Verlag v. J. G. Engelhardt in Freiberg.]

[Illustration: _N^o. 1._ Das Gebet.]

[Illustration: _N^o. 2._ Die Anstellung.]

[Illustration: _N^o. 3._ Die Einfahrt.]

[Illustration: _N^o. 4._ Häuer vor Ort.]

[Illustration: _N^o. 5._ Der Förstenbau.]

[Illustration: _N^o. 6._ Eine Verunglückung.]

[Illustration: _N^o. 7._ Das Füllort.]

[Illustration: _N^o. 8._ Die Hängebank.]

[Illustration: _N^o. 9._ Die Heimkehr.]

[Illustration: _N^o. 10._ Die Scheidebank.]

[Illustration: _N^o. 11._ Das Pochwerk.]

[Illustration: _N^o. 12._ Der Rohofen.]

[Illustration: _N^o. 13._ Der Treibeheerd.]

[Illustration: _N^o. 14._ Die letzte Schicht.]

* * * * *

Erklärungen der bildlichen Darstellungen.

_Der Bergmannsstand im Allgemeinen theilt sich seinem Berufe nach in

zwei verschiedene Fächer, nämlich in den eigentlichen_ $Bergmann$,

_welcher es mit der Aufsuchung, Gewinnung und Zubereitung der Erze zu

thun hat, und in den_ $Hüttenmann$, _dessen Aufgabe es ist, die durch

den Bergmann mechanisch gereinigten und zu Mehl gepochten Erze nach

den darin enthaltenen Metallen durch Feuer zu scheiden und zu weiterer

Verwendung geeignet zu machen. Die Arbeiten des =Bergmanns= sind von

grosser Mannichfaltigkeit, sowohl in ihrer Oertlichkeit, als auch in dem

Betrieb selbst, weshalb die Anzahl der bildlichen Darstellungen sehr

zahlreich und gegen diejenigen des Hüttenmannes bei dem festgehaltenen

Prinzip, nur die wichtigsten Momente darzustellen, überwiegend

ausgefallen ist, obgleich es auch hier nicht an Stoff zu vielen

interessanten bildlichen Darstellungen fehlen würde._

$Zum Titelblatt.$

Auf diesem Blatte sehen wir links den Bergmann, rechts den Hüttenmann in

seiner Paradekleidung. In der Mitte ist das Wappen der Stadt Freiberg

als Metropole des sächsischen Bergbaues eingefügt, und es erstrecken

sich daher die bildlichen Darstellungen nur auf den =Freiberger=

Bergbau. Im Hintergrunde sieht man links Grubengebäude, rechts

Hüttenwerke. Das Ganze umschliesst ein Kranz von Epheu zum Zeichen des

hohen Alters und immer noch frischen Glanzes beim Freiberger Bergbau.

Darüber der bergmännische Gruss:

=Glück auf!=

Das Glöcklein klingt, der Morgen graut,

Da wird's im Bergmannshüttchen laut,

Denn ruft die Arbeit, ruft die Schicht,

Da säumt der brave Bergmann nicht!

Er springt vom Lager wohlgemuth,

Denn rüstig stets ist Bergmannsblut.

Schnell ist der Kittel angethan

Und seine Blende steckt er an.

Den Riegel löst er von der Thür

Und steht schon auf der Schwelle schier;

Da wirft noch einmal er den Blick

Auf seiner Hütte stilles Glück u. s. w.

Diese schönen Worte des Bergmannsgrusses von Döring versinnlichen uns

auch ohne bildliche Darstellung den Bergmann vor der Schicht, wie er

seine Wohnung verlässt, um mit seinen bergmännischen Brüdern nach

dem vom Petersthurme der Stadt oder dem Huthause der Grube gegebenen

Glockensignale zur Grube zu eilen. Gleich Ameisen sieht man die

Bergleute jung und alt oft stundenweit auf ihrem schweren Berufswege

dahinziehen, um ihr Tage- und Nachtwerk zu beginnen.

Album für Freunde des Bergbaues, enthaltend eine Folge von vierzehn bildlichen Darstellungen aus dem Berufsleben des Berg- und Hüttenmannes. · 第 4 / 18 题