_Inhetveen_ (Kempen) offenbar holländisch = in dem Moor. _Intveen_.
Entstellt (niederrhein. g = d): _Ingenkamp_. _Ingendörnen_.
=-in= I. altdeutsch.
Die FN., welche als hierher gehörig aufgezählt werden, gehören z. T.
als undeutsch gar nicht hierher, z. T. sind sie mindestens zweifelhaft.
So ist _Bodin_, latinis. Bodinus, französisch (Bodin Lehrer des
Staatsrechtes, Herausgeber eines theatrum universae naturae 1590 Lyon).
Viele andere sind von slawischen ON. abzuleiten, z. B. _Rammin_ (O.
Ramin in Pommern).
Als deutsch erscheinen (hauptsächl. süddeutsch) unter anderen:
_Liedin_; _Luthin_; _Lüttin_ (aus altd. Liudin). _Bürgin_. _Höldin_.
_Weltin_.
=-in= III. in ON. slawisch: urspr. besitzanzeigendes
Eigenschaftswort auf inu, ina, ino von Stämmen auf a und i, z. B. Babin
von PN. Baba, Gostin von Gosti = der Baba’sche, der Gosti’sche Ort
(vgl. lat. Flavia d. i. urbs, von Flavus).
FN. (häufig im nordöstl. Deutschl.) _Berlin_. _von Bonin_.
_Cörlin_. _Ladenthin_. _von Pressentin_ (Stammort Prestin,
früher Pressentin in Mecklenb.). _von Schwerin_. Bisweilen -_ien_
geschrieben: _Leppien_. _Scholwien_ (O. Leppin, Scholwin).
Ableitung auf -_er_:
_Berliner_. _Dobriner_. _Exiner_ (alle drei jüdisch).
=Ing-= s. Ingo.
=-ing= a) I. auch _-ung_, patronymische Endung, wie im Angels.
Vulf Vonrédes auch Vulf Vonrêding genannt wird. In sehr vielen
Personen-N., die Abstammung von einem Vater oder Ahnherrn bezeichnend;
am bekanntesten in der Geschichte die Merovingi, Charalingi
(Karolinger), auch die Agilolfinger in Bayern und die Capetinger in
Frankreich. Jetzt in vielen FN., ohne daß die patronymische Bedeutung
noch gefühlt würde. (Aus der patronymischen Bed. hat sich später eine
verkleinernde entwickelt, namentlich in Mecklenburg und Vorpommern
in Formen wie: Männing, Hüsing, Wiesing (Luise), in welchen aber ng
gesprochen wird wie in lang’, bang’.)
FN. 1) _Götting_ (eigentl. Sohn oder Nachkomme des Gotto).
_Kuning_. _Rüding_ --
selten _ink_ geschrieben (nach der Aussprache): _Eppink_.
_Gerdink_. _Immink_.