_Hamburger Fremdenblatt_: Wer es noch nicht gewußt hat, kann es an
dem neuen _großartigen_ Novellenband Knut Hamsuns wieder empfinden,
daß hier eine der merkwürdigsten Dichterindividualitäten
der Zeit auf den Plan getreten ist. Hamsun schildert alles _mit
tiefem Seherblick_, seine Menschen sprechen lautere Wahrheit und
bezahlen diese Wahrheit, die sie in der Natur schauen dürfen, mit
seelischer Qual. Auch in dem neuen, _auf großer dichterischer Höhe
stehenden Novellenbande_ tritt Hamsun dem Leser wieder in der
Gestalt eines Sonderlings entgegen, zumal in seiner »Königin von
Saba« ... Zum Schlusse möchte ich noch auf eine ganz kleine Skizze
hinweisen: »Der Ring«, die, trotzdem sie nur wenige Zeilen umfaßt,
_das Werk eines echten Dichters ist_.
_Literarisches Echo, Berlin_: Es ist nicht alltägliches in dem
Buch, es enthält Dichtungen von überaus apartem Reiz, die uns so
oft überraschen, da sie zu so unvermuteten Ausgängen geführt
werden, ohne daß diese willkürlich wären. Hamsun versteht es
wunderbar, mit wenigen Worten große Perspektiven zur eröffnen, er
versteht es, den Leser zwischen den Zeilen finden zu lassen, und
gibt ihm mehr zu ahnen, als er enthüllt.
_Albert Langen, Verlag in München_