Igimarasugdjuqdjuaq war ein sehr großer, schlechter Mann, der viele Morde
begangen und seine Opfer, nachdem er sie aufgeschlitzt hatte, verspeiste.
Einmal kam seine Schwägerin, um seine Frau zu besuchen, aber kaum hatte sie
die Hütte betreten, als Igimarasugdjuqdjuaq sie tötete und seiner Frau
befahl, sie zu kochen.
Seine Frau war sehr erschrocken, befürchtete, daß sie selbst das nächste
Opfer sein werde und beschloß zu fliehen. Als Igimarasugdjuqdjuaq auf die
Jagd ging, sammelte sie Heidekraut, stopfte damit ihre Jacke aus und setzte
die Figur aufs Bett. Dann lief sie, so rasch sie konnte, weg, bis sie ein
Dorf erreichte. Als ihr Gemahl nachhause kam und den Rock sah, glaubte er,
es sei ein Fremder zu ihm auf Besuch gekommen und erstach ihn. Wie er aber
bemerkte, daß seine Frau ihn betrogen und verlassen hatte, wurde er wütend
und verfolgte sie.
Er kam ins Dorf und sagte: »Habt ihr nicht meine Frau gesehen? Sie ist mir
weggelaufen.« Die Inuit sagten ihm nicht, daß sie sich bei ihnen aufhielt,
sondern verbargen sie vor seiner Wut. Schließlich gab sie
Igimarasugdjuqdjuaq als verloren auf und kehrte heim.
Die Inuit beschlossen, die vielen Beleidigungen, die er ihnen angetan
hatte, zu rächen. Sie suchten ihn auf und begegneten ihm auf dem Eis,
gerade unterhalb seiner Hütte. Als er ihnen sagte, er ginge auf die
Bärenjagd, sagten sie: »Laß uns deinen Speer ansehen.« Dieser Speer hatte
einen sehr starken, scharfen Walroßzahn als Spitze. »Ah!« sagten sie, »der
ist sehr gut, um Bären zu töten; wie scharf er ist! Du mußt ihn gerade in
diese Richtung stoßen.« Und wie sie das sagten, stießen sie ihn ihm in die
Stirne. Die Spitze des Speeres drang ihm ins Gehirn und dann schlitzten sie
ihm mit ihren Messern den Leib auf.