da uns der ursprüngliche Artikel nicht zugesandt wurde,

sind wir nicht in der Lage, näher auf die Sache einzugehen.

104) Herr Professor +Heideck+ und Herr Bildhauer +Eckart+ sind auch

während dieses Sommers bei dem +Aufsuchen und Oeffnen von Hünengräbern+

in der +Kaub+, einem Wäldchen bei Wosegau bei +Kranz+, thätig gewesen,

und zwar mit sehr günstigen Erfolgen. Die Herren öffneten 100

Gräber; 60 davon waren für ihre Bestrebungen überaus ertragreich. In

jedem Grabe wurde ein Schmuck, 2 Lanzen, zwei Steigbügel und Sporen

gefunden. Hervorragende Funde waren außerdem 2 große Kronfibeln, 6

große Filigranschaumünzen, 2 Münzen arabischer oder byzantinischer

Herkunft, eine silberne Filigranfibel, eine ovale silberne Medaille,

4 silberne Filigranperlen, 2 Steinperlen, focaltonartig geschliffen,

eine längliche Perle, ebenfalls so geschliffen, Fibeln mit Silberdraht

durchzogen, Schwerter mit kräftiger Parierstange, der Knauf mit

Silberfäden durchzogen, etc.

(Nordd. Allg. Ztg.- Nr. 364.)

105) Herr +Kofler+ aus Darmstadt hat in der Umgegend von +Lich+

(Oberhessen) +Ausgrabungen an Hügelgräbern+ vorgenommen, die im

Muschenheimer und im Langsdorfer Walde liegen. Zwei der Gräber

boten sehr wenig des Interessanten, das dritte Grab aber ganz

Hervorragendes. Im Langsdorfer Walde liegt eine Gruppe von Hügeln,

genannt die „Heidengräber“. Einige derselben haben eine Höhe von 2

Metern und einen Umfang von 36-40 Metern; andere erheben sich kaum

über den Boden. Das eröffnete Grab erhob sich nur 80 Centim. über den

Boden und hatte einen Umfang von 25 Metern. In einer Tiefe von 80

cm. stießen die Arbeiter auf eine Anzahl Steine, welche in ziemlich

kreisrunder Form pflasterartig den Boden deckten. Der Durchmesser

des Kreises maß 4 Meter. Als die Randsteine losgebrochen wurden,

fand man drei größere Schalen und ein Gefäß, von denen nur letzteres

erhalten, die Schalen aber, wie die genaue Besichtigung zeigte, in

beschädigtem Zustande niedergelegt waren. Unter den Gefäßen befanden

sich große Lagen von Asche und kleine im Feuer kalzinierte Knochen.

Bei Entfernung der Steine aus der Mitte fand man ebenfalls Asche und

Scherben der verschiedenen Gefäße. Unter dem mittleren Steine lag

ein vollständiger Bronzeschmuck, bestehend aus einem Halsring von

gewundener Form mit schön erhaltenem Schluß; zwei spiralförmigen, ganz

dünnen Armringen mit Schluß, die theilweise unter der Hand zerbrachen;

zwei massiven Armspangen, jede zusammengesetzt aus 3 glatten Reifen;

einem spiralförmigen Fingerring, dabei ein Stückchen Bronze, das wol

zu demselben als Zierrath gehörte (aus den Armspangen fielen beim

Herausnehmen je ein Reifchen von dünnem, nadeldickem Holz, das mit ganz

dünnen Bronzen überarbeitet war); zwei Scheiden für spitze Gegenstände

von wohlerhaltenem Gewebe; einem Gürtel, ganz vermodert, der mit

unzähligen kleinen Bronzebuckeln besetzt war, die nicht ganz die Stärke

des Materials der sogenannten Wachsperlen hatten; einer ganzen Anzahl

halbvermoderter, halbverkohlter, ganz dünner Bronzeziergeräthe; einem

Bronzebeschlag mit zwei Rundnägeln. Die Fundstücke hofft man für das

Darmstädter Museum zu erhalten.

(Nordd. Allgem. Ztg., Nr. 362.)

106) Am 20. Juli wurden in der Nähe des Greiffensteiner Schloßberges,

½ Stunde westlich von Zabern, unweit der alten römischen

Vogesen-Befestigungen am Schweizerhof, Köpfel, Fallberg und der

römischen Kaiserstraße von Tres Tabernae nach Decempagi (Tarquimpol bei

Dieuze) und der Römerstraße nach dem Fallberge: 160 silberne römische

Münzen aus der Zeit der Prätorianer-Kaiser (235-279) beim Bauen einer

Forststraße von einem Arbeiter gefunden. Die in einem zerfallenen

kupfernen Gefäß befindlichen Münzen wurden an das Bezirkspräsidium nach

Straßburg abgeliefert. Am 3. August wurden wieder 6 silberne, sehr gut

erhaltene Münzen mit folgenden Inschriften gefunden: 1. (2 Münzen)

Otacilia uxor Philippi I. Marcia Otacilia Severa Augusta, -- Concordia

Augusta. 2. (2 Münzen) Imperator Caesar Cajus Vibulo Vellusiano (?)

Augustus. 3. (2 Münzen) Imperator Gallienus, Pius Augustus (260-268).

+Freiherr von Hövel+,

Premier-Lieutenant im k. Jäger-Bat. 8.

107) Der „Köln. Volks-Ztg.“ zufolge wurde in +Zülpich+ die dortige, aus

dem achten Jahrhundert stammende Krypta nach ihrer Restaurierung wieder

eröffnet und für den Gottesdienst in Gebrauch genommen.

(Staats-Anz. f. Württemberg, Nr. 190.)

108) Alle Zeitungen feiern die am 14. August d. J. erfolgte

„Fertigstellung“ des Domes zu Köln, indem an diesem Tage die

Versetzarbeit der Kreuzblume des zweiten Thurmes beendigt wurde,

ein Ereigniß, das in der That wichtig genug ist, das Interesse

aller Altherthumsfreunde in Anspruch zu nehmen, wenn auch von einer

Fertigstellung, von einem Abschluß aller Arbeiten noch lange nicht die

Rede sein kann.

109) In dem Gebäude des +Bürgerhospitales+ zu +Graz+ entdeckte man

kürzlich beim Erneuern des Fußbodens in einem ebenerdigen Gewölbe eine

+Grabplatte+ 75,40 Centimeter groß, leider in der Mitte geborsten

in zwei Hälften, aus röthlichem Marmor. Die Mitte derselben zeigt

nur einen Schild mit eingegrabener Schräglinie. Am Rande läuft in

gothischer schöner Majuskelschrift die Legende: „CHVNRADVS. CIVIS. DE.

GRÆTZ. LANTSCRIBA. IN. STIRIA. OBIIT. ANNO. DNI. M. CCC. XXI. XII. KAL.

SEPTEM(BR)IS.“

Dieser Grabstein, der aus dem nahen ehemaligen St. Andreasfriedhofe

herrühren möchte, ist vielleicht der älteste eines Bürgers (civis) von

Graz und das Denkmal des „+Meisters Konrad Landschreibers von Steier+“

(Muchar V, 362), der ein Theilnehmer jener Versammlung steirischer

Edeln und Stände im Kloster Göß war, von welcher die engere Beziehung

unserer Heimat zum Hause Habsburg datiert wird.

(Der Kirchenschmuck, Nr. 8.)

110) Auf der bei Annweiler gelegenen Burg +Trifels+ ist man seit

Beginn des Frühjahres beschäftigt, den dort befindlichen, aber nahezu

vollständig zugeschütteten Brunnen auszugraben, in der Hoffnung, manch

interessanten Fund aus dem Alterthum zu machen. Die Arbeiten blieben

jedoch erfolglos, die Hoffnung begann zu sinken und die zur Ausgrabung

freiwillig eingegangenen Beiträge waren erschöpft, auf neue aber nicht

mehr zu rechnen. Da endlich stieß man am 24. Juli in der Tiefe von 70

Meter auf einen eisernen Mörser von nahe 18 Centner. Derselbe hat eine

Länge von 88 cm., ist in der Wandung 7 cm. dick und hat einen Laderaum

von 20 cm. Tiefe und 12½ cm. Breite. Nach Urtheil Sachverständiger soll

das Stück aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammen. In Folge

dieses Fundes werden die Ausgrabungen eifriger denn je betrieben, da

man noch werthvollere Gegenstände an das Tageslicht zu bringen hofft.

Auf Wasser ist man bis jetzt noch nicht gestoßen.

(Fränk. Kurier, Nr. 490.)

111) Auf dem Schloßplatze zu Berlin werden Nachgrabungen veranstaltet,

um das Fundament des alten Domes bloßzulegen und die Gruft zu finden,

in welcher die Särge der Kurfürsten Johann Cicero und Joachim I., sowie

der Gemahlinnen derselben, beigesetzt worden. Nach einer Mittheilung

der deutschen Bauzeitung glaubt man annehmen zu können, daß diese

Särge nicht in der allgemeinen Familiengruft im Chore, sondern in

einer kleinen Gruft bei den Querschiffen beigesetzt waren. Schon

unter Friedrich Wilhelm I. wurden diese Querschiffe abgebrochen, und

so erklärt sich die Thatsache, daß diese Särge bei Ueberführung der

übrigen Fürstensärge aus dem alten Dome in den jetzigen nicht mit

übergetragen wurden, aber auch die Hoffnung, solche jetzt noch zu

finden.

Inzwischen haben diese Nachgrabungen, nach der Nordd. Allg. Ztg.,

welche wiederholt darüber berichtet hat, interessante Resultate

erzielt. Man hat eine Reihe von Grüften, theilweise völlig unberührt,

sammt ihrem Inhalte bloßgelegt. In einer derselben wurde eine Rüstung

gefunden; es kamen steinerne Epitaphien vom Beginn des 17. Jahrh.

zu Tage, und fast bei jedem Spatenstiche stieß man auf menschliche

Knochen, da der alte Dom Jahrhunderte lang als Begräbnißstätte diente.

Der Hauptzweck der Ausgrabungen scheint bis jetzt nicht erreicht zu

sein. Glücklicher in dieser Richtung erscheint eine zu ähnlichen Zwecke

in Küstrin vorgenommene Ausgrabung verlaufen zu sein.

112) +Küstrin+, 15. August. Auf Anregung von hoher Seite sind, wie die

„Frkf. Oderztg.“ schreibt, hierselbst, und zwar schließlich mit Erfolg,

Nachforschungen nach der +Gruft des Markgrafen Hans von Küstrin+,

welcher die Reformation in seinen Landen eingeführt, angestellt worden.

Nachdem man mehrere Tage vergeblich in der Kirche selbst gesucht, wurde

zuletzt noch die Dielung der unter dem Hochaltar gelegenen Sakristei

aufgenommen. Beim Sondieren des darunter befindlichen Untergrundes

stieß man auf Mauerwerk, in welches man eine größere Oeffnung schlug,

durch die man in der That in ein Gewölbe, und zwar das lange gesuchte,

hinabstieg. Man fand dasselbe großentheils mit Schutt und Steinen

angefüllt, nach dessen Beseitigung zwei Zinksärge bloßgelegt wurden,

von denen der eine an der südlichen, der andere an der nördlichen

Wand befindlich. Der letztere war gewaltsam aufgebrochen, der Deckel

theilweise herabgezogen und verbogen, im Innern mit verfaultem Holz

des Einsatzsarges, sowie mit Mauerschutt angefüllt. Ein Theil der

Gebeine, mit Ausnahme des Schädels, welcher nicht vorhanden, wurde

auf dem Fußboden des Gewölbes zerstreut gefunden, sorgsam gesammelt

und wieder in den Sarg hineingelegt. Ueber demselben fand man an

der Wand befestigt die in den Chroniken erwähnte Messingtafel mit

folgender Inschrift: „Johannes, Markgraf zu Brandenburg, ein Sohn

Markgraf Joachims, dieses Namens des Ersten, Kurfürstens zu Brandenburg

etc., hat durch Gottes Providence im Jahre nach Christi Geburt 1536

angefangen, die reine Lehre des Evangelii und Wortes Gottes Inhalts

der Augsburgischen Confession nach prophetischer und apostolischer

Schrift allhier zu Cüstrin und folgends durchs ganze Fürstenthum der

Neumark und in andern seinen Landen und Herrschaften öffentlich lehren

lassen, und ist ob solchem Bekenntnisse aus Gnaden des Allmächtigen

beständig geblieben und hat durch desselben Hülfe die Seinigen dabei

erhalten. M. D. L. V. Solus spes mea Christus.“ -- Wenn die Tafel schon

jeden Zweifel an der Richtigkeit des Fundes zu beseitigen im Stande

war, so geschah dies außerdem noch durch eine Inschrift auf dem Deckel

des anderen, südlich stehenden Sarges, welche bekundete, daß darin die

sterblichen Ueberreste der +Markgräfin Katharina+ enthalten seien.

Außer derselben war auf dem Deckel noch ein langgestrecktes Kreuz

eingraviert. Auch dieser Sarg hatte Spuren äußerer Gewalt aufzuweisen,

da er, obgleich sonst noch fest, an verschiedenen Stellen aufgebrochen

war. Mit Hülfe dieser Oeffnungen konnte man erkennen, daß der darin

enthaltene Holzsarg stark von der Fäulniß mitgenommen war. An der

südlichen Wand fand sich eine, wahrscheinlich nach erfolgter Beisetzung

der später verstorbenen Markgräfin vermauerte Thür. Nach erfolgter

amtlicher Feststellung des Thatbestandes wurde die Gruft wieder

geschlossen.

(Nordd. Allg. Ztg., Nr. 383.)

113) +Lauf+, 28. Juli. Gelegentlich der Einlegung eines baufälligen

Hauses im benachbarten Dorfe +Simonshofen+ machte ein hiesiger

Zimmergeselle einen ihn höchst angenehm überraschenden +Fund+.

Derselbe, unter einer Dachsparre versteckt gelegen, bestand in einer

Anzahl größerer französischer Silbermünzen mit den Bildnissen Ludwigs

XIII. und XIV., sowie in einer noch sehr gut erhaltenen Taschenuhr

von hohem Kunstwerth. Dieselbe zeigt auf 3 Zifferblättern Stunden,

Wochentage und Monate, lief aufgezogen sofort weiter und hat einen

höchst sinnreich konstruierten Mechanismus. Wochentage und Monate

sind französisch bezeichnet, und somit scheint das Ganze noch aus der

Franzosenzeit herzurühren.

(Fränk. Kurier, Nr. 387.)

Monumenta Zollerana.

Unter diesem Titel publicierten wir auf Allerhöchsten Befehl Seiner

Majestät des Königs von Preußen in den Jahren 1852 bis 1861 in

Gemeinschaft mit Dr. +Märcker+ ein Urkundenbuch des Geschlechtes

Hohenzollern, sowohl der gräflichen Linie in Schwaben, als der

burggräflich-nürnbergischen in Franken, bis zum Jahre 1417.

Obwohl bei den Vorarbeiten keine Mühe gescheut worden war, um eine

möglichst große Vollständigkeit dieses Urkundenwerkes zu erreichen, so

war doch, wie bei allen ähnlichen Werken, leicht vorauszusehen, daß

im Laufe der Zeit sich in Archiven und in selteneren Druckwerken noch

manche Urkunde finden würde, die bei der ersten Anlage der Sammlung

sich unsern Forschungen entzogen hatte. In der That sind wir durch

die gütige Beihülfe gelehrter Freunde und durch eigenes Suchen in den

Besitz mancher neuen Urkunden der Hohenzollerischen Familie gelangt, so

daß wir es wagen konnten, Seiner Majestät dem Kaiser und König, Chef

des Hauses Hohenzollern, =die Herausgabe eines Supplementbandes= zu

der Hohenzollerischen Urkundensammlung ehrerbietigst in Vorschlag zu

bringen.

Nachdem Seine Majestät diesen Vorschlag zu genehmigen geruhten,

erlauben wir uns, an alle diejenigen verehrten Herren, die aus Beruf

oder Neigung sich mit historischen Studien beschäftigen, im Interesse

der Geschichte unseres Kaiserhauses die Bitte auszusprechen, uns

Hohenzollerische Urkunden (vor 1417) gütigst nachzuweisen, welche in

unserem Sammelwerke noch keine Aufnahme gefunden haben, mögen dieselben

nun handschriftlich in Archiven sich finden, oder gedruckt in älteren

oder neueren Werken, Zeitschriften u. dergl. vorliegen.

Eine jede, auch die kleinste Mittheilung wird mit gebührendem Danke

entgegengenommen werden; Abschriften werden gern vergütet.

+Berlin+, im August 1880. Dr. +Graf Stillfried+.

Jahresconferenz des Verwaltungsausschusses.

Die heurige Jahresconferenz des Verwaltungsausschusses des germanischen

Museums beginnt =Dienstag, den 28. September, Vormittags 9 Uhr= im

Conferenzzimmer des Museums. Hiervon werden alle zur Theilnahme

Berechtigten auf diesem Wege verständigt.

+Nürnberg+, den 15. August 1880.

Das Direktorium des germanischen Museums:

+=A. Essenwein=+,

I. Direktor.

Verantwortliche Redaction: Dr. +A. Essenwein+. Dr. +G. K. Frommann+.

Verlag der literarisch-artistischen Anstalt des germanischen Museums in

Nürnberg.

Gedruckt bei +U. E. Sebald+ in Nürnberg.

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit, 27. Band, 1880 Organ des Germanischen Museums · 第 93 / 173 题