Einige Kinder spielten auf dem ebenen Gipfel einer ins Meer hineinragenden
Klippe und die älteren Kinder gaben auf die jüngeren acht, damit sie nicht
über den Rand fielen. Unten war die See mit Eis bedeckt und entlang der
Küste hatte sich noch kein Streifen gelockert, auf dem die Seehunde hätten
aufsteigen können. Bald öffnete aber ein entferntes Krachen das Meer und es
war voll von Seehunden, aber die Kinder achteten nicht darauf. Der Wind war
kalt und die Kinder tobten sehr ausgelassen herum, eiferten sich bei ihren
Spielen an und schrien so laut sie nur konnten. Die Männer sahen jetzt die
Robben und liefen zur Küste, um ihre Kajaks ins Wasser zu setzen und sie zu
verfolgen.
Daraufhin schrien die Kinder noch mehr und erschreckten die Robben so, daß
sie untertauchten. Einer der Männer wurde ärgerlich und rief den anderen
zu: »Ich wünschte, das Riff stürzte um und begrübe diese lärmenden Kinder,
die die Robben verjagt haben.« Im selben Moment stürzte die Klippe ein und
die armen Kinder fielen mitten zwischen Felsen und Steinen herunter. Da
wurden sie in Lummen oder Seetauben mit roten Füßen verwandelt und hausen
so bis zum heutigen Tag mitten zwischen den Steinen, hart am Wasser unter
den Riffen.