Ein Jäger, der ganz allein lebte, fand, als er nach einiger Abwesenheit zu
seinem Lager zurückkam, daß ihn jemand besucht hatte und alles in Ordnung
gebracht, wie es ein pflichtgetreues Weib tun soll. Das geschah so oft und
ohne irgendwelche sichtbare Spuren, daß der Mann beschloß, dem nachzugehen,
um zu sehen, wer denn eigentlich seine Kleider reinschabe, seine Stiefel
zum Trocknen aushänge und gutes, warmes Essen koche, bevor er zurückkam.
Eines Tags ging er weg, als ob er auf die Jagd ginge, versteckte sich aber
so, daß er den Eingang des Hauses beobachten konnte. Nach einer Weile sah
er einen Fuchs hineinschlüpfen. Er glaubte, der Fuchs sei auf
Nahrungssuche. Er schlich sich zur Hütte und als er eintrat, sah er ein
sehr schönes Weib in Fellkleidern von wunderbarer Arbeit. In der Hütte hing
an einer Leine ein Fuchsbalg. Der Mann fragte, ob sie es gewesen wäre, die
das alles gemacht habe. Sie sagte, sie wäre seine Frau und es sei nur ihre
Pflicht, das zu tun und sie hoffe nur, ihre Arbeit zu seiner Zufriedenheit
getan zu haben.
Nachdem sie kurze Zeit zusammengelebt, bemerkte der Mann einen
Moschusgeruch im Haus und fragte, ob der von ihr wäre. Sie antwortete, daß
sie es sei, die so rieche und wenn er darin einen Fehler sehe, so werde
sie ihn verlassen. Sie streifte ihre Kleider ab, nahm wieder das Fuchsfell
um und schlich davon. Und seit dieser Zeit war sie nie wieder dazu
aufgelegt, einen Mann zu besuchen.