=Wast-= s. Sebastianus.
=Waterbecker= III. nied. „der mit Wasser backt“.
=Wayant= s. Wig (Part.).
=Waydelin= s. Wid (einst. K.).
=Waypold= s. Wig (V.).
=Weber= III. mhd. webaere.
FN. _Weber_ (häufig). -- Zss. _Dünnweber_. _Leinweber_;
_Linneweber_. _Rosenweber_. _Scharnweber_. _Vestweber_.
_Wollenweber_; _Wollweber_; _Wullenweber_; _Wüllenweber_. Niederd.
_Wever_. Gen. _Wewers_ (Meppen).
=Webert, Wechmar= s. Wig (V.).
=Weck-= s. Wac.
=Weckesser= III. Spottname -- ob, wie Vilmar will, für
Reformierte, die sich beim h. Abendmahle nicht der Oblaten, sondern der
Wecken bedienen, bleibe dahingestellt.
=Wed-= s. Wid (V., einst. K.).
=Wedd-= s. Wid (einst. K.).
=-wedde= s. Wede.
=Wede= III. ziemlich sicher zu ahd. witu, mhd. wite Holz d. i.
„Wald“. In ON. _-wede_. auch wohl _-wied_, _wieden_.
FN. _Eichwede_. _von Holwede_. _Marwede_. _Schmalwede_.
_Schwanewede_ -- _Brickwedde_.
=Wedel= III. ungewisser Bed. (ahd. widil Sumpf?) -- heutzutage in
etwa 30 bewohnten Örtern.
FN. _Wedel_. _von Wedell_. _Burgwedel_. _Hollwedel_. _Krautwedel_.
_Marwedel_. _Saltzwedel_; auch noch in der ursprünglichen niederd.
F. _Soltwedel_ (Hamb.). _Steinwedel_.
=Weege= s. Wid (einst. K.).
=Weer-= s. 1) War (einst. K.) 2) Wig (V.).
=Weg= III. got. vigs, ahd. weg, mhd. wec, in ON. seit dem 8. Jh.
-- nicht bloß für Wege, sondern auch für bewohnte Örter.
FN. _Breitweg_. _Feldweg_. _Hohlweg_; _Hollweg_ (O. Hollwege) --
niederd. _Hahlweg_. _Nieweg_. _Steinweg_ (amerikanisiert Steinway
in Neu-York). _Vieweg_. _Zollweg_.
Ableitung auf _-er_ (oberd.):
_Hollenweger_. _Kirchweger_ („der am Kirchwege wohnt“ Pott).
_Rittweger_. _Sachsenweger_. _Viehweger_. _Zollweger_.
=Weg-= s. Wig (V., einst. K.).
=Wegner= s. Wagner.
=Weh-= s. 1) Wid (V.) 2) Wig (einst. K.).
=Wehl= s. Wil.
=Wehner= s. Wan.
=Wehr-= s. War (V., einst. K.).
=Wehrenbold, -brecht= s. Warin (V.).
=Wehrenpfennig= III. Satz-N. „wahre den Pfennig“, ein
Pfennigfuchser; vgl. Hüdepennig (Bremer WB.).
=Wehringer= s. Warin (V.).
=Wehrmann= a) I. s. War b) III. mhd. wermann „Gewährsmann“.
=Wehrmeister= III. „Aufseher eines Wehres“.
=Weib-= s. Wig (V., zweist. K.).
=Weibezahl= III. „Wedelschwanz“, ahd. weibôn, mhd. weiben
„schwanken“, mhd. weibezegelen „mit dem Schweife wedeln“.
=Weibezahn= III. „Wackelzahn“.
=Weich-, Weick-= s. Wig (V., einst. K.).
=Weid-= s. Wid (V., einst. K.).
=Weidemann, Weidmann= a) I. Wid b) III. mhd. weideman (S. 41).
=Weig-= s. Wig (V., einst. K., Particip) -- doch
=Weigang= s. Wid.
=Weihbrecht= s. Wig (V.).
=Weihnacht= III. einer der „zu Weihnacht geboren“.
=Weik-= s. Wig (V., einst. K.).
=Weiland= s. Wig (V., eins. K.).
=Weiler= III. ahd. wîlâri, mhd. wîler „einzelnes Gehöft; kleines,
aus wenigen Gehöften bestehendes Dorf“. In ON. außerordentlich häufig
im Südwesten Deutschlands von der Schweiz bis nordwärts nach Köln und
Aachen.
FN. _Weiler_. _Ahrweiler_. _Derichsweiler_. _Dettweiler_.
_Eschweiler_. _Kunzweiler_. _Lindweiler_. _Mönchweiler_.
_Scheidweiler_. _Trierweiler_.
(In manchen Fällen ist -weiler auch oberd. Ableitung von ON. auf
weil: _Freudweiler_ (O. -weil). _Rothweiler_ vom O. Rothweil in
Baden.)
Schweiz. Nebenf. _-wyl_: _von Wattenwyl_. _Bériswyl_ (romanis.,
Freiburg). _Göschwiel_ (Baden, neben O. Göschweiler).
=Weiling= s. Wig (einst. K.).
=Weimann= s. Wig (V.).
=Wein-= s. Win (V., einst. K.) -- doch =Weinand= s. Wig.
=-wein= s. a) I. Win (Trautwein) b) III. Wein in ON. (Reitwein) c)
III. Wein als Getränk (_Sauerwein_, _Mengewein_).
=Wein= III. in ON. wohl zu got. vinja, ahd. winne „Weide“.
FN. _Reitwein_. _Schlettwein_.
=Wein= III. als Getränk in einigen Zss., die jedoch meist
zweifelhaft sind, da hier bes. das altd. Win stark hereingreift (S. 47).
FN. _Altwein_. _Gutwein_. _Kühlwein_. _Lauterwein_. _Mengewein_.
_Sauerwein_.
=Weinbrenner= III. Branntweinbrenner (Marb. Gewerbe-Verz.
„Weinprenner“).
=Weinmann= a) I. s. Win b) III. mhd. wînman „Weinbauer;
Weinschenk“ („Weinhändler“, im ältesten Berliner Stadtbuche von 1397).
=Weinstock= III. z. T. wohl durch Häuser-N. vermittelt, wie
auch _Weintraub_, vgl. Gasthof „zur Traube“. _Wienstruck_ niederd.
(Weinstrauch).
=Weinzierl= III. (bayr.) ahd. wînzuril (aus lat. vinitor) „Winzer“
(Fröhner Karlsruher Namenb. S. 21).
=Weippert, Weirich= s. Wig (V.).
=Weis-= s. Wis.
=Weiß= a) s. Wid und Wig (einst. K.) b) III. der „Weiße“ d. i.
Weißhaarige (Hellblonde). Vgl. Weißhaar.
FN. _Weiße_; _Weiß_. Niederd. _de Witt_ (Kleve); _Witte_.
=Weißermel= III. s. Ermel (= „Müller“?).
=Weißgerber= III. mhd. wiȥgerber der „das Leder ~weißgar~
bereitet“.
=Weißpfennig= III. „weißer Pfennig“, eine Silber-Scheidemünze
(seit 1360, lat. albus). Niederd. _Wittpenning_.
=Weit-= s. Wid (V., einst. K.).
=Weitz-= s. 1) Wid (einst. K.) 2) Wig (einst. K.).
=Welches= s. Walah.
=Welcker= s. Walker.
=Weld-= s. Wald (V., einst. K.).
=Welke= s. 1) Walch 2) Wald.
=Well-= s. Wil (V., einst. K.),
=Welser= III. „einer aus Wels“ (Berühmtes Patrizier-Geschlecht in
Augsburg im 16. Jh.).
=Wels-, Welz-= s. Wald (V., einst. K.).
=Wemmer, Wemper= s. Wan.
=Wend-= s. 1) Wand 2) Winid.
=Wendel-= s. Wandal.
=Wendemuth= III. Satz-N. „der seinen Sinn leicht ändert“.
=-wender= s. Wand III.
=Wendland= III. „einer aus dem Wendlande“ (Wendenlande).
=Wenger= s. Wan.
=-wenger= s. Wang.
=Wenig= s. Wan.
=Wenk-= s. Wan.
=Wenndrich= s. Wand I.
=Wentel-= s. Wandal.
=-wenter= s. Wand III.
=Wentjes= s. Wand I.
=Wenz-= s. Wand.
=Wepold= s. Wig (V.).
=Weppner= III. mhd. waepenaere, weppener „Gewaffneter,
Schildknappe“.
=Wer-= s. War (V., einst. K.).
=Werd-= s. Wird.
=Werder= s. a) I. Wird b) III. Werth.
=Wern-= s. Warin (V., einst. K.).
=Werr-= s. War (einst. K.).
=Werth-= s. Wird.
=Werth= III. ahd. warid, mhd. wert (von warjan, schützen, wehren),
erhöhtes, gegen Überschwemmung gesichertes Land in Flüssen oder
zwischen Sümpfen, auch im oder am Meere: „Wert, Insel“. Schon seit dem
8. Jh. in einer nicht geringen Zahl ON. -- jetzt besonders in den FF.
_-werth_, _-wörth_, _-worth_; _-werden_, _wörden_. Neuere F. _-werder_.
FN. (bes. in Nordw.-D.) 1) _aus’m Werth_. _Mühlwerth_. _Neuwerth_;
niederd. _Niewerth_. _Peterwerth_. _Rottewerth_. _Schönwerth_. --
_Berenschwerdt_ (neben _Behrenswerth_ -- Münster). _Hesselschwerth_
(st. Hesselswerth „Eiland des Hezilo“ Steub S. 152 -- wie
Ermschwerd a. d. Werra aus Ermeswert „Insel des Ermo“ s. Andresen
Volksetym. S. 52). So auch wohl _Kockschwerdt_ aus Kockswerth.