13. März 1897.

Bei Toms Schauri des Morgens fielen mir zwei Prachtkerle auf, beide

Brüder aus Bueni, der eine ein Jumbe, der Tom um seine offizielle

Einsetzung bat. Eine Freude, den hübschen Kerl zu sehen, er erinnerte

mich etwas an Mpangire. Des Nachmittags mußte er festgenommen werden,

denn sein Vater ist zu Quawa übergegangen, und er soll auch nicht ganz

sicher sein. Man muß geradezu mißtrauisch gegen die hübschen Kerle

werden! Ich war bei dem Verhör zugegen. Der Schweiß stand ihm auf

der Stirn, seine Brust hob und senkte sich schneller, sonst war ihm

nichts anzumerken! Sein Obermsagira war dabei, damit er seinen Leuten

die Botschaft bringen konnte, daß, wenn sie sich nicht ganz ruhig

verhielten, ihr Jumbe es mit dem Leben büßen würde! Andernfalls solle

ihnen aber ihr Jumbe bleiben.

Von der Mission wieder beruhigende Nachrichten, aber alles so wenig

klar, daß nichts damit anzufangen war. Abends kam der Pater, brachte

aber nichts Neues.

Ferner kam die schlimme Nachricht von Leutnant Fonck, daß Mtitima,

der Jumbe von Idunda, mit seinem Besitz und Leuten entflohen sei. Es

scheint ihm nicht genug auf die Finger gesehen worden zu sein, trotzdem

er als unsicher und unzuverlässig galt.

Eine deutsche Frau im Innern Deutsch-Ostafrikas Elf Jahre nach Tagebuchblättern erzählt · 第 49 / 132 题