Von den Holzbildwerken sind besonders hervorzuheben: ein großer Altar
aus der Zeit der italienischen Frührenaissance mit der Madonna mit dem
Kinde, Johannes dem Täufer und der heiligen Katharina, eine Madonna mit
dem Kinde von Tilmann Riemenschneider (die Bemalung der Fleischteile
vollständig erhalten) und einige freistehende Altäre. Der eine von
ihnen mit einer Krönung der Madonna und reichen Reliefschnitzereien,
im Innern der Flügel: Versuchung des heiligen Antonius, der heilige
Hieronymus, die Marter des heiligen Sebastian und die des heiligen
Stephanus, ist eine bayrische Arbeit des XVI. Jahrhunderts, ein
anderer Altar mit der Darstellung der Geburt Christi in der Mitte,
rechts und links je eine weibliche Heilige, ein Werk aus der Schule
Pachers. An der Rückwand des Saales sind zwei Gruppen von Holzreliefs
angeordnet, die linke enthält eine Anbetung Christi, ein farbiges
Relief mit dem oben erwähnten Altar in der Art Pachers verwandt, und
eine Verkündigung, schwäbisch, XVI. Jahrhundert; in der andern Gruppe
ein Relief: der Tod Marias, in der Art des Tilmann Riemenschneider,
eine Heimsuchung Mariens aus der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts,
süddeutscher Herkunft, und ein Fries musizierender Engel in Hochrelief,
der aus einer Altarpredella genommen ist, deutsch, aus dem Ende des XV.
Jahrhunderts.
In der Ecke drei Figuren: der dornengekrönte Christus, neben ihm Maria
und Johannes, eine Nürnberger Arbeit in der Art des Veit Stoß aus dem
Ende des XV. Jahrhunderts.