Der Bourgeois nährt sich, still verdaut
Der brave Bursche dreimal täglich,
Und wenn er einen Dichter schaut,
Dann lacht er, denn dem geht es kläglich.
Mitunter dreht der Spieß sich um!
Dann sieht der Dichter mit Behagen
Vorm Schauspielhaus das Publikum
Sich um die Eintrittskarten schlagen.
Und wenn sodann das Spiel beginnt,
Kann man sie leicht zu Tränen rühren;
Wie selten merkt das große Kind,
Daß wir es an der Nase führen.
Doch vom Theater abgesehn,
So haben wir noch gegen Laffen,
Die protzig stets im Wege stehn,
Verschiedene andere gute Waffen.
Wir haben Leben, Lieder, Lust,
Den Geist, der schweres leicht erledigt,
Den großen Stolz in unserer Brust,
Der uns für manches Leid entschädigt.
Dann gab ein Gott uns zweierlei,
Um dessentwegen sie uns hassen:
Wir sind noch jung, wir sind noch frei,
Keck dürfen wir uns sehen lassen!
So'n Kerl wirft sich in Positur:
»Oho, Ihr seid die rechten grade,
Ihr lauft ja auf die Groschen nur,
Mein Kind, das ist für Euch zu schade.«
Wir mögen saure Früchte nicht,
Dein Töchterlein ist dürr zum Lachen,
Das Geld verschönert kein Gesicht,
Es kann auch keinen Busen machen.
Die Vogelscheuche! neben ihr
Sitzt Deine Frau, Du armer Schächer;
Ein flüchtiger Blick ..., hier sitzen wir,
Und sie errötet hinterm Fächer.
Das Mägdlein halte Dir getrost,
Denn wir sind Kenner, unsere Zunge
Verschmäht solch kümmerliche Kost -- --
Wir haben Deine Frau, mein Junge!