Ich werde es an dir vollbringen, ehe ich für diesesmal von dir gehe.“

Ich hörte, daß mein Urahn das Buch schloß.

Er stand auf und legte wiederum, so wie das erstemal, seine Hand einem

Winkelmaße gleich an meinen Hals.

Ein Gefühl durchrieselte mich, als liefe ein Strom eiskalten Wassers

meinen Körper hinab, bis in die Fußsohlen.

„Wenn ich es zum Kochen bringe, wird das Fieber in dir erwachen und du

wirst das Bewußtsein verlieren,“ sagte er, „darum höre, ehe dein Ohr

taub wird:

Was ich an dir tue, das tust du selbst, denn ich bin du und du bist

ich.

Kein anderer als ich könnte an dir tun, was ich tue; doch auch du

könntest es allein an dir nicht tun. Ich muß dabei sein, denn ohne mich

bist du nur ein halbes ‚Ich‘ — so wie ich ohne dich nur ein halbes

‚Ich‘ bin.

Auf diese Weise ist das Geheimnis der Vollbringung vor dem Mißbrauch

durch Menschentiere geschützt.“

Ich fühlte, wie der Ahnherr langsam seinen Daumen löste; dann fuhr er

mit dem Zeigefinger schnell dreimal von links nach rechts über meinen

Hals, als wolle er mir die Kehle durchschneiden.

Ein entsetzlicher, schriller Ton wie ein „I“ schoß mir versengend durch

Fleisch und Bein.

Mir war, als schlügen Stichflammen aus meinem Körper.

„Vergiß nicht: alles was geschieht, und alles was du tust und

erleidest, trage es um der Lösung mit dem Leichnam willen!“ — hörte ich

die Stimme meines Ahnherrn Christopher noch einmal und wie aus der Erde

herauf.

Dann verbrannte der letzte Rest meines Bewußtseins in den Gluten des

Fiebers.

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Der weiße Dominikaner · 第 20 / 32 题