Geduld. Ich verstehe die Behaglichkeit hier in einem höheren,
künstlerischen Sinn. Ich verstehe darunter das unbegrenzte Vertrauen des
idealen Lesers zum Erzähler. Dieses Vertrauen entsteht durch
Glaubwürdigkeit, und die Glaubwürdigkeit nun entsteht aus der
Notwendigkeit des erzählten Gegenstandes. Du siehst nun, wie fest der
Zusammenhang zwischen den beiden Dingen ist, und noch untrennbarer wird
er für das Auge und für das Gefühl durch das, was der Laie, der
Dilettant, der Durchschnittskritiker die Technik nennt: durch die Art
des Erzählens; auch sie ist nur ein scheinbar Äußerliches, denn in
Wirklichkeit ist sie die Seele der epischen Kunst.