0,01 · 0,5 mm = 0,005 mm

gegen die Fläche der festen Stellschraube verschoben; man hat also die

direkte Ablesung auf der Trommel mit 0,005 zu multiplizieren, um die

Dicke des Papiers in mm zu erhalten.

Um gleichmäßiges Anlegen der Kreisflächen an das Papier zu ermöglichen,

ist mit der Mikrometerschraube eine sogenannte Reibungskuppelung,

an deren Ende sich der Kopf _H_ zum leichteren Handhaben des

Dickenmessers befindet, verbunden. Sobald das Papier genügend angepreßt

ist, gleitet bei Weiterdrehung des Kopfes _H_ die Kuppelung an der

Mikrometerschraube und verhindert, daß diese weiter bewegt wird.

Die Stellschraube _B_ ermöglicht bei nicht mehr genauem Zusammenfallen

der Nulllinien ein Nachstellen.

Der Dickenmesser ist zugleich so eingerichtet, daß er als

Taschenapparat benutzt werden kann, indem die Gabel nicht fest mit

dem Holzgestell verbunden, sondern nur durch ein federndes Blech

festgeklemmt ist.

Die eigentliche Meßvorrichtung kann daher leicht aus dem Gestell

entfernt werden.

Bestimmung des Aschengehaltes.

Diejenigen Bestandteile des Papiers, welche beim Verbrennen und darauf

folgenden Glühen als unverbrennlich zurückbleiben, nennt man die

Asche; sie enthält die unorganischen Verbindungen im Gegensatz zu den

organischen (Cellulose, Leim, Stärke u. s. w.), welche beim Verbrennen

zum größten Teil als Kohlensäure entweichen.

Die unorganischen Rückstände können aus drei verschiedenen Quellen

stammen; zunächst aus dem zur Herstellung des Papiers verwendeten

+Rohmaterial+ (Lumpen, Zellstoffe, Holzschliff), sodann aus den zum

+Leimen+ verwendeten Materialien, und schließlich können sie dem Papier

direkt als +Füllstoffe+ zugesetzt sein.

Die Pflanzenzellen enthalten auch im reinsten Zustand (Baumwolle) stets

geringe Mengen unorganischer Verbindungen, und zwar sind +Kalk+ und

+Kieselerde+ die am meisten vorkommenden; der Kalk in Verbindung mit

+Oxalsäure+ und +Kohlensäure+, die Kieselsäure als solche.

Der Anschaulichkeit wegen mögen hier einige Angaben über den

Aschengehalt verschiedener in der Papierfabrikation verwendeter

Rohstoffe gemacht werden.

Selbstverständlich können die mitgeteilten Werte nicht als absolute

aufgefaßt werden; sie sind beständigen Schwankungen unterworfen, wie

auch schon bei einzelnen Rohstoffen, mit denen mehrere Bestimmungen

ausgeführt wurden, zu bemerken ist. Schon die Pflanze selbst wird bei

einer größeren Anzahl von Bestimmungen der mineralischen Rückstände

abweichende Werte ergeben, die man wohl auf klimatische Unterschiede

und wechselnde Bodenbeschaffenheit zurückführen kann; hierzu kommen die

verschiedenartigsten stets schwankenden Einflüsse der Fabrikation.

Der teilweise sehr hohe Aschengehalt der Lumpen (Tabelle A) dürfte

seine Ursache wohl in ihrer mechanischen Verunreinigung durch Sand,

Erde etc. finden, falls nicht künstliche Beschwerungen vorgenommen

worden sind. Beide gehen im Laufe des Fabrikationsprozesses zum

größten Teil verloren, wie die Tabelle C ergibt; die dort aufgeführten

Halbzeuge sind meist aus den Lumpen der Tabelle A erzeugt worden.

Papierprüfung: Eine Anleitung zum Untersuchen von Papier · 第 32 / 90 题