Es steigt der Ruhm, wenn Helden fallen!
Er hörte in des Grabes Nacht
Das Lied durch alle Lande schallen,
Das ihm Unsterblichkeit gebracht.
Die Erde sprach: Im Sturmeswehen
Ist ihm der Sieg gefolgt, das Glück,
Noch niemals sah vorübergehen
Die Weltgeschichte solch Geschick.
Auf dieses Mannes Sarg der Hügel
Sei höher noch als je getürmt,
Den Erdball leitete sein Zügel,
Den Himmel hat er fast gestürmt.
Bezwungen hat er diese Erde,
Zu eng war ihm der weite Raum,
Daß er des Schicksals Meister werde
Verlangte seiner Seele Traum.
Im Trotz hat er mit allen Sinnen
Sich wider Gottes Schluß gebäumt,
Wenn seinem herrischen Beginnen
Das Ende je zu lang gesäumt.
Er, der mehr als ein Mensch gewesen,
Sprach laut zu Rom: Die Welt war dein,
Du fällst. So hab ich es gelesen
Im Schicksalsbuch. Das Reich ist mein.
Ein Priesterkönig! zwei Idole
In einem, Leuchtturm und Vulkan!
Der Louvre ward zum Kapitole
Und St. Cloud ward zum Vatikan.
Als Cäsar hätte vor dem Volke
Stolz zu Pompejus dieser Mann
Gesagt: Siehst in der Feuerwolke
Mein Schwert Du? trag es mir voran!
In seinen wilden Phantasieen,
In seiner Seele heißem Traum
Sah er Nationen vor sich knieen,
Sie küßten seines Mantels Saum.
Die Räume wollte er, die Zeiten
Im Sturme durcheinander wehn,
Paris durch alle Welten breiten
Und in Paris die Welten sehn.
Er wollte in der Erde Mitten
Errichten seinen hohen Thron,
Zu einem Volk die Menschheit kitten
Wie Cyrus einst in Babylon.
Er wollte in vermeßnem Prahlen
Auf ewig gründen seinen Ruhm,
Jehovah sollte überstrahlen
Des neuen Gottes Heiligtum.