Wandpult X. Möbelbeschläge.
Diesen Schränken steht gegenüber die kleine Sammlung von Arbeiten des
Ostens.
Schrank XI. Persische Geräte von Kupfer, Zinn u. dgl. Verzinnte
Kupferschüssel mit Jagdszenen. Tauschierte und gravierte Arbeiten mit
Metalleinlagen.
Wandschrank XII. Gleichartige Stücke derselben Provenienz.
Schrank XIII. und Wandschrank XIV. Japanische und chinesische Bronzen,
zumeist Stücke aus neuerer Zeit.
Schrank XV. Japanische und chinesische Bronzen. Metallgefäße aus
Zentralasien und Indien.
Der Eingangstür zum Saal I gegenüber hängen an der Wand Bleireliefs
des XVIII. Jahrhunderts, ein Pygmalion-Relief von G. R. Donner,
zwei Reliefs mit der Sage von Orestes und Pylades aus der Zeit des
Klassizismus, Geschenk des regierenden Fürsten Johann von und zu
Liechtenstein.
Vitrine XVI. Bleimodell zu einem Denkmal für Katharina von Rußland,
XVIII. Jahrhundert.
Vitrine XVII. Bleiarbeiten. Zwei Arbeiten G. R. Donners, die eine
offenbar eine Modellfigur für den Brunnen am Neuen Markt, die andere
ein Relief mit Faun und Knaben. Zwei Statuetten von Hagenauer, ein
Vermächtnis der Frau Rosalia Goldschmied an das Museum. Bleiplaketten
vom Ende des XVII. Jahrhunderts.
Die zweite Hälfte des Saales ist den Kunstschmiedearbeiten reserviert.
Nur eine kleine Sammlung von Bronzetürklopfern des XVI. Jahrhunderts
ist hier noch untergebracht.
An der Wandverschalung hängt chronologisch geordnet eine Sammlung von
Schlössern und Schloßbeschlägen vom XIV. bis XIX. Jahrhundert. Gotische
Schloßplatten. Spätgotischer Türklopfer. Reichverziertes Kastenschloß,
Ende des XVI. Jahrhunderts, mit einer Inschrift. Kastenschloß aus dem
XVII. Jahrhundert. Reihe von großen Prunkschlössern des XVII. und
XVIII. Jahrhunderts, die sich an der Schmalwand des Saales hinzieht.
Vitrine XVIII. Zwei Hauptwerke süddeutscher Schlosserkunst des XVI.
Jahrhunderts, die Vorhängschlösser aus Stift Heiligenkreuz mit
eingeätzten Ornamenten.
[Illustration: Gruftgitter, Schmiedeeisen, deutsch, XVII. Jahrhundert]
Größere Kunstschmiedearbeiten: Renaissancegitter mit durchgezogenen
Stäben, aus Steiermark; Grabkreuz, Tiroler Arbeit des XVII.
Jahrhunderts; Balkon- und Stiegengitter mit Figuren, prächtigem
Durchzugswerk und tief eingeschlagenen Ornamenten, eine Wiener
Schmiedearbeit des XVII. Jahrhunderts; zwei venezianische Feuerböcke
des XVI. Jahrhunderts, einer davon ein Geschenk des regierenden Fürsten
Johann von und zu Liechtenstein. Auf der gegenüberliegenden Seite des
Saales Kunstschmiedearbeiten des XVIII. Jahrhunderts. Ein Balkongitter
aus Bandeisen, um 1700; an der Wand ein geschmiedeter Wandarm mit
Laubwerk an den Enden seiner schön gezogenen Spiralen, um 1700; vom
Anfang des XVIII. Jahrhunderts das Balkongitter aus dem abgebrochenen
Hause Gumpendorferstraße 94; Gruftgitter mit dem ausgebildeten Laub-
und Bandelwerk der deutschen Schmiede aus der ersten Hälfte des XVIII.
Jahrhunderts; ein kolossaler geschmiedeter Toraufsatz vom Anfang des
XVIII. Jahrhunderts in der Mitte des Saales. An der Wand (wie vorhin)
ein kleiner Wandarm mit schönem Laubwerk, erste Hälfte des XVIII.
Jahrhunderts; das mächtige Wirtshausschild („zum goldenen Stern“), eine
Augsburger Schmiedearbeit, in der sich Rokoko mit Zopfstil mischt. Mit
dem Rokoko ging das Kunstschmiedehandwerk seinem Ende entgegen; das
Empire mit seinen strengen, einfachen Formen konnte das Handwerk, das
im Louis XIV-Stil und im Rokoko seine höchste Blüte gefunden hat, nicht
mehr in gleichem Maße beschäftigen und der Eisenguß hat das Handwerk
vollends verdrängt. Die Arbeiten vom Ende des XVIII. Jahrhunderts sehen
neben den reichen, kunstvollen Barockarbeiten recht dürftig und sogar
in ihrer Technik herabgekommen aus.
Vitrine XIX. Eine Sammlung von Schlüsseln kunstvoller Arbeit, XVI. bis
XVIII. Jahrhundert.
Vitrine XXII. Schlüssel. Ein Kassaschloß vom Ende des XVIII.
Jahrhunderts. Schlüssel aus dem XVII. und XVIII. Jahrhundert. In der
Mitte der Vitrine ein in Eisen geschnittener Doppeladler.