Heute besuchten Tom und ich den kranken Leutnant Orthmann. Um jede
Zugluft abzuhalten, sind die Wände der Strohhütte ganz dicht verstopft
worden; so kann der arme Patient sich nicht einmal die Zeit mit Lesen
vertreiben. Wir haben ihm in der Boma ein luftiges, lichtes Zimmer
herstellen lassen, damit er dort seine Krankheit leichter übersteht.
Mein Name wird hier schon als Machtmittel mißbraucht! Von unseren
Wahehe wird mir gemeldet, daß 20 Händler und Träger nebst zwei Eseln
in der Gegend umherziehen und von den Leuten Chakula eintreiben -- und
zwar in meinem Namen! Tom schickte sofort eine Askari-Patrouille hinter
ihnen her, die die Kerle auch richtig abfaßte. Heute erscheinen sie
de- und wehmütig und spielen die reuigen Sünder. Zunächst müssen sie
den Eigentümern die gestohlene Chakula bezahlen und dann erhalten sie
wegen Mißbrauchs meines Namens pro Mann 25 Hiebe. Das hat hoffentlich
gewirkt.
Von Quawas nächster Umgebung, seiner Leibgarde, stellten sich heute
drei Mann mit Gewehren Modell 71. -- Das Ende des Gefürchteten naht!