Dem bleichen Himmel und den dürren Zweigen
Sind unsere hellen Kleider nur zum Spott,
Die mit vergnügten Mienen keck und flott
Sich bauschen und sich leicht beflügelt zeigen.
Des Windes Atem kräuselt still den Teich,
Der Sonne zarter Strahl fällt durch die Linden,
Die Schatten werden schwächer und sie schwinden
Im fahlen Licht ersterbend blau und bleich.
Wir losen Schönen, wir geschmeidigen Ritter,
Mit Herzen, zärtlich zwar, doch niemals treu,
Wir plaudern und wir scherzen ohne Scheu,
Und unsere Liebe ist nur Tand und Flitter.
Es fällt wohl auch einmal von Zeit zu Zeit
Ein leichter Schlag zur Abwehr, darauf müssen
Die Herren schnell den kleinen Finger küssen,
Ganz vorn am letzten Glied. Geht man zu weit,
Dann wehe! wehe! dann ist's kein Vergnügen,
Dann zuckt ein Blick, vernichtend, scharf und kalt,
Jedoch das kleine Mäulchen straft gar bald
In gnadenreicher Huld das Auge Lügen.