D. Wind (Richtung, Stärke, Häufigkeit), Himmelsansicht.

Ein besonders interessantes Element der vorliegenden Beobachtungen

bilden die Winde, nicht allein, weil sie, worauf schon in den

vorhergehenden Bemerkungen einige Male hingewiesen wurde, die

klimatischen Eigenthümlichkeiten Manila's erklären, sondern besonders

desswegen, weil die Philippinen auf einem Grenzgebiete liegen und die

Frage ist, ob sie immer in das Gebiet der SW.- und NO.-Monsune fallen

oder zuweilen im Winter mehr oder weniger andauernd in einem nördlichen

Polarstrome liegen, der sich unmittelbar dem NO.-Passat des stillen

Oceans anschliesst. Die Windrichtungen auf den Philippinen müssen sich

im Laufe des Jahres nach der veränderten Lage der Kalmenzone verändern

und diese Veränderung der Lage der Kalmen von ihrer südlichsten Lage

im Winter innerhalb Neuholland bis zu ihrer nördlichsten etwa mit dem

Wüstengürtel Asiens zusammenfallenden, scheint in den verschiedenen

Jahren in ungleicher Weise vor sich zu gehen.

So regelmässig nämlich im Durchschnitt aller vorliegenden

Beobachtungsjahre sich die Windrichtung auf den Philippinen in der

einen Hälfte des Jahres als NO., in der andern als SW. also als Monsun

ergibt, so abweichend gestalten sich die Bewegungen doch in einzelnen

Monaten der verschiedenen Jahre, weisen also auf Störungen hin,

welche in der beeinflussenden Ursache der Winde auf den Philippinen,

in der Lage der Kalmen und der Richtung der Passate temporär eintreten.

Ich stelle in den folgenden Tafeln die notirten Winde und Windstillen

sowie die hiernach berechneten Windrichtungen zusammen und füge die

Notizen über die Himmelsansicht hinzu.

Die Philippinen und ihre Bewohner Sechs Skizzen · 第 22 / 28 题