O du weißes Blatt Papier!
Du liegst unter meinen Augen -- wehrlos, unschuldig, schön. Glatt bist du
und ohne Makel. Wie sollt' ich dich beschreiben?
Ich beschreibe dich nicht.
Ich wage nicht, dich zu beschreiben.
Du bist so weiß!
O du weißes Papier!
Was ist dir!
Und was ist mir??
-- -- Ich starre auf das leere Blatt und lese Sätze -- wie von meiner Hand
geschrieben.
Bin ich irre? Spukt es mich an?
Ich lese Sätze, die ich nie geschrieben; ich lese Sätze, die ich nie
gedacht.
Hier stehen sie gedruckt, wie ich sie sah.
Das Blatt jedoch ist weiß wie Schnee.
Vor meinen Augen flirrt's.
Der grause Schrecken faßt mich an, mich schüttelt's wie im Fieber:
Mit langen Beinen, ekel angehaarten, stolziert ein giftig grünes
Hirngespinst quer über meinen weißen Bogen.
Und er, der eben leer, ist vollgekrakelt.
Mir bleibt es, in die Druckerei zu schicken, was drauf steht.
Ich tu's.