ABSCHIED

Nun bist du fort — — —.

Nun _wirst_, nun _kannst_ du mich nicht mehr _quälen_.

Ich sehe deinen Blick nicht mehr, der ins Leere starrt,

das heißt, auf _alle_ Männer, die _sich gerade finden_!

Ich sehe nicht mehr, daß du frech „schachern“ willst,

mit dem immerhin geringen Kapitale, das dir mitgegeben!

Und daß du „Wucherzinsen“ begehrst für einen annehmbaren Leib!

Ich bin _erlöst_, weil ich dich nicht mehr _sehe_.

Was du _mir_ bist, kannst du _niemandem_ sein!

Das aber kannst du erst verstehen,

bis du _allen_, _allen nichts mehr_ sein wirst!

’s ist eine Frage nur der Zeit, der Monate, der Stunden — — —.

Und ich kann warten.

Ich habe die _Tränenkraft_, zu warten.

Und wenn du _weinend_ zu mir flüchten wirst,

werde ich, trocknen Auges, deine zerstörte Seele schützen, schirmen!

Denn irgend etwas bleibt stets unzerstört — — —.

GESPRÄCH MIT EINER BARONIN, EXZELLENZ-FRAU, ÜBER IHREN HERRLICHEN

ZWÖLFJÄHRIGEN SOHN

„Je crains déjà maintenant nuit et jour les femmes qui viendront _plus

tard_ — — —!“

„Eh, madame, craignez donc les hommes qui viendront _plutôt_!“

"Semmering 1912" · 第 255 / 325 题