»Warum so trüb?« -- »Einst war ich heiter,«
Sag' ich zu meiner Lust Genossen.
»Ich hab' mein Herz dem Schmerz erschlossen;
Die Freude starb: ich lebe weiter.
Jung war ich, und mein heller Blick
hat Trauer nicht und Mißgeschick
Gekannt; jetzt welkt die Jugend hin,
Stirbt wie der Herbst, und ich verblute
Gleich ihm. Nie wird mir froh zumute.
Die Freude lockt nicht meinen Sinn.«
Die Freunde lachen: »Was du nur
Zu weinen hast! Das Wetter ist
So heiter klar, und die Natur
Nicht halb so trüb, wie du es bist.«
Und ich: »Mir gilt das alles nichts.
Ob Tag zu Tag und Jahr sich türmt,
Ob's hell, ob's dunkel ist, was ficht's
Mich an, wenn mir's im Herzen stürmt.« --