Man kann das Stück des sagenhaften Königs Sudraka, das ein
Jahrtausend vor Shakespeare entstanden ist, nicht besser
charakterisieren, als es der Herausgeber in seiner Einleitung
tut: „Die Vasantasena vereint süße, weisheitsvolle Resignation
mit lichter, anmutiger Schalkhaftigkeit ... Hier ist kein
Erdenrest zu tragen peinlich. Diese Dichtung tanzt, schwebt, löst
alle irdische Diskrepanz in unirdische Harmonie ...“ – und
Feuchtwanger ist es gelungen, diese dichterische Höhe in seiner
Nachdichtung zu wahren.