VI. Mecheln

Die Wetterfahnen lädt zum Tanze

Der Wind -- --, an diesem stolzen Bau

Des alten Schöffen fügt genau

Sich jede Einzelheit ins Ganze,

Die Ziegel rot, der Schiefer blau -- --,

Dann pfeift er durch die grünen Wiesen;

Die Eschen schaffen die Idee

Von Horizonten, eine Fee

Hat sie gestaffelt, diese Riesen,

Luzerne gibt es, bunten Klee.

Und durch den tiefen Frieden gleiten

Die Züge selbst in stiller Ruh.

Schlaf ungestört, du brave Kuh,

Ihr Stiere, denen diese Weiten

Gehören, macht die Augen zu!

Geräuschlos rollen alle Wagen,

Die Zeit der Reisenden verfließt,

Man plaudert oder man genießt

Das Bild der Landschaft mit Behagen,

Die wie der Fenelon sich liest.

Französische Lyrik alter und neuer Zeit in deutschen Versen · 第 96 / 211 题