Der +Pfuhl+sche Knitterer ist im Technologischen Gewerbemuseum zu Wien
durch Prof. +Lauboeck+ einer eingehenden Prüfung unterzogen worden,
die zu dem Ergebnis führte,[21] daß der Apparat, so wie er jetzt
vorliegt, zur Einführung in die Papierprüfung noch nicht geeignet
ist. +Pfuhl+ hat den Apparat dann in einigen Punkten geändert.[22]
Prüfungsergebnisse, mit diesem abgeänderten Knitterer ermittelt, sind
bisher nicht bekannt geworden.
[20] Eine eingehende Beschreibung des Knitterers findet sich in der
Papierzeitung 1896, Nr. 66-87 und 1898, Nr. 30, 58 und 59.
[21] Mitteilungen des Technologischen Gewerbemuseums zu Wien 1897,
S. 1.
[22] Papierzeitung 1898, Nr. 30, 58, 59 und Rigaer Industriezeitung
1898, Nr. 21-23.
Schoppers Falzer.
Bei dem +Schopper+schen Falzer wird ein Papierstreifen in ein
geschlitztes, hin und her zu bewegendes Blech gelegt und an beiden
Enden festgeklemmt; dann ermittelt man die Anzahl Falzungen, die der
Streifen bei bestimmter Zugspannung bis zum Bruch aushält.
Der Falzer, von dem Fig. 21a Vorderansicht und Fig. 21b Grundriß
zeigt, hat ein dünnes, zur Aufnahme des Probestreifens mit einem
Schlitz versehenes Stahlblech (Schieber), das sich zwischen zwei
Paaren leicht drehbarer Rollen bewegt. Die Rollenpaare sind in den
Lagerstücken (12) angebracht und werden durch Klemmschrauben in
bestimmter Entfernung von dem Schieberblech festgehalten; die an den
Lagerstücken befindlichen Spiralfedern haben nur den Zweck, das genaue
Einstellen der Rollenpaare zu erleichtern. Senkrecht zu dem Stahlblech
befinden sich die Einspannklemmen (7), die mit ihren pyramidenförmig
zugespitzten Verlängerungen in die entsprechend geformten Öffnungen der
Hülsen (3) hineinragen. In diesen Hülsen befinden sich die zum Spannen
des Probestreifens dienenden Spiralfedern. Durch Anziehen der Schrauben
(4) kann die Spannung der Spiralfedern erhöht werden. Die jeweilige
Spannung wird durch den Stand eines kleinen Stiftes über einer auf der
Hülse (3) vorhandenen Teilung angegeben.
Die Hülsen (3) sind in den Haltern (2) beweglich und werden, wenn
die Stifte (5) gehoben sind, mittels der Spiralfedern (6) so weit
gegeneinander geführt, daß die Einspannlänge richtig wird. Nach dem
Einspannen des Probestreifens wird durch Herausziehen der Hülsen (3)
bis zum Einschnappen der Stifte (5) dem Probestreifen eine kleine
Spannung erteilt und die freie Beweglichkeit der Klemmen bewirkt. Um
während des Versuches das Heruntersinken der Klemmen zu verhindern,
werden letztere durch Rollen (8) gestützt.
Die Anzahl der Hin- und Herfalzungen wird vom Zählrad (18) angezeigt.
Das Zählrad ist durch den Hebel (21) mit dem Drücker (20) verbunden
und wird beim Reißen des Streifens durch das Zurückprallen der rechten
Klemme selbsttätig ausgelöst.
Die Nulllage des Schiebers für das Einspannen des Streifens wird beim
Umlegen des Hebels (22) durch das Einschnappen des Hebelstiftes in ein
auf dem Antriebrad befindliches Loch gegeben.
[Illustration: Fig. 21a.]
[Illustration: Fig. 21b.