DER ALTE:

Nenn es, wie du willst. Man spricht immer davon, daß die Kunst keine

Tendenzen habe, keine Nützlichkeitsziele verfolgen soll. Aber in einem

anderen höheren Sinn muß doch mit jedem Kunstwerk etwas bewiesen werden,

wenn es nicht dem Fluch des Spielerischen verfallen soll. Gewiß muß es

um seiner selbst willen hervorgebracht werden. Aber es darf, wie das

lebendige Geschöpf, nicht um seiner selbst willen existieren. Weiter

können wir in unserer Erörterung kaum gelangen. Hier ist schon die

Grenze des Traumes und der Träumerei.

_Fünf Jahre später_

Imaginäre Brücken: Studien und Aufsätze · 第 77 / 106 题