Rubiaceae

In unserer heimischen Flora sind die _Rubiaceen_ durch Labkräuter,

Waldmeister und Färberröte vertreten, eine Gruppe, die weniger dekorativ

wirkt. In den Tropen dagegen finden sich unter den _Rubiaceen_ zahlreiche

Arten, welche wert sind, ihrer Blätter wegen kultiviert zu werden. Leider

sind nur verhältnismäßig sehr wenige Arten in Kultur. Alle _Rubiaceen_

haben gegenständige Blätter, die sehr häufig lederartig, glänzend,

sattgrün sind. Die Pflanzen sind teils krautig, teils holzig. In der

Kultur verlangen sie sehr nahrhafte Erde und während der

Vegetationsperiode reichlich Wasser und wiederholten Dungguß. Während des

Winters hält man sie im geheizten Zimmer. _Rubiaceen_ haben wie die

_Acanthaceen_ besonders stark vom Ungeziefer zu leiden. Namentlich siedelt

sich auf ihnen die weiße Schmierlaus gern an. Häufiges Waschen und

Spritzen hält sie am besten frei vom Ungeziefer. Bekanntlich gehören zu

den _Rubiaceen_ eine ganze Anzahl wichtiger Heil- und Genußmittel

liefernde Pflanzen. Die bekannteste und auch leicht im Zimmer zu haltende

Art ist der gewöhnliche *Kaffeebaum*, _Coffea arabica L._ Derselbe hat

mittelgroße, breitlanzettliche, lederartige, dunkelgrüne, glänzende

Blätter. Die Pflanze baut sich infolge der horizontal abstehenden Zweige

etwas sperrig. Die Anzucht gelingt leicht aus Samen, die man aber aus

einer Samenhandlung beziehen muß, weil die ungebrannten »Kaffeebohnen« in

den Kaufmannsläden nicht mehr keimfähig sind. Zu gutem Gedeihen verlangt

die Pflanze eine sehr nahrhafte, etwas schwere Erde, also Lehmzusatz und

während der Vegetationsperiode wiederholten Dungguß einer Tausendellösung

von Kalisalpeter. Bei guter Pflege blüht die Pflanze, die sich schnell zu

einem hübschen Bäumchen entwickelt, in wenigen Jahren und entwickelt aus

den reinweißen Blüten rote Beeren, in denen zwei Samen, die »Kaffeebohnen«

liegen. Direktes Sonnenlicht verträgt der Kaffeebaum nicht.

Zimmerblattpflanzen · 第 39 / 43 题