2) nach dem verfertigten ~Geräte~:

_Beilschmidt_. _Drahtschmidt_. _Hackenschmidt_. _Hammerschmidt_.

_Haubenschmidt_. _Hufschmidt_. _Messerschmidt_. _Nagelschmidt_.

_Pfannenschmidt_. _Pfeilschmidt_. _Schaarschmidt_ (der Pflugscharen

schmiedet). _Scheerschmidt_. _Segenschmid_ = _Sensenschmid_.

_Sichelschmidt_. _Waffenschmidt_. -- _Kaltschmidt_. _Kleinschmidt_.

_Pfennigschmidt_ (Münzer?). _Werschmidt_ (Waffenschmied). Wohl

scherzhaft: _Pusterschmidt_ (Verfertiger von Blasebälgen).

_Wurstschmidt_ --

3) auf ~doppelte Beschäftigung~ deutend: _Bauerschmidt_

(wie auch umgekehrt _Schmittbauer_). _Jägerschmidt_ -- dagegen

_Freischmidt_ ein unzünftiger Schm. --

4) auf den ~Standort der Schmiede~ bezüglich: _Bergschmidt_.

_Blumenschmid_. _Dorfschmidt_. _Gassenschmidt_. _Lindenschmit_.

_Sonnenschmidt_ (wohl bei einem Gasthaus „zur Sonne“).

_Thorschmidt_. _Waldschmidt_ -- auch wohl _Brüggenschmidt_ (der

Schm. an der Brücke).

Seltener bildet das Wort den ersten Teil der Zss., was fast nur in

Verbindung mit PN. stattfindet: _Schmitthenner_ (der Heinrich von

der Schmiede). _Schmitjan_ (der Schmiedejohann). _Schmidtkunz_.

_Schmidtseifert_ (-siegfried). -- _Schmidthuber_ (s. Huber).

=Schmidd-, Schmied-, Schmit-= s. Smid.

=Schmock, Schmuck-, Schmück-= s. Smuk.

=Schnapauf= III. Satz-N.

=Schnatmeyer= III. Schnat oder auch Landwehr: an der Grenze

gelegene Abteilung der Mark, die einer engeren Gemeinschaft zugehört.

Auch in _Schnatmann_; _Schnathorst_.

=Schnee= III. -- auch in der Zss. _Kaltschnee_. _Schneekloth_;

_Schneekluth_ niederd. = Schneekloß. _Schneevogl_.

=Schneeweis= III. mhd. snêwîȥ.

=Schneewind= s. Schneidewind.

=Schneid= III. wohl die (politische) Grenze bezeichnend, in ON.

seit dem 8. Jh. (Otensnaita).

FN. _Schneid_; _Schnaith_ (württ). _Wessanschneid_.

Ableitung auf _-er_: _Elendschneider_.

=Schneider= III. erst mhd. snîdaere, snîder „der ein Gewand

zuschneidet und verfertigt“ -- einer der häufigsten FN. Gen.

_Schneiders_ (niederrhein.).

Zss. _Herrenschneider_. _Kampfschneider_. (westf., der Schn. vom

Kampe). _Nagelschneider_ „Nagel, olim Schneider“ Preuß 34).

Niederd. _Schnieder_ (schon 1383 im Gött. UB. I. als Snidere

vorhanden) -- zsgz. _Schnier_. Gen. _Snyders_ -- _Schnieders_

(ostfries.).

Einige merkwürdige Zss. bietet auch hier Westfalen:

_Schockenschnieder_; _Hemkensamkenschnieder_ -- was bedeuten sie?

(Die Bemerkung Vilmars, daß der N. nur aus Mittel- und

Oberdeutschland stamme, wird durch die obigen Anführungen

hinfällig).

=-schneider= III. in Zss. wie Brettschneider, nicht von dem

Hauptw. Schneider, sondern unmittelbar von dem Zeitw. schneiden.

FN. _Brettschneider_, auch _Bredschneider_. _Dillschneider_.

_Holtschneider_ (halbniederd. = Holzschneider). _Pfeifenschneider_.

_Reifschneider_. _Riemenschneider_; _Riemschneider_ (= Riemer).

_Rohrschneider_. _Steinschneider_. _Wandschneider_. (Klemp.

Wandsnider = Gewandschneider.)

(_-schneider_ in einzelnen oberd. FN. auch zu ON. gehörig s.

Schneid.)

=Schneidewind= III. Satz-N. „durchschneide den Wind“ d. i. ein

„unruhiger, umherziehender (Landsknecht)“ Snydewint 13. Jh. vgl. franz.

Taillevent -- als FN. in den verschiedensten FF.: _Schneidewind_;

_Schneidawind_; _Schneidewin_; _Schneidewendt_ -- _Schnödewind_ --

_Schniewind_ -- _Schneewind_.

=Schnell-= s. Snel.

=Schnellenpfeil= III. Satz-N. „schnelle den Pfeil“. So auch

_Spitzenpfeil_.

=Schnetger, Schnetker= s. Schnittger.

=Schnetzler= III. der „Schnitzler“.

=Schnieder, Schnier= s. Schneider.

=Schniewind= s. Schneidewind.

=Schnitter= III. mhd. snitaere, snitter der „die Ernte schneidet“.

FN. _Schnitter_. Zss. _Strohschnitter_.

=Schnittger= III. niederd. Snittger, der „Tischler“.

FN. (Nordwest-D.) _Schnittger_; _Schnittker_ -- _Schnetker_;

_Schnetger_.

=Schnitzer, Schnitzler= III. mhd. snitzaere, snitzeler

„Bildschnitzer“.

=Schnödewind= s. Schneidewind.

=Schnuphase= III. zu schnauben, schnopern „wittern“. Vgl. FN.

_Spörhase_ „Spürhase“.

=Schobelt, Scholle= s. Scut.

=Schöffer= s. Schäffer.

=Scholten, Scholz-= s. Schultheiß.

=Schomaker= s. Schuhmacher.

=Schomann= s. Schumann.

=Schömann= III. N. eines bekannten Greifswalder Professors, aus

dem schwed. Sjömann „Seemann“.

=Schombart= III. mhd. schemebart (bärtige) „Larve, Gesichtsmaske“.

Nhd. _Schönbart_ (doch s. auch Scaun I.).

=Schombert, Schömperle, Schon-, Schön-= s. Scaun.

=Schöne, Schön= a) I. s. Scauni b) III. der „Schöne“ (vgl.

franz. Lebeau). In Zss.: _Schönknecht_. _Schönrock_. _Schönbaum_ u. a.

=Schoon= s. Scaun.

=Schopenhauer= III. der „Schopen d. i. Schöpfkellen (s. Klempin,

Diplomat. Beitr. S. 487) zuhaut“.

=Schopp= s. Scut.

=Schöps= III. aus slaw. skopec castratus -- als FN. in Schlesien

häufig. Der Husaren-Oberst Rudorf mußte auf Befehl Friedrichs d. Gr.

seinen ursprünglichen N. „Schöps“ ablegen (Pott S. 287).

=Schotte= a) I. s. Scut b) III. „Schotte“ d. i. Krämer und

Hausierer, nach den zahlreichen Schotten, die im Mittelalter als

Hausierer durch Deutschland zogen. FN. _Schotte_; _Schott_.

=Schötteldreier= s. Dreher.

=Schöttler= s. Schüßler.

=Schottmüller= III. urspr. Müller: „Anfang des J. 1858 bewarb

ich mich aus Rücksicht auf meine zahlreichen Söhne um die Erlaubnis,

meinem Vaternamen den FN. meiner Mutter, einer geb. Schott,

vorsetzen zu dürfen, und nenne mich seitdem Schottmüller“. (In der

Lebensbeschreibung des Prof. Adolf Sch., welche er seinem „Luther“

vorangestellt hat.)

=Schrader= s. Schröter.

=Schramm= III. „der mit der Schramme“. Hans Breitbeck mit der

schrammen 1459.

=Schraudolph, Schraut= s. Scrot.

=Schreiber= III. ahd. scrîbâri, mhd. scrîbaere der „Schreiber“,

doch in weiterer Bed. und unter Umständen von höherem Range als jetzt:

Notar, Rechnungsführer, Kanzler.

FN. _Schreiber_. Zss. _Quittschreiber_. Niederd. _Schriever_

(Ratzeb.). Verlat. _Scriba_ (Hessen).

=Schreur= s. Schröter.

=Schriever= s. Schreiber.

=Schrocke= s. Scrot.

=Schröder= s. Schröter.

=Schrödl= s. Scrot

=Schröer= s. Schröter.

=Schröpf, Schropp= s. Scrot (zweist. K.).

=Schrot-, Schrötel= s. Scrot.

=Schröter= III. mhd. scrôtaere, neuniederd. schröder, schröer

(vom ahd. scrôtan, mitteld. schrôden, schrâden abschneiden) 1) der

Kleider zuschneidet, „Schneider“ 2) der Lasten, namentlich Fässer

„schrotet“, d. i. auf zwei Leiterbäumen, die oben und unten verbunden

sind, schiebend fortbewegt oder wälzt. In dieser Bed. noch im 16. Jh.

allgemein, z. B. bei Luther Jerem. 48, 12.

FN. _Schröter_ -- _Schrötter_ -- _Schroter_. Niederd. _Schröder_;

mit Ausfall des d _Schröer_ -- _Schrader_ (Scrader, Scroder 1369

Braunschw.). Gen. _Schröers_ -- _Schreuers_ (niederrhein. an der

holl. Grenze).

Zss. _Bierschröder_. -- _Brinkschröder_ (westf. „der Schr. auf dem

Brinke“). _Kampschröer_ (westf.). _Pohlschröder_.

=Schrupp= s. Scrot.

=Schubert= III. mhd. schuochwürhte, schûworhte, schûworte

Schuhwirker d. i. „Schuhmacher“. Aus den mhd. FF. durch weitere

Abschleifung und z. T. Entstellung die

FN. _Schuhwirth_; _Schuhwicht_; _Schuwert_ -- _Schuffert_ --

_Schaufert_ -- _Schubert_ (durch Verhärtung des w in b, zugleich

wohl mit Anlehnung an die zahlreichen EN. auf -bert); _Schubart_ --

_Schaubert_.

Doch sind die FF. mit b, f zweifelhaft, da ein altdeutsches skog

hereinzuragen scheint, welches sich in N. wie _Schuhwein_ bes.

deutlich verrät (s. Steub S. 137).

=Schuch= s. Schuh.

=Schuchmacher= s. Schumacher.

=Schuchmann, Schuckmann= s. Schuhmann.

=Schücktanz= s. Schickedanz.

=Schüddekopf= III. Satz-N. „schüttle den Kopf“. Auch

_Schittenkopf_, _Schütterkop_ s. Schüttenhelm.

=Schuffenhauer= s. Schopenhauer.

=Schuffert= s. Schubert.

=Schufft= III. änderte, als er 1837 an der Taubstummenanstalt zu

Homburg bei Kassel angestellt wurde, auf Befehl des Kurfürsten seinen

N. in _Schafft_. (Keßler, Festschrift usw. 1888).

=Schuh= III. mhd. schuoch der „Schuh“. (Schühlin 1265. Guldinschuh

1462).

FN. _Schuh_; älter _Schuch_. Zss. _Bundschuh_ (Schnürschuh S.

46). _Breitschuh_. _Frauenschuh_. _Guldenschuh_. _Handschuh_.

_Holzschuh_. _Hornschuh_. _Knabenschuch_. _Rothschuh_. _Weißschuh_.

=Schuhmann= III. ahd. schuohman der „Schuhmacher“.

FN. _Schuhmann_, gewöhnlicher _Schumann_ -- in älterer F.

_Schuchmann_; _Schuckmann_. Niederd. _Schomann_.

=Schuhwerk= III. mhd. schuochwürke „Schuhmacher“.

=Schuwirth, -wicht= s. Schubert.

=Schuknecht= III. landschaftl. „Schuhmachergeselle“. Nieder.

_Schoknecht_.

=Schüler= III. in älterer F. _Schuler_ = scolaris „Student“ --

auch _Schuller_ (österreich.).

=Schult-= s. Schultheiß.

=Schultheiß= III. ahd. scultheiȥo, mhd. schultheiȥe urspr.

„der Verpflichtungen und Leistungen (schult) heißt d. i. befiehlt“;

Zivilrichter, Vogt.

FN. _Schultheiß_ -- verkürzt _Schultheß_; _Schultes_; _Schults_

-- gew. in der Schreibung mit z: _Schulze_ (_Schultze_); _Schulz_

(_Schultz_; die Form mit e ist die ältere) -- der häufigste

deutsche FN. (S. 43), wenn auch im Süden minder häufig als im

Norden (in München 1876 nur 22 mal). Gen. _Schulzen_.

Mit Abschwächung des u in o: _Scholze_; _Scholz_ (schlesisch, wie

auch das Zwitterwort „Scholtisei“). Gen. _Scholzen_ (am Rhein, Rgb.

Trier).

Niederd. _Schulte_ (westf.), vgl. mittelniederd. scultheite,

scultete. Gen. _Schulten_; _Schultens_ -- _Scholten_ (Rees).

Verlateint: _Scultetus_. Gen. _Scultety_. Auch _Praetorius_.

Zss. verhältnismäßig nicht zahlreich: _Eberschulz_. _Hirtschulz_.

_Rothschulz_. _Schwarzschulz_.

_Bergschulte_. _Brinkschulte_. _Bowenschulte_. _Hofschult_

(vgl. „Hofschulte“ Immermann Münchhausen). _Kleeschulte_.

_Klosterschulte_. _Middelschulte_. _Nachbarschulte_.

_Niederschulte_. _Voßschulte_ -- alle diese wieder in Westfalen,

wo häufig auch eine Familie durch den Zusatz des Ortes in loser

Verbindung mit dem Namen näher bestimmt wird: _Schulte-Bocholt_.

_Sch.-Castrop_. _Sch.-Delwig_. _Sch.-Loh_ usw. durch das ganze

Alphabet.

=Schulz-= s. Schultheiß.

=Schumacher= III. mhd. schuochmacher.

FN. _Schuhmacher_ -- älter _Schuchmacher_. Niederd. _Schomaker_.

Gen. _Schomakers_ (Lingen).

=Schumann= s. Schuhmann.

=Schünemann= s. Scheunemann.

=Schupp= s. Scut.

=Schüppelz= s. Schüttpelz.

=Schur-, Schür-= s. Scur.

=Schürmer= s. Schirmer.

=Schürholtz= s. Scir.

=Schüßler= III. mhd. schüȥȥeler „Verfertiger von (hölzernen)

Schüsseln und Näpfen“.

FN. _Schüßler_. Niederd. _Schöttler_ -- _Schüttler_.

=Schuster= s. Sutor.

=Schütt-= s. Schütze.

=Schüttenhelm= III. Satz-N. „schüttle den Helm“. Entstellt

_Schittenhelm_, _Schitthelm_ (Wien).

=Schüttesper= III. Satz-N. „schüttle den Speer“ (vgl. englisch

Shakespeare, auch Breakspeare). Entstellt _Schutzbar_.

=Schüttler= s. Schüßler.

=Schüttpelz= III. Satz-N. „schüttle den Pelz“ (vgl. Schuddefell).

Cunrad Scutdepelz 1225. Auch _Schüppelz_.

=Schütze= III. ahd. scuzzo, mhd. schütze der „Schütze“. (Meist

jedenfalls aus der 3. Periode, wenn auch vereinzelt schon im 9. Jh. der

EN. Scuzzeo in gleicher Bed.).

FN. _Schütze_; _Schütz_.

In Zss. wohl nur in der verkürzten F.: _Büchsenschütz_.

_Feuerschütz_ (niederd. vuurschutte 14. Jh.). _Flurschütz_;

_Flohrschütz_. _Waldschütz_.

Niederd. _Schütte_. Gen. _Schütts_ (ostfries.); _Schütten_

(niederrhein., Mörs).

Zss. _Wildschütte_ (westf.). _Schüttenkötter_ (westf.).

=-schütz= in ON. slawisch, s. -schitz.

=Schützendübel= III. Satz-N. „schüttle den Teufel“. Falsch

verhochd. aus Schuttenduvel 1601 (ahd. scuttan, mhd. schütten

„schütteln“).

=Schuwert= s. Schubert.

=Schwabe, Schwab= a) 1. s. Swab b) III. einer aus dem Volksstamm

der Schwaben.

=Schwabedissen= III. urspr. ON., verkürzt aus Schwabedishusen

(Kolonat, Preuß 33. 34).

=Schwabel, Schwäbig= s. Swab.

=Schwager= III. zu den Verwandtschafts-N. Zss. _Altschwager_.

_Lüttschwager_ (verlateint Micraëlius).

=Schwaiger= s. Schweiger.

=Schwalbe, Schwalb= III. mhd. swalewe die „Schwalbe“ (auch eine

Art Harfe).

=Schwan= a) I. s. Swan b) III. der „Schwan“ (als Häuserzeichen).

=Schwan-, Schwann-= s. Swan.

=Schwarz= III. der „Schwarze“ (Brünette), vgl. Burchard der swarze

12. Jh. (doch wird auch schon im Ahd. swarz zur Namenbildung verwendet,

s. Swarz).

FN. _Schwarze_; _Schwartz_. Niederd. _Schwarte_.

=Schwärzfirm= III. (München) „Schwertfeger“, entstellt aus

Swertfürb von mhd. vürben „putzen, fegen“ (vgl. Volrich des swertfürben

hûs in der munse ze Tüwingen gelegen. 1315 Bacm.).

=Schweb-= s. Swab.

=Schwed-= s. Swinth.

=Schwegler= III. ahd. swegelâri mhd. swegelaere „Flötenbläser“,

vom mhd. swegele, einer kleinern Art Flöte, bayr. und schwäb. noch

„Schwegel“ (daher FN. _Schwegelbauer_).

=Schwehr, Schweier= s. Swinth (V.).

=Schweickard, Schweigert= s. Swinth.

=Schweiger= III. ahd. sweigâri, mhd. sweiger „Hirt, Senne“.

FN. _Schweigger_, _Schwaiger_.

=Schweim= s. Swinth (zweist. K.).

=Schwein= III. ahd. mhd. swîn, Schwein; auch Wildschwein. Mit den

Zss. _Eberschwein_; _Meerschwein_ -- _Schweinebraten_; _Schweinefuß_;

_Schweinshaupt_ (z. T. ON., wie auch Schwein selbst).

=Schweizer= III. Volksname. Auch in der älteren Form _Schwyzer_.

=Schwend-= s. Swinth (V., einst. K.).

=Schwenecke= s. Swan.

=Schwenn-= s. Swinth (einst. K.).

=Schwer-= s. Swinth (V.).

=Schwerdtfeger= III. „Waffenschmied“ (urspr. „der das Schwert

fegt“, d. i. blank erhält).

=Schwet-= s. Swinth (V., einst. K.).

=Schwich-, Schwick-= s. Swinth (V.).

=Schwidd-= s. Swinth (V., einst. K.).

=Schwiebert= s. Swinth (V.).

=Schwied-= s. Swinth (V., einst. K.).

=Schwiefert, Schwieg-= s. Swinth (V.).

=Schwier-= s. Swinth (V.).

=Schwietzke= s. Swinth (einst. K.).

=Schwincke, Schwind-, Schwinn-= s. Swinth (einst. K.).

=Schwippert= s. Swinth (V.).

=Schwitt-= s. Swinth (V., einst. K.).

=Schwob= s. Swab.

=Schwon= s. Swan.

=SCILD= I. got. skildus, ahd. skilt, mhd. schilt „Schild“.

Scilcolt. Mit der Übergabe des Schildes und der Frame wurde der german.

Knabe wehrhaft (Tac. Germ. 14).

FN. (Sciltberaht): _Schilbert_.

(Scildfrid): _Schilfert_.

(Schilthart): _Schildert_ -- _Schillert_.

(Schiltheri): _Schilter_ -- _Schilder_ -- _Schiller_ -- _Scheller_.

(Schiltwin): _Schellwien_.

Einstämmige Kürzung Scild-.

Scilto: _Schilde_; _Schild_ -- _Schill_ -- _Scheldt_. Gen.

_Schelten_. Patr. A. _Schilling_ -- _Schelling_.

Vklf. (k): _Schilke_. (k + n): _Schildgen_ -- _Schilken_. Patr. A.

_Schilking_.

=SCIR= I. got. skeirs, ahd. skîr, mhd. schîr „lauter, rein“

(schier). Scirbald.

FN. (Scirgaud): _Schiergott_.

(Scirold): _Schirott_. Gen. _Schierholtz_ -- _Schürholz_.

Einstämmige Kürzung Scir-.

Sciri: _Schirrey_ -- _Schier_ (Schire VN. Klemp.). Patr. A.

_Schiering_.

=SCROT= I. ahd. scrôtan, mhd. schrôten „hauen, schneiden“

(schroten).

FN. Scrutolf: _Schraudolph_.

Einstämmige Kürzung Scrot-.

Scroto: _Schroth_ -- _Schrott_ -- _Schrauth_.

Vklf. (k): _Schrotke_ -- _Schrocke_. (l): _Schrötel_ -- _Schrödl_.

Zweistämmige Kürzung Scrotb-.

(Scroppe): _Schropp_ -- _Schröpf_ -- _Schrupp_.

=SCUR= I. got. skura, ahd. scûr, mhd. schûr „Unwetter (Schauer),

Kampf“.

FN. Scuriprant: _Scheuerbrandt_.

Einstämmige Kürzung Scur-.

(Scuro): _Skuhr_ -- _Schure_ -- _Schür_ -- _Schaur_; _Schauer_ --

_Scheuer_. Patr. A. _Schüring_ -- _Scheuring_.

Vklf. (l): _Scheurell_. (l + n): _Scheurlen_; _Scheuerlein_.

(k): _Schurig_ -- _Schürch_ -- _Schaurich_ -- _Scheurich_. Gen.

_Schürkens_. (z) Scurizo: _Schurz_.

=SCUT= I. ahd. scuttan „schießen“ Scothard.

FN. (Scotbald): _Schobelt_.

Einstämmige Kürzung Scut-.

(Scuto): _Schott_.

Vklf. (l) Scudilo: _Schottel_ -- _Scholle_. (z) Scuzzeo: _Schoß_.

Zweistämmige Kürzung Scutb-.

Scopo: _Schupp_ -- _Schopp_.

=Seb-= s. Sig (V., zweist. K.).

=Sebastianus= III. griech. der „Ehrwürdige“, Übersetzung von

Augustus; Märtyrer unter Diocletian.

FN. _Bastian_ -- _Wastian_. _Bastl_. Gen. _Bastians_.

Vklf.(süddeutsch): _Wastl_. _Bästlein_. Patr. A. _Wastler_.

=Sedelmayer= III. „Pächter auf einem Sedelhofe“ d. i. einem

adeligen Sitze (Steub).

=See= III. in ON. ahd. sêo, mhd. sê „See“ (Landsee und Meer).

FN. _v. Blanckensee_. _Duwensee_ (O. Duvensee). _Isensee_. _v.

Langensee_. _Poggensee_. _v. Waldersee_. _Weißensee_.

=Seeb-, Seeg-, Seeh-= s. Sig (V.).

=Seefried= s. 1) Sew 2) Sig (V.).

=Seel-= s. 1) Sal 2) Sigil.

=Seemann= a) I. s. Sew b) III. der „Seemann“.

=Seepolt= s. Sig (V.).

=Seer= s. Sar.

=Seewald= s. 1) Sig (V.). 2) Sew.

=Seez-= s. Sig (einst. K.).

=Seff-= s. Sig (V.).

=Seg-, Sege-= s. Sig (V., einst. K.).

=Segeler= s. Sigil.

=Segelke= s. Sig (einst. K.).

=Segenschmidt= III. „Sensenschmied“ (s. Segisser).

=Seggeling= s. Sig.

=Segisser= III. „Sensenschmied“, vom ahd. segansa, mhd. segense,

zsgz. Sense, doch in der alemannischen Mundart noch „Sägese“.

FN. _Segisser_ -- _Sägesser_ (schweiz., alt Segenser, Segesser 1421

Basel).

=Sehling= s. Sal.

=Sehm= s. Sig (zweist. K.).

=Sehr-= s. Sar.

=Seib-= s. Sig (V., zweist. K.).

=Seld-= s. Sind.

=Seldenschwantz= III., alt. Seydenswantz 1372 Augsb. „seidne

Schleppe“ (vgl. mhd. swanz Schleppe des Frauenkleides) -- erst später

zur Bezeichnung des Vogels (aber auch ON.).

=Seidenstücker= III. = _Seidensticker_.

=Seierlen= s. Sig (V.).

=Seif-= s. Sig (V.).

=-seif= s. Seifen.

=Seifen= III. Siefen, niederd. Siepen in ON. zu mundartl. siefern,

siepen, siepern „durchsickern“ (schles. Gebirgsbäche auf -seifen,

„Siepe“ in Westfalen ein Boden, wo überall Wasser durchdringt). Jetzt

ein paar hundert ON. auf _-seifen_, _-siefen_; _-siepen_.

FN. 1) _Steinseifen_. _Wollseiffen_ (O. -seifen). -- _Dornseif_

(Rheinprovinz, Kr. Lennep). -- _Seifenmoser_.

Die Deutschen Familiennamen, geschichtlich, geographisch, sprachlich · 第 149 / 178 题