3) Nach dem Besitzer: _Nonnenkamp_.

Verhochdeutscht in _-kampf_: _Erlekampf_. _v. Heidekampf_ (vgl.

O. Heidekamp in Holstein). _Flaßkampf_. _Lindenkampf_.

_Lohkampff_. _Mühlenkampf_. _Oberkampf_. _Siedenkampf_.

_Tellkampf_. _Weidekampf_.

Abgestumpft in _-kam_: _Breitenkam_. _Gerstenkamm_. _Kleekam_.

_Osterkam._

Ableitung auf _-er_ (westf.):

_Kämper_, _Kemper_. Gen. _Kempers_. -- Zss. _Berkenkemper_.

_Elfenkämper_. _Engelkemper_. _Fahlenkemper_. _Haarkämper_ (Haar =

Anhöhe auf einer Heide). _Hasenkämper_. _Heidkämper_. _Holtkemper_.

_Kieskemper_. _Kortenkemper_. _Kottenkemper_. _Krützkemper_

(Kreuz-). _Lehmkämper_. _Lohkemper_. _Nordkämper_. _Ossenkämper_.

_Pagenkämper_ (Page = Pferd). _Pierenkemper_ (Regenwürmer-?).

_Roggenkämper_. _Stegkämper_. _Strotkemper_. Stutenkemper.

_Südkemper_. _Weidenkämper_.

Auch als ~erster~ Teil der Zusammensetzung findet sich Kamp

in: _Kampmann_; _Oberste Kampmann_. _Kampmeyer_ -- _Kampfmeyer_

-- _Kammeyer_. _Kampfmüller_. _Kampfwirth_. _Kampfschulte_. --

_Kampfranz_.

=Kamp-= s. a) Kamp I. b) Kamp III.

=-kamp= s. Kamp III.

=Kämp-= s. Kamp I.

=Kampe= a) s. Kamp I. b) Ortsbezeichnung s. Kamp III.

=Kampfenkel= I. III. der „Henkel vom Kampe“ (s. Hagan).

=-kämper= s. Kamp III.

=Kampf-= s. a) Kamp I. b) Kamp III.

=-kampf= s. Kamp III.

=Kämpf-= s. Kamp I.

=Kamphaus= III. Fleischermeister in St., nennt sich, seit es einen

Finanz-Minister Camphausen in Preußen gegeben: _Kamphausen_.

=Kändler= III. (bayr.). mhd. kandeler „Kannengießer“.

=Kannengießer= III. „Zinngießer“; man sieht aus dem N., daß das

Gießen von Kannen einst die wichtigste Arbeit in diesem Handwerke war

(„Kannengießer-Straße“ in Braunschweig).

FN. _Kannegießer_; _Kanngießer_, _Canngießer_. Niederd.

_Cannegieter_ (Klemp. Kannegeter).

=Kant, Kantz= s. Gand.

=Kanzler= III. ahd. chancilâri, mhd. kanzelaere aus mittellat.

cancellarius „Vorgesetzter der Kanzlei“.

FN. _Kanzler_, _Cantzler_. Mit Umlaut _Kentzler_.

=Kapeter= III. (Württ.) eig. Hausname casa Petri, wie Cahannes,

Capaul (Buck).

=Kaphengst= III. vom mhd. kappen „verschneiden“.

=Kappeller= s. Capelle.

=Kapper= s. Kaspar.

=Kapphammel= III. vom mhd. kappen „verschneiden“.

=KARAL= I. ahd. charal, karl „Mann“ (Kerl).

FN. Karlman: _Karlmann_.

Einstämmige Kürzung Karal-.

Carol: _Karel_ -- _Karle_; _Karl_, _Carl_ -- (zerdehnt) _Kardel_ --

_Kerl_ -- _Keerl_. Gen. _Carels_ -- _Karls_ -- _Kerlen_. Patr. A.

_Kerling_. Patr. Zss. _Carlsohn_.

Vklf. (i): _Karli_ (schweiz.).

=Kärcher= III. oberd. „Kärrner“, von Karch „Karren“, ahd. karruh

aus lat. carruca Reisewagen.

FN. _Kärcher_ -- _Karcher_.

=Kardel= s. Karal.

=Karges, Karius= s. Macarius.

=Karlauf= s. Gar (V.).

=Karmann= s. Gar.

=Karrer= III. „Kärrner“. Auch _Karner_.

=Karsjens, Karst=- s. Christianus.

=Kaschube= III. ein „Kassube“ (S. 78). Auch verkürzt _Kaschub_.

=Kasemeier= III. umgestaltet aus Kasimir (1788 Detmold).

=Kaspar= II. persisch Kansbar „Schatzmeister“, nach der Legende

einer der h. drei Könige (Kal. 6. Jan.).

FN. _Kaspar_, _Caspar_; _Casper_ -- süddeutsch _Kapper_ (s.

Melchior Meyr, Erzählungen aus dem Ries). Gen. _Caspary_ (auch

jüdisch) -- Caspers -- _Gaspers_ (Heinsberg).

Vklf. _Kasperl_ (bayr.). -- Zss. _Kasparbauer_.

Mit Erweichung des k (schon bei Klemp. nebeneinander Kaspar,

Gaspar, Jaspar): _Jasper_. Gen. _Jaspers_ (ostfries.). Patr. Zss.

_Jespersen_.

=Kassebaum= III. halbniederd. statt karseboom „Kirschbaum“. Auch

_Kessebohm_. (_Kassebohm_ O. in Mecklenb.).

=Kassebeer= III. niederd. statt Karsebeere „Kirsche“ (lat.

cerasum).

=Kasseroller= III. „Kasserollen-Verfertiger“.

=Kassens, Kast-= s. Christian.

=Kastner= III. „Verwalter des Kornkastens“ d. i.

Getreidespeichers, dann, weil aus den Getreide- und Fruchtzinsen sich

die Steuern entwickelten, hie und da = Amtmann über alle Einkünfte

„Rentmeister“. So an Höfen ein Hofkastner, in Klöstern ein Pater

Kastner.

FN. _Kastner_ -- _Kästner_, _Kestner_ -- _Khöstner_ (Gottschee).

=Kathmann, Käthner= s. Köther.

=Kathreiner= III. „einer aus (St.) Kathrein“.

=Kauer-= s. Kun (V.).

=Kaufmann= III. ahd. choufman, mhd. koufman „Handelsmann“ (s.

Krämer).

FN. _Kaufmann_, häufig _Kauffmann_. Niederdeutsch _Kopmann_,

_Koopmann_. Gen. _Koopmanns_.

=Kaulbars= III. deutlicher Fischname.

=Kaulfuß= III. „Klumpfuß“, von Kaule = Kugel, schon mhd. kugele

zsgz. kûle.

=Kaunert= s. Kun (V.).

=Kaupert= s. Gaw.

=Kauwertz= s. Gaw.

=Keb-= s. Gab (V., einst. K.).

=Keerl= s. Karal.

=Kehr-= s. Gar (einst. K.).

=Kehrein= III. Satz-N. „kehr ein“.

=Keil= s. Gail.

=Keiper= III. „Fischmeister“, Aufseher über Fischereien

(ostpreuß.).

=Keiser= s. Kaiser.

=Keith, Keitz= s. Gaid.

=Keller= III. mhd. kellaere aus lat. cellarius 1) „Kellermeister“,

Schaffner 2) Kammerbeamter; wie vom herrschaftlichen Kasten ein

Kastner, so bekam vom herrschaftlichen Keller ein ~Keller~

(Kellner) als Rentbeamter seinen Namen (cellarii am Hofe Karls d.

Gr.), welcher urspr. die Weinberge u. Weingülten samt den andern

Einkünften, die in die Keller einzuliefern waren, zu verwalten hatte;

bei geistlichen Stiftern der Beamte, welcher die Einkünfte verwaltet,

die für den Tisch geordnet sind -- oft mit dem Kastner eins 3) Inhaber

eines „Kellerhofes“, einer Art Hofgüter in einigen Teilen Schwabens und

der Schweiz. (Walter der Kellaer 1288).

FN. _Keller_. Lat (rücklatinis.) _Cellarius_. Auch _Kellerer_.

_Kellermann_.

=Kellermann= s. Keller.

=Kellner= III. mittellat. cellenarius, ahd. kelnâri, mhd. kelnaere

= keller (Conrade Kelner, auch C. Keller genannt 1379 Bacm.).

=Kemp-= s. Kamp I.

=-kemper= s. Kamp III.

=Kentel= s. Gand.

=Kentzler= s. Kanzler.

=Kerke= III. niederd. „Kirche“, in Zss. wie _Kerkenbrock_

(Kirchenbruch); _Kerkhei_.

=Kerl-=- s. Karal.

=Kerms= s. Gar (zweist. K.).

=Kerner= III. 1) = _Körner_ 2) „Kärrner“.

=Kerschstein= s. Christianus.

=Kerse= III. „Kirsche“, aus lat. cerasum, in Zss. wie

_Kersenbrock_ (-bruch), _Kerßenbroick_ -- _Kersemeyer_.

=Kerst-= s. Christianus.

=Kessebohm= III. „Kirschbaum“.

=Kessel= III. der Kessel als bedeutsames Hausgerät, das zu

sinnbildlichen Rechtshandlungen und abergläubigen Gebräuchen diente.

Vgl. H. de Eschenowe dictus Brukeȥȥel (Braukessel) 1263.

=Kesseler= III. „Kesselschmied“. Auch _Keßler_.

=Kesselhake= III. Haken, an welchem der Kessel über dem Feuer

aufgehängt wird.

=Kesselhut= III. eine „Pickelhaube in Kesselform“. Auch niederd.

_Ketelhod_.

=Kest-= s. Christianus.

=Kestner= s. Kastner.

=Ketelböter= III. niederd. „Kesselflicker“ (böten = hd. büßen, d.

i. urspr. bessern).

=Ketelhod= s. Kesselhut.

=Keudel, Keutel= s. Gaid.

=Keun-= s. Kun (V., einst. K.).

=Kieckebusch= III. ON. (in Brandenb.).

=Kiefer= s. Küfer.

=Kiehne= s. Kun (einst. K.).

=Kiekuth= III. niederd. Satz-N.: „schau aus“ -- doch zunächst wohl

ON. (auf Rügen) und von daher übertragen.

=Kienbaum= III. mhd. kinboum „Kiefer“.

=Kienle= s. Kun (einst. K.).

=Kiep-= s. Gab (V., einst. K.).

=Kier-= s. Gir.

=Kierschner= s. Kürschner.

=Kies-= s. Gis.

=Kiesel-= s. Gisal.

=Kieser= III. „Prüfer“; in den Städten Deutschlands waren solche

K. besonders für Getränke und andere Lebensmittel angestellt.

=Kiesewetter= III. Satz-N. „der das Wetter prüft, Wetterspäher“

(Gudrun 903: Fruote bî dem lufte ~kiesen~ dô began). Entstellt

_Küssewetter_ (Wien).

=Kieß-= s. Gis (Gisal).

=Kiewitt= III. niederd. der Kiebitz, sprichwörtl. wegen seines

Zickzackfluges; daher „Kiebitzgang“. (Everhardus Kyvit Köln. Univ.

Matr. 1390).

=Kilbert= s. Gisal.

=Kilian= II. ein Schotte, Apostel der Franken im 7. Jh.

FN. _Kilian_; _Killian_ -- _Kilgan_.

=Killmer= s. Gisal.

=Kimmerle= s. Kun (V.).

=Kipp= s. Gab, Gib (einst. K.).

=Kirche= III. ahd. kiricha, mhd. kirche, altsächs. kirika,

kerika, altfries. kerke, karke (wohl aus griech. κυριακόν „Haus des

Herrn, Gotteshaus“). In ON. _-kirch_, _-kirchen_ (elliptischer Dativ);

niederd. _-kerk_.

FN. 1) _Altenkirch_. _Neukirch_. _Taufkirch_ (O. -en 8 mal Rud.).

_v. Tippelskirch_.

2) _Giesenkirchen_. _Herrenkirchen_. _Odenkirchen_. _Rodenkirchen_.

_Rommerskirchen_.

Halbniederd. _Nienkirchen_ (Mecklenburg); hochdeutsch _Neunkirchen_

(häufig ON., wohl aus Neuenkirchen zsgz., zumal bei Dörfern, wo

eine solche Menge von Kirchen doch nicht anzunehmen).

Die Deutschen Familiennamen, geschichtlich, geographisch, sprachlich · 第 110 / 178 题