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| Anmerkungen zur Transkription |
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| Gesperrter Text ist als _gesperrt_ dargestellt, Fettschrift als |
| $fett$ und Schrift in Antiqua als ~antiqua~. |
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| Eine Liste der Änderungen befindet sich am Ende des Buchs. |
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[Illustration]
~EX LIBRIS~
Benzigers Naturwissenschaftliche Bibliothek.
Schon lange suchen _glaubenslose Vertreter der modernen
Naturwissenschaft_ die glänzenden Erfolge, die in der Erkenntnis der
materiellen Welt errungen worden sind, zu verwerten, um geistige
Strömungen zu erregen und Ideen zu verbreiten, die das Christentum
unterwühlen sollen. Sogar scheinbar ganz harmlose Gegenstände müssen
oft Gelegenheit bieten zu Ausfällen gegen Christentum und Kirche.
_Dieser Tatsache gegenüber steht der gläubige Gebildete vielfach
ratlos da._ Er weiß zwar, daß ein wirklicher Widerspruch zwischen der
Naturwissenschaft und der geoffenbarten christlichen Wahrheit unmöglich
ist und daß die großen christlichen Gelehrten für die Harmonie
zwischen Glaube und Wissen stets eingetreten sind. Will er aber über
diese Fragen sich näher orientieren und sich ein eigenes Urteil
bilden, so ist er auf gelehrte, meist sehr umfangreiche Spezialwerke
angewiesen. Das Studium solcher Werke jedoch setzt wiederum besondere
wissenschaftliche Vorstudien und großen Zeitaufwand voraus --
Bedingungen, die den wenigsten Nichtfachleuten zusagen können.
Da möchte nun das vorliegende Unternehmen nach Kräften Abhilfe
schaffen. Eine Reihe kompetenter Fachmänner hat demselben in
dankenswerter Weise ihre Mitwirkung zugesichert. In zwangloser Folge
soll eine gewählte Sammlung handlicher Bändchen erscheinen, die in
gedrängter, knapper und doch erschöpfender Fassung (je 120-200 Seiten
in kl. 8^o) naturwissenschaftliche Fragen sowohl grundsätzlicher
als auch rein wissenschaftlicher Natur behandeln. Bei den Fragen
grundsätzlicher Natur wird es stets die Hauptaufgabe dieser
Abhandlungen sein, _das volle Beweismaterial für die christliche
Naturanschauung in klarer, überzeugender Gestaltung dem Leser
beizubringen_. Die Darstellung soll so gehalten sein, daß jeder
Gebildete ihr leicht zu folgen vermag. Den Text wird eine ausgiebige
zweckdienliche Illustration begleiten.
Mitarbeiter und Verlagshandlung hoffen angesichts dieses Programms,
für das Unternehmen auf die wohlwollende Aufnahme und allseitige
Unterstützung jener Kreise zählen zu dürfen, für welche dasselbe
geschaffen wurde.
$Die Verlagshandlung.$
[Illustration]
Benzigers Naturwissenschaftliche Bibliothek.
Die Uhren.
Ein Abriß der Geschichte der Zeitmessung.
Von
~P.~ Fintan Kindler, ~O. S. B.~
Mit 65 Illustrationen.
[Illustration]
_Verlagsanstalt Benziger_ & Co. A. G.
Einsiedeln -- Waldshut -- Köln a/Rh.
New York, Cincinnati, Chicago, bei Benziger Brothers.
1905.
Vorwort.
Die folgenden Ausführungen erheben keinen Anspruch darauf, eine
vollständige Geschichte der Uhren zu liefern, eine solche würde
viele Bände füllen; es sollen vielmehr nur die Hauptmomente in der
Entwicklung der Zeitmessung kurz angedeutet werden. Ebensowenig will
das Büchlein etwa „eine Lücke ausfüllen, einem dringenden Bedürfnis
abhelfen,” denn es gibt zahlreiche Werke, die unsern Gegenstand
behandeln. Sie sind aber meist sehr umfangreich, und infolge dessen
teuer, aus beiden Gründen also nicht für jedermann. Und doch sind
es gerade die Uhren, welche von jeher mit Recht das Interesse des
gebildeten Menschen erregt haben, denn auf wenige Gegenstände des
täglichen Gebrauches ist so viel Scharfsinn, Fleiß und Mühe verwendet
worden, als auf unsere Zeitmesser. Dieses Interesse hat auch bis heute
nicht ab- sondern eher zugenommen, weil die modernen Verkehrs- und
Erwerbsverhältnisse den Menschen immer mehr von einem richtigen Zeitmaß
abhängig machen, ohne daß wir uns für gewöhnlich dessen bewußt wären.
Klar wird uns diese Abhängigkeit meist nur im unangenehmen Falle des
„zu spät” kommens. Auch ist es immer anregend, den Werdegang einer
Kunst, und um eine solche handelt es sich hier, zu verfolgen und sich
ein klares Bild zu machen vom Streben früherer Zeiten, wie von den
Erfolgen der Gegenwart. Aus diesen und ähnlichen Erwägungen ist das
vorliegende Schriftchen hervorgegangen.
Die Verlagshandlung hat keine Kosten gescheut, das Büchlein möglichst
reich auszustatten, wofür derselben hier besonders gedankt sei.
Stift Einsiedeln, i. d. Schweiz.
$Der Verfasser.$
Inhaltsübersicht.
~I.~ Die Zeitmesser der alten Völker.
~II.~ Uhren und Zeitmessung bis zum 12. Jahrhundert.
~III.~ Anfänge und Entwicklung der Räder- und Gewichtuhren.
~IV.~ Die Pendeluhr. Erfindungsgeschichte derselben.
~V.~ Weitere Entwicklung der Uhren im 18. und 19. Jahrhundert.