Marinelli. Freilich, auch um so viel schlechter.
Der Prinz. Sie werden unverschämt!
Marinelli. Und dazu will der Graf damit aus dem Lande.--Ja, so müßte
man auf etwas anders denken.
Der Prinz. Und auf was?--Liebster, bester Marinelli, denken Sie für
mich. Was würden Sie tun, wenn Sie
an meiner Stelle wären?
Marinelli. Vor allen Dingen eine Kleinigkeit als eine Kleinigkeit
ansehen--und mir sagen, daß ich nicht vergebens sein wolle, was ich
bin--Herr!
Der Prinz. Schmeicheln Sie mir nicht mit einer Gewalt, von der ich
hier keinen Gebrauch absehe.--Heute, sagen Sie? schon heute?
Marinelli. Erst heute--soll es geschehen. Und nur geschehenen Dingen
ist nicht zu raten.--(Nach einer kurzen Überlegung.) Wollen Sie mir
freie Hand lassen, Prinz? Wollen Sie alles genehmigen, was ich tue?
Der Prinz. Alles, Marinelli, alles, was diesen Streich abwenden kann.
Marinelli. So lassen Sie uns keine Zeit verlieren.--Aber bleiben Sie
nicht in der Stadt. Fahren Sie sogleich nach Ihrem Lustschlosse, nach
Dosalo. Der Weg nach Sabionetta geht da vorbei. Wenn es mir nicht
gelingt, den Grafen augenblicklich zu entfernen: so denk ich--Doch,
doch; ich glaube, er geht in diese Falle gewiß. Sie wollen, Prinz,
wegen Ihrer Vermählung einen Gesandten nach Massa schicken? Lassen
Sie den Grafen dieser Gesandte sein; mit dem Bedinge, daß er noch
heute abreiset.--Verstehen Sie?
Der Prinz. Vortrefflich!--Bringen Sie ihn zu mir heraus. Gehen Sie,
eilen Sie. Ich werfe mich sogleich in den Wagen. (Marinelli geht ab.)