Mein Garten

Tu ich die Türe auf zu meinem Garten,

Verschwindet hinter mir die Welt.

Ich trete bei mir selber ein und finde

Mich selbst und alles, was mein Ich zusammenhält,

All feine Fäden, die wie Brücken binden,

Was draußen täglich neu zerrissen wird.

Und tiefe Quellen heilger Träume rauschen

Hier selig auf, wo sie kein Wort beirrt --

Wo nur die Stille zwischen Erd und Wolken

In leisen Farben warm die Zeit durchtönt,

Die fruchtbar reiche Stille, die mein Wesen

Mit seiner eigenen Tiefe immer neu versöhnt.

So bleib verschlossen, kleiner, schwacher Riegel --

Mit einem Finger schiebe ich dich auf --

Laß mich in meinem Paradiese weilen,

Indeß das Draußen gehet seinen wirren Lauf.

Von den Gärten der Erde: Ein Buch der tiefen Stille · 第 41 / 111 题